Eyes on Nintendo

Mystery of Columbus

Mystery of Columbus, Covermotiv MEHR NICHT
Es ändert sich irgendwie nie etwas. Weder innerhalb desselben Titels noch innerhalb des gesamten Genres: Man sucht Gegenstände auf großen Bildchen - mehr nicht. Ab und zu drückt man vielleicht mal eine Textbox weg, oder agiert innerhalb eines meistens großzügigen und recht konsequenzlosen Zeitlimits, aber sonst gibt's keine Variationen.

Leider schlägt auch "Mystery of Columbus" in dieselbe Kerbe. Wer schon irgendeinen der vielen, vielen DS-Wimmler kennt, weiss genau, was ihn hier erwartet: Ein solider Standard rund die Abenteurerin Virgina, die das Schiff von Christoph Columbus aufspürt; wobei die Story auch hier eigentlich nicht mehr ist, als ein paar Textboxen, die zwischen den einzelnen Suchbildern eingeblendet werden. Das heisst, es gibt zwar hier und da immer mal wieder ein paar winzige Kombinationsrätsel, oder man muss eine Luke öffnen, aber auch das kennt man ja schon aus vielen Wimmlern. Dazu die übliche, zweckmäßige Optik mit Standbildcharakter und angenehmer Hintergrundmusik.

FAZIT
Ich wüsste wirklich nicht, was ich noch schreiben könnte, ohne bereits hundertmal Gesagtes nicht zu wiederholen. Das wird einerseits die Fans freuen, denn die kriegen exakt das, was sie suchen. Aber andererseits sind es letztlich nur Variationen von Suchbildern und zu suchenden Gegenständen, denn es unterscheidet sich praktisch durch nichts von den anderen, auch, wenn das Cover sich Mühe gibt, dies so gut es geht zu kaschieren, und z.B. von "130 Rätsel & Minigames" prahlt oder von einer "Verschwörung" die Rede ist. Spätestens nach 5-6 Stunden ist man durch damit.

"Mystery of Columbus" ist als Wimmelbildspiel für sich allein betrachtet gut geworden. Aber innerhalb des Genres soetwas wie ein Allerweltsgesicht der Wimmelbildspielwelt - wie alle anderen Wimmelbildspiele auch. Wirklich, es ist egal, ob es dieses hier ist, oder Samantha Swift and the Hidden Roses of Athena, Hidden Mysteries: Buckingham Palace - Auf den Spuren der Royals, Jewel Quest Mysteries oder z.B. Mystery Case Files: MillionHeir ist... Sie sind alle gleich.

Ebenfalls ein "Auch" muss ich wieder für den Preis anbringen. Denn die DS-Wimmler sind zumeist PC-Ports der jeweils gleichnamigen Titel, die oftmals schon für ein Drittel des Preises zu erstehen sind. Das heisst, man kann sich entscheiden, ob man Geld spart, aber am PC relativ unbequem sucht, oder on man etwas mehr bezahlt, aber dafür mit dem DS auf der Couch lümmeln können will.

Singleplayer: 65%

TheUnknown *, 2.474 Zeichen, veröffentlicht am 29.10.2010 •
Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Buschbaum Media & PR GmbH.
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Rezensionstext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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