Tank Troopers

Nintendo 3DS

Tank Troopers, Covermotiv
Einzelspieler Kampagnen
Zuallererst widmen wir uns der 30-Missionen-Kampagne, die gespickt ist mit tollen Ideen und was man mit einem Panzer alles machen kann. Während die ersten paar Missionen, die eher dem Eingewöhnen dienen, wird es in den späteren Missionen immer kniffliger.

Gesteuert wird der Panzer natürlich mit dem CirclePad und die A-Taste dient als Vorwärts-, die B-Taste als Rückwärtsgang. Ab und zu kann es von Vorteil sein, den Panzer per Steuerkreuz oben oder unten von alleine in eine Richtung fahren zu lassen, und zwar, wenn die Geschützturmansicht per L-Taste zum Tragen kommt. In dieser lenkt ihr nur den Turm und könnt auf diese Weise feiner zielen. Wer die Gegner über hohe Distanz aufs Korn nehmen möchte, kann per X-Taste in den Fernrohrmodus schalten, wodurch eine Fernglassilhouette erscheint. Per R-Taste könnt ihr nun eure Panzerkanone abfeuern, die natürlich immer wieder eine gewisse Cooldownphase benötigt.

Doch kommen wir mal zu den einzelnen Missionen. Die Gegner auf grüner Landschaft zu zerstören gehört natürlich zu euren Hauptaufgaben. Da müsst ihr zum Einen alle Gegner erledigen, oder manchmal nur einen einzigen fliehenden, oder einen Riesenpanzer schrotten. Es gibt andererseits aber auch Missionen, in denen ihr eure Basis verteidigen müsst, oder der Panzer gewisse Zonen nicht überqueren dürfen. Doch was noch unterhaltsamer daherkommt, sind Missionen, in denen ihr Luftballons mit unterschiedlichen Werten abschießen oder Kugeln durch Tore befördern müsst. Letztere kommen zwar nicht so oft vor, was aber gut ist, denn da könnte man bisweilen wirklich den 3DS in die Ecke knallen.

In den Missionen werden euch die passenden Panzer und Söldner vorgegeben, die einen entscheidenden Part im Mehrspielermodus, aber auch im Rekrutenmodus der Missionen spielen. Die Panzer unterscheiden sich nicht nur im Aussehen sondern auch in Sachen Angriff, Nachladen, Tempo, Panzerung, Reichweite und Rotation. Die Söldner dagegen versorgen euch mit ihren Spezialangriffen, die per Touch auf die jeweilige Person ausgelöst werden und den Spezialmeter leeren. Onkel Gunner sorgt für stärkere Feuerkraft, während Kitty den Panzer schnell wie eine Wildkatze fahren lässt. Und Rauchski, der an eine Homage an Smoke (aus Mortal Kombat) erinnert, lässt den Panzer in einem geheimnisvollem Rauch verschwinden. Allerdings: Für den Offiziermodus müsst ihr neue Panzer und Söldner erst freikaufen/freischalten - und es dauert leider ewig, bis man viele Münzen gesammelt hat.

Mehrspieler Modus
Warum nur liebe Entwickler??? Die Truppe von Steel Diver: SubWars hat einen ziemlich coolen Online-Multiplayer mit U-Booten hinbekommen, dann sollte das doch bei Tank Troopers genauso gut klappen, nicht wahr? Doch es gibt tatsächlich nur einen lokalen Mehrspieler-Modus, wenn immerhin auch für bis zu 8 Spieler, und sogar via Download Play. Jedenfalls ist es uns nicht gestattet, online zu spielen.

Im Mehrspieler-Modus könnt ihr jedoch eure freigekauften Panzer und Söldner einsetzen. Zur Auswahl steht Einzelkampf und Teamkampf mit normalen Abschusssituationen, während im Bombenkampf nur mit rollenden Bomben geschossen wird. Neben der Wahl aus einer der 5 vorhandenen Karten könnt ihr noch Zeit und Team bestimmen. Im Download-Play habt ihr jedoch nur eine Karte zur Verfügung und jeder besitzt den gleichen Panzer und Söldner.

Der Mehrspieler-Modus ist durchaus unterhaltsam, wenn man Leute kennt, die das Spiel ebenfalls besitzen. Denn wenn man nur Download Play nutzt, ist bei der großen Karte und geringer Spielerzahl ziemlich schnell die Luft raus - denn es gibt nicht einmal Bots. Schade, denn das System der Panzer funktioniert ziemlich gut... ...da wurde einiges an Potential verschenkt!

Hört mal, ich seh was!
Die Optik des Spiels ist wirklich gelungen. Die Charaktere sind schräg, die Namen originell und die Spezialfähigkeiten machen Sinn. Zudem gibt es viele Gegenstände auf den Flächen und die Karten bestehen aus riesigen Wiesen, verwinkelten Städten, bis hin zu Stadien. Leider nur kommt die Weitsicht zu kurz. So müssen in einer Mission Geschütztürme gefunden werden, die man wie im guten alten N64-Nebel erstmal finden können muss.

Die Musik ist von pfeifenden Melodien untermalt, was auf Dauer etwas nerven kann. Noch schlimmer sind die sich permanent wiederholenden "Treffer"- und "Schaden"-Ausrufe.

FAZIT
Ich habe mich auf Online-Schlachten mit einer riesigen Panzerarmee gefreut, aber das bekomme ich bei Tank Troopers einfach nicht. Die Story-Missionen, also der Singleplayer, ist toll gemacht, aber den hat man locker nach einem Tag durch. Natürlich ist es im lokalen Multiplayer nett, aber für mehr ist der Titel einfach nicht attraktiv genug. Die Langzeitmotivation ist einfach zu wenig. Der Singleplayer zu kurz, der lokale Multiplayer ist im Großen und Ganzen ok, und Online gar nicht erst vorhanden! Mehr als "nett" ist schlicht nicht drin!

DStroke *, 4.913 Zeichen, veröffentlicht am 04.03.2017 •
Singleplayer: 71%
Multiplayer: 67%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo of Europe
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 16.02.2017, Preis: ca. 7,99€, 1-8 Spieler/innen

Bilder

Tank Troopers, Screenshot #1Tank Troopers, Screenshot #2Tank Troopers, Screenshot #3Tank Troopers, Screenshot #4Tank Troopers, Screenshot #5Tank Troopers, Screenshot #6

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