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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2, Covermotiv Auf in die letzte Schlacht:
Fast jedes Kind kennt Harry Potter. Und so, wie der Charakter selbst, sind auch seine Fans erwachsen geworden. Mit "Die Heiligtümer des Todes" tritt der einstige Zauberlehrling den Weg ins Finale an. Das heißt, noch einmal zittern, bangen, und zaubern. Auch zum letzten Teil hat EA, wie bereits die Jahre zuvor, den passenden Videospiele-Ableger veröffentlicht. Ob das Spiel dem epischen Finale der Harry-Potter-Filme ebenbürtig ist, erfahrt ihr jetzt:

Der Kampf zwischen Gut und Böse ist komplett ausgeartet. Ein regelrechter Krieg der Zauberer, lässt selbst Hogwarts als Zuflucht zusammenbrechen. Voldemorts Schergen haben die Kontrolle über ganz England übernommen. Harry, Ron und Hermine sind auf der Flucht, denn die Lage scheint aussichtslos zu sein. Um ihre noch einzig verbliebene Chance zu nutzen, macht sich das Trio auf um die Heiligtümer des Todes zu finden. Nur diese magischen Artefakte ermöglichen noch einen Sieg über Voldemort. Ohne eine Ahnung, wo sich das verschollene Objekt befindet, treten Harry und seine Freunde die beschwerliche Reise an.

Die Geschichte um den letzten Teil wird auf der DS-Version sehr grob und zusammenhanglos erzählt. Leider ist das sehr Schade, denn ein Spiel wie dieses, sollte eigentlich von der Tiefe der Story leben. Nachdem Ihr euch für eine Sprache und einen von zwei Speicherständen entschieden habt, dürft ihr eurem Charakter einen Namen geben.

Nach einer kurzen Videosequenz, finden sich Harry und seine Freunde in einem Verließ wieder. Nun heißt es erst einmal, alles zu erkunden. Ihr übernehmt dabei nicht nur die Rolle des Hauptprotagonisten Harry, sondern ihr schlüpft zusätzlich in die Rollen von Hermine, Ron, McGonagall, Seamus, Neville und Professor Flitwick.
Jeder von ihnen hat besondere Fähigkeiten, die im Spielverlauf sehr hilfreich sein werden. Harry kann beispielsweise Dinge zusammenfügen, so entstehen Fässer, die wiederum für Schalter oder Abgründe benötigt werden. Ron besitzt die Gabe, Licht von einer Quelle zur anderen wandern zu lassen. Hermine nutzt ihre Magie um Türen zu öffnen, indem sie einen magischen Schlüssel zaubert und Neville beschwört Ranken um Hindernisse zu überbrücken.

Möchtet ihr ein bestimmtes Objekt verzaubern, genügt es, dieses zu berühren. Daraufhin erscheint ein Zeichen, das mittels Touchpen nachgezogen werden muss, um so die Gabe jedes Einzelnen zu aktivieren. Zeitgleich stehen euch zwei der beliebten Charaktere zur Verfügung und zwischen diesen muss auch regelmäßig gewechselt werden, um deren Vorteile für den aktuellen Raum auszuschöpfen und ein Weiterkommen zu garantieren.

Schon früh zeigt sich, dass das actionlastige Spiel nicht auf Rätsel verzichtet. Jeder Raum sollte dabei bis auf das kleinste Detail erkundet werden, um versteckte Schalter nicht zu übersehen, doch generell sind die Aufgaben um Tür und Tor zu öffnen nicht unnötig schwer gestaltet. Ein kleines Beispiel dazu: In einem Raum sind vier Schalter, die in einer bestimmten Reihenfolge betätigt werden müssen. Um diese zu finden, braucht ihr lediglich einer kleinen Katze folgen, die sich vor jedem Schalter hinstellt, der eingeschaltet werden soll.

Auch die Umgebung ist eurer Zerstörungswut vollkommen ausgeliefert. So erschließen sich Magiepunkte, die ihr für Gebietszauber nutzen könnt, um ganze Gruppen von Gegnern zu bekämpfen. Zudem findet ihr in den verschiedenen Orten eurer Reise auch Wappenstücke. Sammelt ihr pro Mission alle 4 Wappenstücke ein, darf sich am Ende des Levels über eine Belohnung gefreut werden, wie zum Beispiel ein neuer Herzcontainer.

Was anfangs sehr abwechslungsreich und spannend wirkt, lässt euch aber schon ab der dritten Mission ermüden. Denn überalle heißt es immer nur: betätige den Schalter, verschiebe den Block und vernichte alle Gegner.

Jetzt kommt der falsche Zauber:
Die Action wird auf dem unteren Touchsreen dargestellt. Oben hingegen befindet sich eine Karte, um die Orientierung zu erleichtern. Somit werden Harry und Co. simpel über euren Pen gesteuert. Das klingt ziemlich einfach, ist manchmal aber recht tückisch. Denn genauso wie die Bewegungen, wird auch das Zaubern mittels Tippen auf den unteren Bildschirm ermöglicht. So kann es durchaus sein, dass wenn eurer Charakter einfach nur rennen soll, stattdessen zaubert.

Wer es aber lieber altmodisch mag, darf die Figuren auch gerne über das Steuerkreuz durch das Herrenhaus Hogwarts oder die Kammer des Schreckens, schicken. Gerade in bestimmten Passagen, wie eine hinter euch einstürzende Brücke, ist das Steuerkreuz sicher die bessere Wahl.

Da eure Gegner aber auch nicht gerade die Intelligentesten sind, ist die Steuerung selten ein Problem. Da mutet euch euer Begleiter schon wesentlich mehr zu, denn dieser denkt selten daran, euch zu helfen. So müsst ihr euch alleine gegen die Schergen von Voldemort zur Wehr setzen.

Wer nach einigen Geschossen in Richtung Feind den Weg freigemacht hat, um nun auf den Endboss zu treffen, wird abermals enttäuscht werden. Auch dort erwartet euch kein atemberaubender Kampf. Theoretisch macht ihr dasselbe wie schon im ganzen Spiel: ihr tippt auf den Touchscreen und werft mittels Zauberstab ein paar Feuerbälle oder Steine auf den Gegner.

Technik und Umfang
Auch wie bereits im Vorgänger ist dieser letzte Teil der Harry-Potter-Saga ebenso wenig eine Augenweide. Für einzelne Elemente, wie der Detailreichtum der Charaktere, wurde nun aber mehr Augenmerk genommen. So sind die einzelnen Figuren besser zu unterscheiden. Die Gestaltung der Welten sind akzeptabel, aber sicher nicht auf dem Niveau dessen, was ein DS eigentlich zu bieten hätte. Der Sound wirkt in der kompletten Spielzeit bedrohlich und es macht keinen Unterschied, ob ihr von Feinden eingekesselt seid, oder nur nach Items sucht.

Und nach maximal 8 Stunden Spielzeit und einer sehr linearen Story, dürft ihr endlich Voldemort entgegentreten und die Geschichte von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" beenden.

Wer dennoch einfach nicht genug von dem ehemaligen Zauberlehrling bekommen kann, hat die Möglichkeit, über den Titelbildschirm den Mehrspieler-Modus zu spielen. Dann dürfen beide Spieler einen Charakter auswählen, um sich zu duellieren. Die spielbaren Charaktere sind durch die Story aber noch erweiterbar. So stehen mit der Beendigung einiger Missionen, neue Figuren zur Verfügung. Schafft ihr es gar, alle grünen Münzen (Dunkles Mal-Token) zu sammeln, steht euch sogar Voldemort selst in der Auswahl bereit. Eine Runde zählt dann für denjenigen als gewonnen, der die meisten Magiepunkte gesammelt hat. Eine Statistik im oberen Bildschirm zeigt euch den aktuellen Stand.

Fazit
Niemand erwartet von einer Filmadaption, dass sie umwerfend toll ist, aber in einigen Punkten hätte ich mir doch mehr Liebe zum Detail erwünscht. Für Fans und Gelegenheitsspieler mag es ein nettes Abenteuer sein, für all jene die mehr für ihr Geld erwarten, sollte der Kauf von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2, gut überlegt sein.

Singleplayer: 51%
Multiplayer: 55%

Zuckerbrot *, 7.018 Zeichen, veröffentlicht am 13.07.2011 •
Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Electronic Arts.
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Rezensionstext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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User-Kommentare
websstefan
Avatar von websstefan
Registriert:
16.06.2010, 13:38:56
Kommentar #1 vom 22.07.2011, 19:01:13 Uhr

EA könnte soviel aus den Spielen machen aber man presst einfach die Grafiken ins Modul und zu Schluss noch irgendwie die Story. Und so wurde das Spiel produziert. Es gibt wirklich super DS-/Wii Spiele aber von EA werde ich zurzeit immer enttäuscht.
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