Laufrhythmus DS - Bring Bewegung in Dein Leben!

Nintendo DS

Laufrhythmus DS - Bring Bewegung in Dein Leben!, Covermotiv
Was schonmal positiv zu vermerken ist, dass "Walk with me - Do you know your walking routine?" mit zwei sogenannten Actimetern ausgeliefert wird, einmal in weiß und einmal in schwarz. So können sich von Anfang an zwei Personen registrieren und ihre Werte messen lassen.

VOREINSTELLUNGEN
Startet man die Software gelangt man sogleich in das Menü in dem sofort bei der Erstbenutzung aufmerksam gemacht wird, dass man einen von bis zu acht Actimetern auf der Cartridge registrieren soll. Dabei werden Daten verlangt wie z.B. den vollständigen Namen, Geburtstdaum oder die Lieblingsfarbe. Des Weiteren muss man eine Mii auswählen. Entweder wählt man eine vorgefertigte Mii aus oder lädt sie von der Wii auf den DS. Das ist speziell für den Nintendo DSi interessant, da er einen SD-Karten-Slot und internen Speicher besitzt. Nachdem all diese Daten abgefragt wurden und die Mii erstellt wurde muss man seinen Actimeter, den man wahlweise in der Hosentasche oder mit einem Zusatzklipp an einem Hemd tragen kann.

Hier ist leider zu bemängeln, dass man die Klappe auf der Rückseite des Actimeters zuerst ab- und dann den Zusatzklipp wieder anschrauben muss. Dies ist vor allem für Benutzer nicht gut gelöst, die es lieber meiden an ihren Originalgeräten herumschrauben. Nach ein paar weiteren Worten ist der Actimeter nun bereit deine Schrittzahl beim Gehen zu messen. Nun kann man jederzeit durch einen Druck auf ihn, sofern man ihn auf die Cartrdige ausrichtet und die Software läuft, auf dem NDS die Anzahl der Schritte und die zurück gelegte Strecke in Erfahrung bringen. Nachdem dies geschehen ist kann man mit dem DS-Modul vorerst nichts mehr anfangen - außer ein paar kleine Spiele nebenbei spielen, auf die ich später eingehen werde. Das heisst, die Actimeter arbeiten ganz allein und brauchen nur von Zeit zu Zeit das Modul, also den DS, um die Daten auswerten und präsentieren zu können.

LET THE SHOW BEGIN
Jetzt heißt es fleißig herumlaufen. Egal ob man zur Arbeit oder Schule geht, einen Spaziergang macht, Einkaufen geht oder auch beim Sport ein paar Strecken läuft oder sogar rennt, der Actimeter erkennt wie schnell und wann man sich fortbewegt. Dabei geht das Messgerät folgendermaßen vor:

Die ersten Schritte, die man macht, werden sofort notiert. In meinem Fall war es zum Beispiel morgens um 7:35 Uhr. Hier werden auf der entsprechenden Grafik solche Ruhephasen, also Momente in denen man sich nicht bewegt oder nur mit mäßiger Geschwindigkeit voranschreitet, in Weiß dargestellt. Bewegt man sich für ein paar Minuten, wie z.B. ein Gang zur Toilette, wird dies als "normales Gehen" mit der Farbe Blaue gekennzeichnet. Läuft man allerdings mehrere Minuten am Stück, so wird dies in der Farbe Rot als "aktives Gehen" markiert.

Also heißt es, dass der Actimeter den gesamten Tag über deine Schritte zählt und mit welcher Geschwindigkeit man sie ausführte. Letzteres wird zwar nicht mit absoluten Zahlen angegeben, aber die relativen Farbbalken in der Übersichtsgrafik zeigen einen ausreichenden Vergleich, wie schnell und lange man unterwegs war.

Gegen Abend, um ungefähr 21:30 Uhr, hört der Actimeter auf zu messen, weil er diese Uhrzeit automatisch als Ruhephase interpretiert, da die meisten Menschen um diese Uhrzeit zur Ruhe kommen oder schlafen gehen. Hier besteht allerdings ein Fehler, denn eine zweite Testperson, die den zweiten Actimeter verwendete, musste bis 2:00 Uhr nachts arbeiten, allerdings wurden die Schritte ab 21:30 Uhr nicht mehr aufgezeichnet, da das Gerät ja ab dieser Uhrzeit automatisch auf die Ruhephase umstellt. Also sind leider alle ab dann gelaufenen Schritte verloren und das Ergebnis wurde verfälscht.

ICH BIN EIN PANDA
Während man seine Übersichtsgrafik kontrolliert, geht der NDS von morgens bis abends vor. Dabei werden nette Sätze eingeblendet wie z.B. um 14:30 Uhr (hier herrschte eine Ruhephase) als das Gerät fragte, ob man sich einen Kaffee gegönnt habe. Solche Sprüche lockern das Gesamtbild etwas auf und vermitteln nicht ein tristes Abfragen seiner Daten.

Des Weiteren werden stetig die aktivsten und inaktivsten Phasen des Tages mit denen der gesamten Laufzeit verglichen. So kann man anschließend in einer Gesamtübersicht mehrere Tage miteinander vergleichen und nachvollziehen, ob man einen ausgeglichenen und gleichen Tagesablauf hat. Denn genau darum kümmert sich der interne Actimeter. Er zeigt einem, wie ähnlich die Tagesabläufe sind; wo bzw. wie man läuft und wie viele Schritte man insgesamt gemacht hat. Dabei kann man sehen, ob man sich zu wenig bewegt, einen geregelten Tagesablauf hat oder eine gewisse Unruhe herrscht.

Hat man eine entsprechende Schrittzahl wie z.B. 3000 Schritte am Tag, erreicht, unter- bzw. überschritten wird man im Anschluss mit Tieren verglichen. So war ich den ersten Abend ein Koala, der gemütlich in seinen Bäumen hängt und nichts tut. Den zweiten Tag war ich dagegen ein Panda, der den Tag über ruhig angeht und zum Abend hin etwas aktiver wird. Anschließend kann man dem gesamten Tag eine Benotung geben, die in Form eines Stempels in dem Kalender dargestellt wird. Hier kommen so genannte Tagesaufgaben hinzu.

Sobald man sich abends das letzte Mal seine Ergebnisse angeschaut hat, wird einem eine Tagesaufgabe für den nächsten Tag gestellt. Darunter fällt zum Beispiel, dass man sich eine Massage gönnen oder selbst eine Tagesaufgabe überlegen soll, da so etwas das Gemüt und Tagesgefühl positiv beeinflusst. Ist diese Aufgabe erfüllt worden, wirkt sich dies auf den Tagesstempel aus, da sich dieser grün verfärbt und größer wird.

EINE PAUSE VOM LAUFEN
Möchte man ausnahmsweise mal nicht seine Schrittzahl messen kann man auch ein paar der integrierten Minispiele spielen. Diese vermitteln zwar Wissen über verschiedene Themen, sind aber dagegen nicht sehr langzeitmotivierend. Jedoch kann man seine Rekorde über WiFi mit anderen Spielern vergleichen, was ein nettes Feature, aber nicht unbedingt motivierend ist.

Grafisch ist "Walk with me" nicht sehr hochwertig, da es lediglich auf schlichten weißen Menüoberflächen basiert. Allerdings sehen die Miis recht niedlich aus und können genauso umfangreich erstellt werden wie es auf der Wii möglich ist. Akustisch ist die Software auch kein Highlight, und auch am Umfang hapert es, denn man kann lediglich Minispiele spielen, die Schritte messen und Tagesabläufe vergleichen lassen. Die Software erinnert zwar an Wii Fit, allerdings ist diese Version für den NDS im Vergleich zum Wii-Titel eine mehr als schlankere Version.

Die ersten 2-3 Tage unterhält das Ding wenigstens ein bisschen, weil man herausfinden möchte wie viele Schritte man macht und wie der Alltag aufgebaut ist, allerdings ist dann der Zauber vollends verflogen, weil man irgendwann keinen Sinn mehr darin sieht, seine Schritte den Tag über zählen zu lassen - es bringt einem ja irgendwie nichts. Und ob sich das für diesen Preis lohnt, muss man für sich selbst entscheiden.

Luigi-The-Best, 6.930 Zeichen, veröffentlicht am 25.06.2009 •

Keine Wertung, da ausser Konkurrenz!


Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo of Europe
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Releasedate: 05.06.2009, Preis: ca. 40-45€, 1 Spieler/in, beinhaltet zwei Actimeter

Bilder

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