Lifespeed

New Nintendo 3DS

Lifespeed, Covermotiv
Schnelle futuristische Fahrzeuge in der Luft? Ist das etwa F-Zero - oder doch Star Fox Racer für den 3DS? Nein nicht ganz, aber ein weiterer Genremitstreiter. Die Frage ist, kann er dem Druck der Konkurrenz standhalten und durch sein Konzept überzeugen?

Hallo Story - Ciao Story
Wer sich mit dem Spiel und der Steuerung vertraut machen möchte, sollte sich unbedingt den Story Modus zuerst vornehmen, denn nur dort wird die Steuerung genau erklärt. Selbst eine digitale Anleitung ist quasi nicht existent. Man könnte ja meinen "Bisschen Gas geben! Was muss man da schon wissen!?" Tatsächlich aber befindet man sich mit dem Fahrzeug in der Luft und "fährt" einen Schlauchlevel entlang, ähnlich wie bei Starfox. Somit gibt es auch keine Gas-Taste, sondern der Racer bewegt sich von selbst. Es ist lediglich möglich, per A Taste Waffen abzufeuern, die unterwegs eingesammelt werden können. Eine mehr oder weniger nutzlose Rolle kann mit L oder R ausgeführt werden. Mit der B-Taste wird gebremst, was tatsächlich für scharfe Kurven von Vorteil sein kann, da es kein Neigen gibt.

All diese Informationen werden seltsamerweise nach und nach im Story Modus erklärt, der eigentlich in sehr coolem Stil daherkommt, nämlich in Comic-Form. Einzelne Bilder führen die Geschichte der Rennen um Ressourcen in den Städten, spielend in einer düsteren Zukunft, vorwärts. Was gut klingt, ist leider nicht sehr spannend gestaltet. Außerdem hat mich gestört, dass nicht möglich ist während der Story zu speichern. Diese dauert zwar nicht ewig, aber dennoch musste ich zwischendurch den New 3DS ausschalten und hatte beim erneuten Anspielen die Überraschung: Nochmal von vorn! Im ersten Durchlauf ist es zudem nicht erlaubt die Szenen zu überspringen, sodass man diese aussitzen muss, ob man will, oder nicht. Es gibt auch keine richtige Beziehung zum Hauptcharakter, man fühlt sich nicht zum Protagonisten hingezogen - die Story ist einfach da. Aber ok, es ist ja schließlich ein Rennspiel und da liegt der Fokus.

Modi
Neben dem Geschichte-Modus, gibt es noch das Einzelrennen und eine Meisterschaft zur Auswahl. In allen drei Modi könnt ihr eine Schwierigkeit von "Anfänger" bis "Auserwählter" wählen - und gerade Letzteres ist kein Zuckerschlecken! Während man bei "Anfänger" zu Beginn noch an der Hand durchs Ziel geführt wird, lässt die Hand zum Ende hin ganz schön locker, was unter Umständen auch an der schlechten Chemie zwischen Streckenführung und Steuerung liegen kann. Je schwieriger, desto unvergebender wird das Spiel.

Die effektivste Möglichkeit besser zu werden, ist natürlich, die Strecken zu verinnerlichen, was bei der Auswahl von insgesamt 8 Kursen nicht lange dauern sollte. Bei der Charakter- und somit auch Fahrzeugwahl stehen euch 11 Gleiter mitsamt Piloten zur Verfügung, die sehr schön in diese Zukunftsatmosphäre hinein passen. Cypher Reid ist der Protagonist, den ihr im Story Modus lenkt. Weiterhin gibt es Orno vom Eisplaneten Hielo, Ayya eine Art Elf vom Waldplaneten Ursa, usw. Bei den Fahrzeugen selbst wird mit den Werten Beschleunigung, Geschwindigkeit, Beweglichkeit, Schild und Auftrieb unterschieden.

Im Einzelspieler dürft ihr von den 4 Welten mit je 2 Strecken selbst wählen, während im Meisterschaftsmodus zufällig die Strecke ausgesucht wird. Runden "fährt" meistens zwei oder drei, können aber nicht eingestellt werden, sondern das gibt der Level vor.

Mit Kaboom um die Kurve
Auf den Strecken befinden sich diverse Ringe, durch die ihr durchfliegen könnt um von den Effekten zu profitieren. Da gibt es Heilung, Schilde und Beschleunigung, aber auch Waffensysteme. Hier dürft ihr euch an Lenkrakten, Feuersalven, Raketeantrieb und Mienen bedienen. Mit den Waffen könnt ihr dann den Vorder- oder Hintermann anvisieren. Ganz pfiffig gelöst ist das bei der Miene, bei der man ein Bild des Verfolgers erkennt, wenn er sich perfekt in der Fahrtlinie befindet. Trotzdem ist das gar nicht so einfach zu meistern, denn auf den Strecken sind Hindernisse verbaut. Laserschranken, sich bewegende Stahltüren, Steine und Metallrohre zieren die Gegend, damit ihr keine Sonntagsspazierfahrt unternehmen könnt.

Wer mit Freunden spielen möchte, muss sich leider mit den Ranglisten begnügen, denn es gibt weder einen lokalen, noch einen Online-Multiplayer. Optisch ist der Titel ganz gut gelungen. Die Grafik erinnert mich stark an die Metroi-Reihe auf dem DS bzw 3DS: viele Details Farbgebung - optisch einfach fast alles: Ein düsterer, metallischer Touch. Die Musik dagegen ist zwar futuristisch, jedoch sehr repetitiv und geht leider nicht sonderlich ins Ohr.

FAZIT
Eigentlich habe ich mich schon etwas auf einen weiteren F-Zero-Konkurrenten gefreut. Optisch ist Lifespeed ansprechend, aber bei Umfang und Gameplay kann Lifespeed trotz des günstigen Preises leider nicht überzeugen. Die Idee mit dem Starfox-ähnlichen Fortbewegungsprinzip gepaart mit Waffen ist mal was neues, aber hier sollten echt nur waschechte Futuristic-Racer-Liebhaber zugreifen.

PS: Ein New 3DS ist Pflicht, da Lifespeed nicht auf einem 2DS oder (normalen) 3DS läuft.

DStroke *, 5.077 Zeichen, veröffentlicht am 18.02.2017 •
Singleplayer: 67%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo of Europe
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Nintendo Network Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 02.09.2017, Preis: 5.99€, 1 Spieler/in

Bilder

Lifespeed, Screenshot #1Lifespeed, Screenshot #2Lifespeed, Screenshot #3Lifespeed, Screenshot #4Lifespeed, Screenshot #5

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