Wer ist Schuld an Remakes und Null-Innovation-Spielen?

Kolumne vom 19.03.2012, 19:16

Mit dem Release von Mario Party 9 kam auch wieder mal die Kritik auf, dass diese Serie nicht totzukriegen sei, und dass es immer dasselbe ist und blabla...

Und das brachte mich zu der Frage: Wie kommt es dazu, dass die Entwickler immer wieder Remakes und Re-releases bringen oder wenig Innovationen in ihre Spiele einfließen lassen. Stattdessen gibt es haufenweise Games, die jedes Mal "same old, same old" sind, mit einigen kleinen Neuerungen, ok, aber trotzdem dasselbe.

Die Kritik ist einerseits sicherlich korrekt, andererseits: Wie oft habe ich mir schon einen echten Nachfolger zu A Link to the Past oder Super Mario World gewünscht, der sich genauso spielt, wie der Vorgänger...!? Nur die Level/Oberwelten sollten anders sein. Ich selbst wünsche mir also auch öfters mal den alten Wein in neuen Schläuchen, da will ich mich gar nicht ausnehmen.

Bei Spielen wie FIFA sehe ich das widerum anders, denn da gibt es keine neuen Level, oder sowas. Es ist jedes Mal dasselbe Spiel. Ein wenig Tuning hier, ein wenig Tuning dort, und, so toll es ist, dass die FIFA-Spiele sich weiterentwickeln, so sehr nervt es, dass man immer nur häppchenweise in den Genuss der Updates kommt. ...aber nun, FIFA ist ja nur ein exemplarisches Beispiel.

Und niemand MUSS das kaufen. Aber trotzdem! Meckern wir nicht genug? Wollen wir eigentlich keine wirklichen Neuerungen? Wären wir zufrieden, wenn wir keine Remakes mehr bekämen? Ist das Argument "Man muss es ja nicht kaufen!" gültig? Oder schafft man damit nur schrittweise Akzeptanz unter den Spielern?

Oder ist das Gemecker über "Keine Innovationen" und "Remakes nerven" inkonsequent? Wir kaufen es ja doch immer wieder und wieder. Und mal ganz ehrlich. Wie weit hat sich The Legend of Zelda von Ocarina of Time bis Skyward Sword weiterentwickelt? Kommt jetzt bitte nicht damit, dass die Steuerung ja anders ist und dass es jetzt diese und jene Funktion gäbe. Im Wesentlichen ist das Gameplay sogar seit Teil 1 unverändert: Wir latschen von Dungeon zu Dungeon, sammeln Items, um die Endbosse zu besiegen und weiter voranzukommen und erledigen diverse Sidequests. Mit Ocarina of Time kam ja wenigstens eine 3D-Umgebung dazu. Die einzige Ausnahme bietet hier höchstens Majora's Mask - obwohl abgesehen vom Zeitlimit-Feature sonst vieles beim Alten ist.

Versteht mich richtig: Diese Games sind weltklasse - aber es ist immer wieder derselbe Käse. Guter Käse, zugegeben, aber immer derselbe. Da schimpft niemand von uns. Aber warum? Die FIFA-Games schneiden doch auch immer wieder ganz gut ab und so sehr man über Mario Party schimpfen mag, gerade Teil 8 verkaufte sich hervorragend; obwohl er eklatante Mängel aufweist.

Deshalb stellt sich mir die Frage: Wer trägt die Schuld daran, dass Remakes und so wenige Innovationen kommen? Wir, weil wir das immer wieder kaufen? Oder die Entwickler, weil sie beliebte Titel immer wieder "aufwärmen" und so sichere Verkäufe in der Tasche haben, denn wir kaufen das ja...? Kaufen wir das nur, weil sowieso nichts anderes kommt? Oder weil wir immer das wollen, was wir schon kennen? Schließen sich Remakes und neue innovative Titel zur selben Zeit aus?

Was genau ist ein Remake? Was genau ist ein Re-release? Ist es bei Zelda, Super Mario und Co. was anderes als bei Mario Party, FIFA und Co.? Was meint Ihr, woran liegt es, wer ist schuld? Ist Super Mario 64 DS kein echtes Remake, nur wegen der 30 Extrasterne? Ist Skyward Sword die pure Innovation, weil die Steuerung so anders ist?

TheUnknown *, 3.564 Zeichen •

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