Gedanken zum Wii U GamePad

Kolumne vom 27.12.2012, 15:58

GEDANKEN
Da sitze ich gerade am Fernseher und zocke New Super Mario Bros. U, denn im Level 9-9 fehlt mir immer noch die mittlere Sternenmünze, grrrr... Ich zocke also und schaue zufällig auf meinen 3DS, als mir wie von selbst ein paar Gedanken kommen...

Da liegt also mein 3DS... Für Street Fighter IV ist das Gehäuse ja nicht so wahnsinnig perfekt, und mit dem Circle Pad Pro Add-on ist das Haltegefühl zwar besser, aber die R-Taste ist nun nicht mehr erreichbar. Der 3DS XL liegt insgesamt besser in den Händen, aber den jetzt nochmal extra kaufen müssen, nur, weil man für paar Spiele mit der Haptik des 3DS unzufrieden ist?

Beim DS war es ähnlich, der schlussendlich zum DSi XL mutierte. Selbes gilt für den GameBoy Advance, der zum später GameBoy Advance SP wurde, und sogar beim normalen GameBoy gab es mehrere Ableger, bis hin zum GameBoy Color. Immer wieder bekam man entspiegelte Displays, verschiedene Helligkeitsstufen, ergonomischere Gehäuse, besser drückbare Buttons, länger haltende Akkus, größere Bildschirme, etc. Irgendwas hatte Nintendo immer verbessert oder optimiert.

Bei den Konsolen ging Nintendo insgesamt sparsamer zu Werke, aber auch hier gab es bisweilen ab und zu eine neue Revision, etwa beim NES, Super Nintendo und der Wii. Sieht man mal von der Wii ab, die von ihrer Urversion bis zur Wii mini immer weniger und weniger Funktionen bot, war es auch hier immer irgendwas besseres. Geringere Stromaufnahme, kleinere, leichtere Gehäuse und beim NES fiel mit dem sogenannten Top-Loader-Modell sogar die Regional-Code-Sperre weg: Das Teil spielt alle NES-Module, egal, woher sie stammen.

Nur die Controller blieben immer gleich, vom NES bis zur Wii boten alle Konsolen in egal welcher Revision immer ihren ursprünglichen Controller.

Und bei dieser Verkettung von Gedanken kam mir der Gedanke, dass das GamePad der Wii U ja irgendeine Mischung aus Controller und Handheld ist. Noch dazu ist das GamePad, wenn es für sich genommen soweit wunderbar gut funktioniert und auch eigentlich gut in Händen liegt, nicht durch und durch perfekt; ein paar Dinge kann man durchaus verbessern.

AKKU
Für mich am allerwichtigsten ist die Akkulaufzeit. Mir egal, ob andere Geräte des Alltags (etwa Smartphones) auch nicht tagelang durchalten, bis der Akku geladen werden muss, denn es ist über die Maßen nervig, das GamePad immer in der Nähe einer Steckdose zu haben. Aber so, dass man gleichzeitig in der Nähe der Steckdose, in der Nähe der Wii U (damit der Verbindungskontakt nicht abbricht) des TV-Geräts (je nach Spiel) und auch in der Nähe eines Stuhls, Sessels oder ähnliches ist. Dabei darf man nicht vergessen, dass der Akku durch das immerwährende Aufladen natürlich auch sehr schnell altersschwach wird, sodass aus den anfänglich noch 3-4 Stunden Spielzeit (bis man nachladen muss) später mal locker 30-45 Mintuen werden können (also bis man nachladen muss) - ok, bis dahin dauert es zwar wirklich viele Monate, aber über kurz oder lang wird es so kommen.

Wie könnte Nintendo das lösen? Einen größeren oder effektiveren Akku einbauen, der wenigstens 2-4 Stunden mehr Laufzeit bietet. Klar, Nintendo bietet an, einen verschliessenen Akku gegen einen neuen auszutauschen, aber das kostet zumindest Porto für den Versand und natürlich muss man 1-3 Wochen darauf verzichten, Wii U zocken zu können, weil das GamePad solange bei Nintendo liegt. Ist zwar eine Option, zugegeben, aber für mich nicht gerade der goldene Weg.

Als alternative Lösung wäre ich auch zufrieden, den Akku wie bei einem Laptop herausklipsen zu können, und das GamePad z.B. mit einem USB-Kabel dauerverbunden zu haben. So schone ich den Akku und kann so viel zocken, wie ich will. OK, dann hätte ich wieder ein Kabel, aber wenn dieses "Verbundskabel" 3-4 Meter lang wäre, wäre ich schon zufrieden, denn diese Distanz genüngt mir zwischen Konsole und GamePad vollauf, denn von NES bis GamePad hatte ich auch immer Kabel und sie haben mich nie gestört.

ON/OFF
Nicht zu vergessen, dass das doofe Ding sich immer wieder ungefragt anschaltet, ob man es will oder nicht, ob man es braucht, oder nicht, wenn man die Wii U anschaltet. Wie oft ich schon die Wii U anmachte, ein Spiel spielte und dann zufällig bemerkte, dass das GamePad die ganze Zeit mitlief - aber wozu? Es hat nichts getan, als Energie zu verschwenden - es lag nur auf meinem Schreibtisch, während ich Mario U oder Sonic Racing spielte, aber das Ding war an. Erstens ist es total umständlich und enervierend, es dann immer wieder manuell abzuschalten und zweitens denkt man da eben auch nicht immer dran - oder es wird einem mit der Zeit einfach egal und man pfeifft nach dem tausendsten Mal drauf, dass der Akku wieder mal völlig ohne Sinn total leergelutscht wird, und lässt ihn sich halt einfach leerlutschen.

Wie könnte Nintendo das lösen? Nun, entweder mit einer System-Option, mit der ganz schlicht und ergreifend festgelegt wird "GamePad nur dann anschalten, wenn ich selbst es anschalten will, sonst nicht", oder es ginge auch mit einem kleinen On-Off-Schieber am GamePad-Gehäuse, der wie bei fast allen Geräten im Haushalt dafür sorgt, ob es absolut ganz aus ist, oder eben nur im Stand-by-Modus, darauf wartend, durch eine Fernbedienung oder einen ähnlichen Signalgeber, angeschaltet zu werden.

GEHÄUSE
Insgesamt kommt mir auch nach nun etwas mehr als 4 Wochen das GamePad irgendwie etwas zu riesig vor, ich denke, man kann da sicher noch 10-20% an Volumen einsparen, ohne, dass die Haptik leidet, der Bildschirm kleiner werden würde, oder, oder, oder... So würde das GamePad insgesamt etwas flotter im Design und auch etwas leichter, denn mir fiel auf, dass nach 2-3 Stunden Sonic Racing oder Mario U mit GamePad spielen, dass die Hände sich etwas versteift anfühlen - das ist mir mit allen anderen Nintendo-Controllern noch nie passiert; auch nicht nach 8-10 Stunden Dauerzocken.

Wie könnte Nintendo das lösen? Da gibt es mehrere Wege: Leichteres Gehäusematerial, kleineres Gehäusedesign...

DAS WICHTIGSTE VON ALLEM
Wie ist das mit Euch? Seid Ihr mit dem Wii U GamePad zufrieden? Ist alles, wie es ist, perfekt? Oder stören auch Euch einige Dinge? Falls ja: Welche sind das und wie sähen Eure Ideen und Vorschläge für Verbesserungen aus? Wie könnte Nintendo diese Störfaktoren optimieren?

Die Frage ist dabei nur: Hört Nintendo auf das, was Kunden in Foren oder Umfragen über das GamePad sagen, oder nicht? Oder macht Nintendo einfach, was ihnen selbst in den Kopf kommt? Hier wäre nämlich interessant zu wissen, warum früher die ganzen Hardwarerevisionen erschienen. Haben die Kunden genöhlt oder hat Nintendo von ganz allein gedacht, dass man dieses oder jenes noch verbessern könnte? Oder war das einfach nichts anderes als noch mal Kohle mit einem neuen Modell zu verdienen, wenn die Verkäufe der aktuellen Hardware zurückgingen?

Und fast schon das Wichtigste von allem: Würdet Ihr trotz aller Verbesserungen ein verbessertes Wii U GamePad dann überhaupt kaufen? Was sollte das am besten kosten? Und wie könnte es heißen? "GamePad Lite", "GamePad SP", "GamePad XL"...?

TheUnknown *, 7.135 Zeichen •

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