Super Mario Ball

Nintendo Game Boy Advance

[Gast-Review]
Super Mario Ball, Covermotiv
Es gibt wohl kein Genre, welches Mario auslässt, selbst ein Flipperspiel mit dem Helden namens Super Mario Ball muss es geben. Dabei macht der Titel optisch einiges her, denn ich würde es als eines der grafisch schönsten Spiele für den GameBoy Advance zählen. Doch zunächst möchte ich ein bisschen über die spannende Rahmenhandlung erzählen:

Auf einer Freizeitmesse scheint es lustig zu sein, sich in eine Kugel formen zu lassen und mittels einer Kanone gegen eine Zielscheibe gefeuert zu werden. Das Ganze ändert sich aber, als Gumbas die Ausrichtung der Kanone so verändern, dass Prinzessin Peach nicht auf die Zielscheibe, sondern direkt in Bowsers Schloss gefeuert wird. Natürlich muss somit Mario wiedereinmal die Prinzessin befreien und lässt sich deshalb ebenfalls in eine Kugel formen.

Es stehen zwei Modi zur Verfügung - den Adventure Modus und den Time Attack Modus. Letztere wird allerdings erst verfügbar, wenn man den ersten Endgegner plattgemacht hat. Startet man den Adventure Modus, landet man in der Freizeitmesse. Von dort aus kann man mittels einer Kanone in andere Level wechseln, von denen es insgesamt fünf davon gibt. In jedem Level gibt es mehrere Abschnitte und versteckte Bereiche. So gibt es die schon erwähnte Freizeitmesse sammt Geisterhaus, ein Wiesenlevel sammt Bienenstock und Windmühle, ein Schneelevel sammt Eishöhle und einem Unterwasserbereich, ein Wüstenlevel sammt Pyramide und selbstverständlich noch Bowsers Schloss.

Um allerdings in die einzelnen Abschnitte und Bereiche zu gelangen, gilt es, Gegner zu treffen und Powersterne zu ergattern. Denn viele Bereiche sind, ähnlich wie in Super Mario 64, verschlossen und benötigen eine bestimmte Anzahl an Powersternen, um sie zu öffnen. Für einige Bereiche muss Mario sich erst verkleinern, um hinzugelangen. Dies geschieht mit Items, welche bei Toad gekaufen werden können. Auch ein Yoshi-Ei kann man in einem Abschnitt jeden Levels ergattern, das dann als zusätzliche Kugel dient (also quasi Multiball). Hat man sich bis zu einem Endgegner vorgekämpft und diesen besiegt, erhält man einen Schlüssel. Sammelt man alle Schlüssel, kann man das Tor zu Bowsers Schloss öffnen und die Prinzessin befreien. Nicht nur die Endgegner müssen auf verschiedenste Weise getroffen werden, auch die normalen Gegner. Ein Geist zum Beispiel muss von hinten getroffen werden, da er sonst unsichtbar ist, ein Koopa landet beim ersten Treffer zunächst auf dem Rücken, und muss ein zweites Mal innerhalb einer gewissen Zeit getroffen werden, andere wiederum sind nur für eine bestimmte Zeit verwundbar oder vergraben sich im Erdboden.

Nach dem ersten besiegten Endgegner wird, wie bereits erwähnt, der Time Attack Modus verfügbar. In diesem Modus wird von einem ausgewählten Level die Zeit gemessen, die man benötigt, um die Abschnitte bis zum Endgegner vorzudringen und ihn zu besiegen. Die jeweiligen Bestzeiten werden dabei gespeichert. Außer also Bestzeiten aufzustellen gibt es hier also nicht.

Eine Kleinigkeit gibt es, die mich ein wenig stört - nämlich das Speichern! Warum kann man nur einen Spielstand speichern? Es wäre doch bestimmt kein Nachteil gewesen, wenigstens zwei oder drei Spielstände einzubauen. So wird es auch schwierig, das Spiel mal unter Freunden auszuleihen, da man entweder am vorhanden Spielstand weiterspielen muss, oder eben löscht und neu beginnt. Aber was ich noch viel unglaublicher finde, ist, dass der Spielstand beim Laden jedesmal gelöscht wird! Schaltet man das Gerät also aus, ohne erneut zu speichern, darf man beim nächsten Mal wieder von vorne (mit null Powersternen) anfangen. Wahrscheinlich wollte man verhindern, dass man immer wieder am selben Punkt beginnen kann, falls man mal nicht so gut flippert, aber gerade bei Kindern (oder auch Erwachsene), die vielleicht nicht ans speichern denken und aus frust die Konsole ausschalten, wundern sich beim erneuten starten über den nicht mehr vorhandenen Spielstand.

Fazit
Für Mario- und Flipperfans ist der Titel definitiv einen Blick wert. Mit insgesamt fünf Flippertischen, welche mehrere Abschnitte haben, Mario typische Items und dem Sammeln aller Powersterne vergehen locker ein paar Stunden. Einzig das seltsame Speichersytem trübt das Ganze ein wenig, wirkt sich aber auf den Spielspaß nicht aus (wenn man vor Beenden immer schön den Spielstand sichert).

eMGe *, 4.338 Zeichen, veröffentlicht am 02.05.2013 •
Singleplayer: 75%

Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 26.11.2004, Preis: ca. 40€, 1 Spieler/in

Bilder

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