Undead Storm

Nintendo DSi

Undead Storm, Covermotiv
Jap, wieder einmal die GO-Serie. Ich hatte schon mal über ein meiner Meinung nach Klasse Spiel berichtet - 10 Second Run. Dieses hat mir so sehr gefallen, dass ich mir für die klitzekleine Summe von gerade Mal 2 Euro einen weiteren Teil der Low-Budget Spielereihe besorgt habe - und das auch noch aus meinem Lieblingsgenre!

Zombies!
Im Moment gehen die sympathischen Bösewichte wieder vermehrt um. Im Kino läuft gerade der fünfte Teil der Filmadaption von Resident Evil, Ubisoft erfreut meine Augen mit ZombiU und Capcom bringt demnächst Resident Evil 6 heraus. Bei all diesem Trubel hab ich mir natürlich den kleinen Shooter für den DSi - oder wahlweise auch den 3DS - gekauft.

Die Geschichte ist ähnlich seiner Genrevettern. Kurzum: im Jahr 20XX stürzt ein Meteorit herab, der aber schnell wieder in Vergessenheit gerät. Doch sechs Monate später, am 6. Juni, ereignet sich Seltsames - 666! Elektrogeräte spielen verrückt, es ereignen sich mehr und mehr Unfälle und viele Tote werden verzeichnet. Doch diese bleiben nicht tot, und hier setzt das Spiel an...

Genretypisch geht es um eine Gruppe aus vier Personen, die in einer apokalyptischen Welt voller Untoter ums nackte Überleben kämpfen muss. Da ist der Durchschnittsheldentyp und Detektiv Max, der ältere aber doch wehrhafte Herr Master, die Frau mit Durchhaltevermögen - zumindest, wenn es um ihren Job als Journalistin geht -, und der dicke Brillenträgernerd, der gern mal ans Essen denkt. Rein vom Gameplay her ist es aber der Software total egal welches der vier Polygonpüppchen ihr wählt. Lediglich im Äußeren liegt der Unterschied.

Bang Boom Bang
Bevor ihr aber um eure (noch lebendige) Haut kämpfen müsst, wird erst einmal einer der drei Schwierigkeitsgrade eingestellt und noch aus einem der ebenfalls drei Örtlichkeiten gewählt. Zum Erkunden stehen euch die Fabrik, das Hospital oder die Massakerkreuzung zur Verfügung. All diese sind ähnlich zu spielen, aber von der Erscheinung mit einigen typischen Details versehen, die die jeweilige Umgebung verdeutlichen. Außerdem befinden sich in jedem Abschnitt explodierende Gegenstände, die beizeiten und im richtigen Moment angeschossen ein schönes rundes Loch in jede Zombiehorde zaubert. Und schon sind wir beim wichtigsten Punkt: wie verteidigt man sich gegen Zombies?

Auf allen Geländen wird gegen die Zeit gespielt. Dies geschieht in fünf Etappen bzw. Zombiewellen, wobei jede weitere Typen und vor allem MEHR davon bereithält. Neben dem 08/15-Stadtbewohner-Zombie gibt es noch den dicken Klopszombie, welcher nach erfolgreicher Erlegung explodiert. Auch ein Giftspuckerzombie ist dabei, sowie die aus Resident Evil entliehenen Hundezombies. Auch wartet am Ende jeden Levels ein spezieller Bossgegner der einiges einstecken kann und je nach Areal anders angreift und mit unterschiedlicher Taktik zu besiegen ist.

Sobald das Spiel startet, findet sich der Spielcharakter zunächst in einer leeren Umgebung wieder. Schon bald aber buddeln sich die ersten Gegner aus dem Boden. Spätestens hier solltet ihr per Steuerkreuz die Beine in die Hand nehmen und mittels Schultertasten in die richtige Richtung zielen. Der Rest ist ganz einfach: drückt A für die Standard- oder die eingesammelte Handfeuerwaffe und blast dem Untoten die Rübe weg. Lauft ihr ein wenig herum, findet ihr weitere Gewehre, die mit B zu betätigen sind, und sogar ein paar tolle Sachen bei Zombiealarm, wie etwa Molotowcocktails oder Granaten, die ihr mit Y werft.

Kämpft ihr euch so durch die Level, bemerkt ihr auf der Karte im unteren Statusbildschirm, dass das Spielgeschehen dort stattfindet; am Rande ein grünes Viereck mit dem schwarzem Umriss eines Kopfes. Geht ihr in diese Richtung, kann mit X dem ersten der drei Partner auf die Beine geholfen werden. Auf dem oberen Bildschirm sehr ihr neben den Anzeigen eurer Mitstreiter auch einen Radar für Feindbewegungen sowie Items.

Diese kommen übrigens nicht nur durch eure Freunde sondern auch in den Intervallphasen zwischen Fearphasen. Ist eine Fearphase, von insgesamt fünf bevor es zum Boss geht, vorbei, kommt das Intervall ohne Gegner, in der man für ein paar Sekunden verschnaufend Medizin und Waffen sammeln kann. Danach darf (bzw. muss) gegen immer mehr und andere weitere Gegnertypen gekämpft werden.

Belohnung muss sein
Für zusätzliche Motivation sorgen dann außerdem die freischaltbaren Erfolge. Bei insgesamt 80 an der Zahl sogar eine ganze Menge davon! Bei den drei Schwierigkeiten kann es schon sehr lange dauern, bis man wirklich alles besiegt und freigeschaltet hat, und hat nebenbei für einige Zeit kurzweiligen Spaß.

Bei der Software ist sogar ein Multiplayermodus für bis zu vier Spieler, die alle die Software haben müssen, implementiert. Im Grunde spielt der sich ziemlich gleich zum Singleplayermodus. Wieder fünf Stufen von Angst nebst Intervallen und dem jeweiligen Bossgegner. Aber hier ist mehr Absprache gefordert, da natürlich Menschen nicht so reagieren wie der standardisierte und KI-gesteuerte Charakter.

Fazit
Ich nenn das Spiel einfach mal "Left 4 Dead Light" denn das trifft es eigentlich ganz gut. Zur Grafik habe ich nichts geschrieben, da es einfach DSi-mäßig kantig ist.
Wichtiger ist mir der Spielspaß hierbei - und der kommt auf jeden Fall schnell auf. Man läuft durch die engen Gänge, fühlt sich gehetzt von den auftauchenden Zombies und feuert um sein Leben - sehr atmosphärisch.

Hierbei ist auch die Schwierigkeit wirklich gut gelungen und bietet lange Unterhaltung. Zudem treibt euch noch die Rekordliste an. Diese zu vervollständigen, wenn man Lust darauf hat, dauert recht lang. Hat der Spieler allerdings alles gesehen und ist auf allen Stufen durch, bezweifele ich eine erneute Jagd auf den 100%-Status jedoch an.

Dennoch darf man nicht zu viel erwarten! Wer ein ausgereiftes und tiefgehendes Spiel mit Story erwartet, ist hier total fehl am Platze. Wer auf den schnellen Spaß zwischendurch setzt, ist hingegen goldrichtig! Für gerade mal 2€ würde ich es jedem, der solche Art Spiele - und sei es auch nur ein bisschen - mag, bedenkenlos empfehlen.

rudzen, 6.081 Zeichen, veröffentlicht am 25.09.2012 •
Singleplayer: 75%
Multiplayer: 75%

Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Multi-Card-Play Kann über den Nintendo DSi Shop heruntergeladen werden Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 16.02.2012, Preis: 200 Nintendo Points (entspricht 2€), 1-4 Spieler/innen

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Bilder

Undead Storm, Screenshot #1Undead Storm, Screenshot #2Undead Storm, Screenshot #3Undead Storm, Screenshot #4

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