DreamWorks Super Star Kartz

Nintendo 3DS

DreamWorks Super Star Kartz, Covermotiv
Bei DreamWorks Super Star Kartz für den 3DS handelt es sich um ein buntes Rennspiel aus dem Hause Activision. Mein erster Eindruck war, dass mich alles sehr stark an die Mario Kart-Reihe erinnert, infolgedessen muss es sich auch mit diesem messen. Wie es dabei abschneidet, erfahrt ihr im folgenden Bericht.

Déjà-vu?
Der Titelbildschirm ist sehr schlicht gehalten - einzig "Rennen", die "Optionen" und die "Credits" sind verfügbar. In Ersterem hat der Spieler die Wahl zwischen verschiedenen Unterpunkten, dazu gehört unter anderem die Rennserie. Hier steht die Möglichkeit, einen von 4 Cups á 3 Strecken zu fahren - das sind insgesamt also 12 Strecken, wobei anfangs aber nur die ersten 3 verfügbar sind. Die Schwierigkeit variiert je nachdem, welche Klasse man wählt, darunter sind 50ccm (leicht), 100ccm (mittel), 150ccm (schwer) und später auch "Spiegel". Es fahren immer, neben einem selbst, nur 4 weitere Mitstreiter mit auf der Piste. Am Ende jedes Rennens werden je nach Platzierung Punkte verteilt - Gewinner ist, wer nach allen Rennen die meisten Punkte ergattert hat. Die CPU ist hierbei äußerst gut und mogelt sich nicht durch irgendwelche Items ständig auf die vorderen Plätze. Neben Trophäen gibt es auch DreamWorks Animations Logos zu gewinnen, welche auf Strecken versteckt sind - mit diesen lassen sich kleine Belohnungen freischalten.

Neben dem Rennserie-Modus gibt es noch das Einzelrennen, was nicht wirklich von der Rennserie unterscheidet, mit dem Unterschied, dass statt drei nur eine Strecke gefahren wird.

Im Herausforderungs-Modus gilt es, unter bestimmten Bedingungen ein Rennen zu meistern. So gibt es zum Beispiel keine Items oder nur eine bestimmte Sorte Items verfügbar. Ingesamt finden sich hier 36 Missionen, welche nach und nach freigeschaltet werden - allerdings ähneln sich diese sehr.

Zum Schluss gibt es noch das Zeitrennen - hier fährt man allein und ohne Items 3 Runden auf einer Strecke. Entwicklergeister, eigene "Streckengeister" und so weiter sind leider nicht vorhanden.

Gameplay
Während des Rennens sind eine Menge Itemboxen auf der Piste verteilt, welche durch bloßes Durchfahren, denjenigen der es berührt hat, mit einem Item beschenken, wobei auch hier fast jedes Pick-Up an Mario Kart erinnert - nur eben für das DreamWorks-Universum verpackt. So hat statt Turbo-Pilzen Dr. Kakerlakes Raketen zur Verfügung, die grünen Panzer wurden durch Kürbisbomben ersetzt und der fliegende blaue Panzer wurde in ein Hornissennest umdesigned.

Die Abwechslung bieten hier die sogenannten Star-Manöver. Auf der Strecke sind überall kleine Sterne verteilt - erlangt man 5 davon, kann ein individueller Move eingesetzt werden, welcher vom ausgewählten Charakter abhängt. So schnellt der Drache Ohnezahn beispielsweise schnell nach vorne und verschießt einen blauen Feuerball, welcher andere Fahrer umstößt.

Neben diesen speziellen Eigenschaften hat jede der 12 Persönlichkeiten auch eigene Gegebenheiten, welche das Kart beeinflussen. Leider lässt sich nicht wirklich erschließen, welche Fähigkeit von welchem Charakter besonders gut beherrscht wird, zudem Unterschiede in der Fahrweise sowieso nicht wahrnehmbar sind.

Ansonsten erinnert auch fahrtechnisch vieles an Mario Kart: in Kurven kann gedriftet werden, welches mit einem kleinen Turbo belohnt wird; beim Verfolgen eines Gegners, entsteht ein kleiner Windschatten, welcher einen Auftrieb verleiht; beim Abspringen von Rampen sind Stunts möglich... Es ist defintiv nicht zu verleugnen, dass Activision eine Menge abgeguckt hat, aber letzendlich lieber gut geklaut als schlecht erfunden, denn an der Umsetzung gibt es nichts auszusetzen.

Was mir aber eine Menge Fragen bereitet: WARUM GIBT ES KEINEN MULTIPLAYERMODUS??? Das Spiel würde um ein Vielfaches besser sein, wenn man es mit Freunden genießen könnte. Was sonst macht die meisten Rennspiele aus? Klar! Ein direkter Vergleich mit anderen. So bleibt einem leider nur die Möglichkeit, alleine die Cups nach und nach durchzuspielen, im Herausforderungsmodus die monotonen Missionen durchzuspielen oder sich durch den Time Trial zu schlagen, welcher ohne die Entwicklergeister eh keine wirkliche Motivation bietet...

Grafik & Sound
Die Grafik ist recht ansprechend und die verschiedenen Strecken sind abwechslungsreich und schön gestaltet - gibt es nichts zu meckern. Was dagegen nervt ist die Sprache der Fahrer, die einem bei jeder Gelegenheit unter die Nase gerieben wird. Das ist wohl der Grund warum Mario bis heute keine ganzen Sätze spricht - weil sich die keiner 500mal in einer halben Stunde anhören will. Die Hintergrundmusik ist etwas zu dudelig ausgefallen, aber durchaus aktzeptabel.

Fazit
Nun, es fällt mir wirklich schwer, aber insgesamt schneidet Superstar Kartz leider nicht wirklich gut ab. Rein spielerisch bietet es genug Abwechslung und macht dort auch eine Menge Spaß! Die Modi selbst und der immer gleiche Ablauf dagegen eher weniger.

Ich finde es schade, was im Grunde für Potenzial verschwendet wurde. Mit mehr motivationsgebenden Elementen hätt das Spiel echt ein Kracher werden können, doch schon allein das Fehlen eines Multiplayers schließt das komplett aus. So wird es nur gezockt, bis man überall einmal Platz 1 erlangt - und das wars. Bei einem Rennspiel sollte das wirklich nicht die Intention sein. Außerdem sind 12 Strecken ein bisschen zu wenig.

Wer sich Superstar Kartz dennoch kaufen möchte, sollte sich lieber für die Wii-Version entscheiden, denn diese besitzt den hier dringend nötigen Multiplayermodus. Wer keine Wii besitzt, sollte auf Mario Kart 7 zurückgreifen.

Koopa Troopa, 5.590 Zeichen, veröffentlicht am 17.12.2011 •
Singleplayer: 57%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Activision
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 18.11.2011, Preis: ca. 33-40€, 1 Spieler/in

Bilder

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