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Anonymous Notes: Chapter 1 - From The Abyss & Anonymous Notes: Chapter 2 - From The Abyss

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Anonymous Notes: Chapter 1 - From The Abyss & Anonymous Notes: Chapter 2 - From The Abyss, Covermotiv A, A, A, A...
Der Titel lachte mich geradezu an, denn die Screenshots erinnerten so schön an Secret of Mana. Und mit Secret of Mana kann man nicht falsch liegen. Und die ersten Spielminuten verstärkten diesen Eindruck sehr. Man läuft durch eine Landschaft, putzt haufenweise Gegner weg und die Grafik erinnert tatschlich etwas an Secret of Mana.

Aber nach 20 Minuten nüchterte die Freude mehr und mehr ab. Es ist dauernd dasselbe, dasselbe, dasselbe, dasselbe, dasselbe, dasselbe... Gegner, die weit davon entfernt sich, wirkliche Gegner zu sein. Natürlich bewegen sie sich hin und her und versuchen auch anzugreifen, aber letzten Endes kann man sogar einfach um sie herumlaufen und sich so durch die Abschnitte mogeln. Aber selbst, wenn man die Gegner angreift und auch ab und zu mal einen Treffer kassiert, bleiben sie keine wirklich Bedrohung.

Man läuft mittels Steuerkreuz herum und schnetzelt sich per A-Button, welcher die Waffe bedient, durch die Umgebung. Man drückt dauernd A, A, A, A... Permanent. Es gibt auch keinen Grund, das nicht so zu machen. Die Gegner werden attackiert, verlieren einen Teil ihrer Energie und gleichsam benommen, also donnern wir gleich nochmals drauf und sie verlieren einen Teil ihrer Energie und werden benommen... Man selbst braucht keinerlei Erhohlungsphase nach einem Schlag und auch sonst gibt es keinen effektiven Kniff, mal einen besonders harten Schlag auszuführen.

ZUM LEIDWESEN DER GEGNER
Im Gegensatz zu beispielsweise Secret of Mana, wo man durch Halten des Angriffsbuttons den Angriff quasi "auflädt" - was zwar Zeit kostet, in der man nicht angreifen kann, aber dafür bei einem Treffer mächte Schaden macht -, kann man wirklich ohne Unterlass draufdreschen, der Angriff varriert zwar um einige Schadenspunkte, aber letztlich ist er immer gleich.

Sicher, es gibt unterschiedliche Waffentypen und auch Waffenklassen, sodass man sich entscheiden kann, ob man ein Schwert, eine Axt oder z.B. einen Bogen will, und auch dann findet man später stärkere Schwerter, Äxte, Bögen, etc, und es gibt auch Rüstungen oder Ringe, die ihrereseits die Fähigkeiten steigern. Auch findet man ständig Magiesteine, die man im Inventar direkt aktiviert, und die dann einmalig z.B. Feuersäulen entstehen, es Felsen regnen oder Wasserblasen erscheinen lassen - zum Leidwesen der Gegner.

Bei Genrekollegen, wie eben z.B. Secret of Mana, Illusion of Gaia, Dragon Quest, Golden Sun, Final Fantasy und was es nicht alles gibt, regiert Abwechslung. Es gibt Level-up-Systeme, Gespräche mit Dorfbewohnern, notwendige Reisen von A nach B, Quests für tolle Extras, Shops, um Items zu kaufen und verkaufen, Kämpfe, die in der Regel spannend oder zumindest halbwegs fordernd sind und vorallem ein Maß an Taktik verlangen, und und und... Alles das fehlt hier.

Man könnte jetzt sagen, dass das hier ja auch nur 2€ kostet, und man nicht eine Epik wie bei genannten Genrekollegen verlangen sollte. Und dem stimme ich sogar zu. Aber nur, weil ein Spiel nur 2€ kostet, muss man sich nicht damit zufrieden geben, in einer Dauerschleife auf der A-Taste herumzuhämmern und die Gegner mit jeweils 3-4 Hieben ohne große Probleme ins Nirvana zu schicken.

FAZIT
Es gibt nicht mal irgendeine Belohnung, wenn man den Endboss weggefrühstückt hat. Keine Sonderwaffe, keinen Haufen Gold, keine High-Qualität-Rüstung - gar nichts. Stattdessen bekommt man einfach nur den Hinweis, dass man doch jetzt gleich nochmal von vorne loslegen könnte. Es fehlt einfach irgendeine Art von Komplexität und Abwechslung, die zum (Weiter-)Spielen animiert, der Grund, weiter in die Dungeons vorzudringen... Für den Preis von 2€ ist das Gebotene sicherlich ok, aber es macht trotzdem nicht sonderlich viel Spaß.

Und als wenn das nicht schon genug wäre, ist "Anonymous Notes" in zwei Kapitel aufgeteilt worden, die sich aber in Gameplay, Umfang, Spieldauer, Komplexität und Schwierigkeitsgrad nicht unterscheiden. Sie kosten auch beide je 2€ (also zusammen 4€). Das einzig Positive ist, dass beide Kapitel gegenseitig denselben Spielstand benutzen, sodass man mit derselben Ausrüstung beide Kapitel spielen kann. Es ist übrigens egal, ob man beide Kapitel besitzt oder spielt; es können auch beide Kapitel unabhängig voneiander gespielt werden.

Singleplayer: 44%

TheUnknown *, 4.297 Zeichen, veröffentlicht am 06.02.2012 •
Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo of Europe.
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Rezensionstext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
User-Kommentare
Jadama
Avatar von Jadama
Registriert:
02.06.2011, 07:47:00
Kommentar #1 vom 12.02.2012, 11:06:12 Uhr

Hab mir beide Teile gekauft, und ich war auch ziemlich enttäuscht.

Nun gut, ich hab beide durchgespielt, aber es gibt imo noch zwei andere Sachen, die mich stören:

1. Keine Tragbaren Heilitems. Ich mein,die gehören zunem RPG dazu.

2. Der Soul Exchange ist UN-GE-HEU-RES Glück. Den setze ich oft ein, um mir ein paar KP zurück zu gewinnen; aber stattdessen bekomme ich in 75% der Fälle eine Vergiftung.
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