Cover: Blaster Master ZeroGAMEPLAY
Blaster Master Zero ist eine Mischung aus Remake und Remaster. Im Großen und Ganzen handelt es sich um das NES-Original von 1988. Das Gameplay ist unverändert und die Level sind es an und für sich ebenfalls, selbst Grafik und Sound entsprechen so gut wie dem 8-Bit-NES-Vorbild. Doch die Steuerung fühlt sich genauer an, es gibt mehr Waffen und Zweitwaffen, und auch neue Bosse.

Man bewegt sich Metroid-artig durch die Areale, findet Power-ups, wie mehr Lebensenergie, stärkere Waffen und dergleichen, und wechselt immer mal wieder zwischen Jason und SOPHIA III, da beide unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten. In der Gestalt von Jason besitzt man zwar nicht viel mehr als eine Handfeuer- und eine Spezialwaffe, wie etwa Granaten, ist aber in der Lage, Gebiete zu erreichen, die Sophia unmöglich erreichen kann. Denn Sophia ist Jasons Kampfpanzer, der durch seine Größe nunmal entsprechend gehandicapt, dafür aber mit wesentlich stärkeren Waffen und Zweitwaffen und Rädern ausgestattet ist, die schnelle Fortbewegung ermöglichen. Außerdem können sowohl Jason als auch Sophia springen. Und auch hier ist Sophia im Vorteil, da Jason nicht mal ansatzweise so hoch und weit springen kann, wie Sophia es kann, und Jason kann nur geradeaus schießen, während Sophia auch nach oben und schräg-oben feuert, sind Kampfsituationen mit Sophia in jedem Fall vorteilhafter.

Zwischen Jason und Sophia wechselt man also regelmäßig, um sich durch die diversen labyrinthartigen Gebiete zu kämpfen, und um die eigene Neugier zu belohnen: Praktisch hinter jeder Wand könnte ein geheimer Pfad versteckt sein, der zu einem Power-up oder neuen Boss führt. Darum lohnt es, ja, ist sogar für das Vorankommen notwendig, sich genau umzusehen und ruhig auch mal dieses oder jenes auszuprobieren.
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TECHNIK
Technisch gibt es an Blaster Master Zero nicht wirklich was zu kritisieren. Alles ist gut zu erkennen und voneinander zu unterscheiden und der Sound ist sowohl nett als auch passend zu Setting und Gameplay. Die Steuerung ist intuitiv und wer schon einmal ein Videospiel gespielt hat, wird binnen 10 Sekunden nur durch ein wenig Ausprobiererei alles verstanden haben, was es zu verstehen gibt. Außerdem reagieren Sophia und Jason präzise auf alle Eingaben; nichtsdestotrotz fühlt es sich auch nach Stunden irgendwie seltsam an, dass ein Fahrzeug durch die Gegend hüpft! ;)
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Der Umfang allerdings ist ein zweischneidiges Schwert. In ungefähr 6-8 Stunden ist man durch; wenn man gut ist. Grundsätzlich wäre der Umfang für sich allein in Ordnung, aber der Schwierigkeitsgrad macht es nicht gerade unmöglich, von A nach B zu kommen. Sicher, man lässt schon so einige virtuelle Leben auf dem Bildschirm zurück, aber in Anbetracht der Gesamtspielzeit wirken Umfang und Schwierigkeit trotzdem viel zu gnädig.
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Mir unverständlich ist die Tatsache, dass auf dem unteren 3DS-Screen immer nur das Spielelogo zu sehen ist. Warum hier soviel Platz verschenkt wird, keine Ahnung. Hier hätte man etwa die Gebietskarte und die eigene Position darstellen können.
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Verschmerzbar ist dahingegen aber gut, dass Blaster Master Zero als Sprachen nur Japanisch und Englisch unterstützt, denn nur im Intro gibt einige Textsequenzen, die erklären, wieso das Abenteuer gleich beginnt, doch an dann existiert nur noch das nackte Gameplay.
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FAZIT
Für den schnellen Hunger ist Blaster Master Zero voll in Ordnung. Es macht nichts falsch und vieles richtig. Trotzdem sind Umfang und Schwierigkeitsgrad nicht das, was die Hauptzielgruppe für einen solchen Titel benötigt, um sich wirklich wohl zu fühlen.
Jörg Singleplayer: 73%

Verfasst von Jörg am 22.03.2017,
bemustert durch Nintendo
für bis zu 1 Person/en
Release am 09.03.2017