LEGO Star Wars III: The Clone Wars

Nintendo DS

LEGO Star Wars III: The Clone Wars, Covermotiv
STAR WARS EPISODE 2,5
Star Wars. Seit 1977 ein Name, der für Filme, Bücher und unzählige weitere Merchandising-Produkte steht. LEGO. Ein Unternehmen, welches seit 1932 besteht und ein Name, der für unzählige Kinderein Begriff ist, der die Kindheit prägte.

Es schien unmöglich, dass diese beiden Markennamen irgendwie in einen Zusammenhang zueinander stehen konnten, bis zur Veröffentlichung von Star Wars Episode I eine Kooperation zwischen LEGO und Lucasfilm entstand. Viele Spielesets folgten, irgendwann erschienen dann das erste LEGO-Star-Wars-Videospiel, welches die Episoden I bis III enthielt, ein zweites, welches die Episoden 4 -6 enthielt und schließlich eine Zusammenfassung dieser beiden Spiele.

Neben der ursprünglichen Trilogie und der neuen Trilogie erschien noch vor einigen Zeiten eine Animationsserie, die mit einem Pilotfilm im Kino startete. Und eben diese Serie ist hier in einen Spiel zusammengefasst wurden, wobei kein Vorwissen von Nöten ist, da es sich bei diesem Spiel weniger um eine durchgehende Story, sondern eher um einzelne Missionen handelt, die mit jeweils eigener Story und Star-Wars-üblichem Vorspann vorher erklärt werden, ablaufen.

Wollen Sie die Macht benutzen, drücken Sie bitte die "A-Taste"
Durch diese Missionen, die von unterhaltsamen Zwischensequenzen eingeleitet und manchmal auch währenddessen von ihnen unterbrochen werden, lenkt man sein Helden-Team, welches meist aus vier Personen im Story-Modus besteht, und kämpft sich durch Planeten und sogar durchs All.

Das Spiel kann man grob in zwei verschiedene Spielarten unterteilen: Die Erste ist die, in der man als LEGO-Männchen durch verschiedene Umgebungen, wie z.B. Wüsten oder Fabriken läuft: Hierbei dient das Steuerkreuz zum Lenken der Spielfigur, der B-Knopf ist für das Hüpfen zuständig, der Y-Knopf lässt den Charakter seine Waffe benutzen, der A-Knopf ist der Knopf, welcher eigentlich die meisten verschiedenen Funktionen hat. So kann man damit Sachen aus umherliegenden LEGO-Steinen bauen, die Macht damit benutzen oder mithilfe des Enterharken Schluchten überwinden. Der X-Knopf erhält in diesem Spiel, er wird nur bei einigen wenigen Spezial-Aktionen bei bestimmten Figuren benutzt.

Wie schon weiter oben erwähnt, lenkt man sich durch ein Team aus mehreren Figuren durch die Umgebungen, wobei man mithilfe der L- oder R-Taste zwischen den Helden des Teams wechseln kann; dies hat jedoch nicht nur einen optischen Effekt, sondern auch einen spielerischen, so haben die einzelnen Figuren unterschiedliche Fähigkeiten, die man unterschiedlich kombinieren muss, um es bis zum Abspann zu schaffen. Jedis wie Anakin Skywalker können so z.B. das Laserschwert benutzen, Doppelsprünge durch zweimaliges drücken des Sprung-Knopfes ausführen oder die Macht benutzen, während Droiden wie R2-D2 durch die B-Taste kurzzeitig schweben und Schlösser knacken können.

Bei der zweiten Spielart handelt es sich Raumschiff-Missionen. Das Raumschiff lenkt man hier mithilfe des Steuerkreuzes, das Drücken des A-Knopfes hat einen kurzen Geschwindigkeitsschub zur Folge, mit Y wird geschossen, B dient zur Abfeuerung der Bomben, L und R sind zum Ausweichen nach links bzw. rechts oder zu einer Rolle durch Drücken beider Tasten von Nöten und der X-Knopf hat dieses Mal keinerlei Funktion.

Ab ins Abenteuer!
Die Reise geht durch 13 unterschiedliche Missionen, die auf den unterschiedlichsten Umgebungen und Planeten spielen. Beginnen tut man hierbei mit Yoda und zwei Klonkriegern auf einer Einöde, wo man sogleich die Macht benutzen kann und die erste Berührung mit der Währung im Spiel, den sogenannten "Studs" hat. Der Levelablauf ist im Prinzip immer das gleiche: Rumlaufen - Kämpfen - Macht oder Spezialfähigkeit benutzen - nebenbei Mal sterben.

Wobei zum "Sterben" gesagt werden muss, dass es hier nicht eine vorgegebene Anzahl von Versuchen gibt, sondern man verliert bei jedem Tod 1.100 seiner Studs, die in etwa da liegen bleiben, wo man stirbt. Sollte man also während eines Kampfes draufgehen, wäre es nicht sonderlich schlimm, da einfach wieder eingesammelt werden kann, was man verloren hat. Wenn jedoch hingegen die LEGO Figur in eine Schlucht oder in die Lava fällt, hat man die kostbaren Studs verloren.

In den Raumschiffmissionen wird der ganze Levelablauf auch nicht besser, im Gegenteil: "Zerstöre X Vulture Droids" und "Zerstöre XY" sind die einzigen "Aufträge" die man ausführt, besonders nervig ist hierbei jedoch, dass die meisten Sachen mit Raketen zerstört werden sollen und von eben jenen Raketen nur 6 vorhanden sind und danach wieder neuaufgeladen werden müssen.

Isngesamt sind die Raumschiffmissionen sehr nervig und zudem noch wiederholend, die Jump'n'Run-Missionen sind hingegen nur monoton, zusätzlich gibt es bei beiden Missionsarten kein "GAME OVER"; jedoch muss ich ehrlich gesagt zugeben, dass die Jump'n'Runmissionen dennoch sehr Spaß machen, da sich alles so schön zerstören lässt, das Einsammeln von Gegenständen irgendwie unterhaltsam ist und es immer neue Sachen zu entdecken gibt.

Studs, Minikits und der mächtige rote LEGO-Stein!
Und nun kommen wir zu dem, was dieses (und allgemein alle LEGO-Videospiele) ausmacht und zwar die Tatsache, dass es unglaublich viel in diesen zu Sammeln gibt: So z.B. die oben angesprochenen Studs, die im Spiel als Geld dienen und mit denen man sich neue Extras oder Figuren für den "Freien Modus", in welchem man jede Mission nochmal mit beliebigen Figuren spielen kann, kaufen kann.

Zusätzlich existieren noch die gut versteckten "Minikits", wovon es in jedem Level 10 Stück gibt. Was genau das Einsammeln dieser 10 Minikits bringt, sei an dieser Stelle jedoch nicht verraten. ;-) Last but not least gibt es noch den roten LEGO-Stein, der sich in jedem Level genau einmal versteckt, zu finden, welcher gewisse Extras zum Kauf freispielt. Was das ist, verrate ich nicht, aber die meisten dieser Extras sind sinnlos.

Grafik & Sound
Die Grafik ist für den Nintendo DS in recht gutem 3D gehalten, jedoch lässt sich The Clone Wars an manchen Stellen nicht so gut spielen, da es, wie bei der 3DS-Version des Spieles, oft zu Perspektiven-Schwierigkeiten kommt: So denkt man, dass genau die richtige Sprungrichtung über die Klippe gewählt wurde, dennoch landet man aber in der Schlucht, trauert seinen verlorenen Studs hinterher und verflucht dieses Spiel dafür!

The Clone Wars wird manchmal von bekannten Stücken aus der Star Wars Reihe, manchmal von selbstkomponierten Stücken begleitet. Allgemein kann man jedoch sagen, dass der Sound weder positiv, noch negativ auffällt, also eine typische eine "Hintergrundmusik" ist.

FAZIT
The Clone Wars hat sowohl positive, als auch negative Punkte: Positiv fällt auf, dass das Sammeln der Gegenstände und das Zerstören der gesamten Umgebung irgendwie Laune macht. Doch andererseits fallen die Raumschiffmissionen, die Perspektive sowie der leichte Schwierigkeitsgrad der Story negativ auf.

Fans der Spiele, allgemein LEGO oder Star Wars, oder jüngeren Spielern, sei das Spiel herzlichst empfohlen, alle andere sollten aber vielleicht erst einmal zur Probe spielen.

King Bowser *, 7.115 Zeichen, veröffentlicht am 06.04.2011 •
Singleplayer: 64%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Activision
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 25.03.2011, Preis: ca. 35-40€, 1 Spieler/in

Bilder

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