Alex Kidd: The Lost Stars

Sega Master System

Alex Kidd: The Lost Stars, Covermotiv
Rettung der Sterne
Die mysteriöse Gestalt Ziggarat hat insgesamt 12 Sterne des Sternzeichens Widder gestohlen und das Ziel des Spielers ist es, diese wiederzuerlangen. Hierfür muss er sich durch insgesamt 14 Level durchkämpfen - und natürlich warten eine Menge Gefahren auf den zu spielenden Protagonisten Alexx Kidd, wie zum Beispiel zu überwindende Abgründe oder eine Vielzahl an Gegnern. Ein Level gilt als beendet, wenn es gelingt, das Ziel zu erreichen. Sogesehen hat es ein paar Ähnlichkeiten mit Super Mario Bros. - nur halt ohne Pilze und Feuerblumen, sondern stattdessen mit anderen "Upgrades".

So schweben desöfteren kleine mit Buchstaben versehene Vierecke durch die Welt und warten nur darauf, eingesammelt zu werden. Nach dem Ergattern eines J's - für Jump - kann in etwa doppelt so hoch wie bisher gesprungen werden, wenn auch nur für eine Weile. Ein S(hoot) hingegen verleiht die sogenannten Wolkenschüsse. Mit diesem können, ähnlich wie die Feuerbälle aus der Mario-Reihe, kleine Luftstöße verteilt werden, die die meisten Gegnersorten und Geschosse augenblicklich beseitigen, allerdings sind auch diese nur begrenzt verfügbar - jedoch findet man diese so oft, das sie im Grunde nie ausgehen. Für einen höheren Munitionsverschleiss ist ein Schnellfeuer verfügbar, das aber so gut wie nie gebraucht wird.

Etwas anders verhält es sich mit der Energieanzeige, welche aus mehreren kleinen Balken besteht. So wird nicht nur Schaden genommen, indem Gegner aus Versehen berührt werden, sondern auch schon, während durch das Areal gestreift wird. Sie stellt mehr oder weniger auch die Zeit dar, die der Spieler zur Verfügung hat, um das Level zu absolvieren. Denn sinkt diese Anzeige auf Null, ploppt ein "Time's Up" auf dem Bildschirm auf. Passend dazu können in den Welten auch SC - für Sekunden - erlangt werden, diese geben zusätzliche Energie/Zeit, und umso mehr von dieser am Ende übrig ist, desto höher fällt der Bonus aus, der dann verliehen wird.

Doch selbst wenn es mal zu einem Game Over kommt, ist das nicht weiter tragisch, denn es kann bei demjenigen Abschnitt, in welchem man sich gerade befunden hat, weitergespielt werden - und muss so dann nicht nochmal ganz vorn gespielt werden. Eine Art Anzahl an verfügbaren Leben hätte der Software sicherlich nicht geschadet, denn es immer wieder solange zu versuchen, bis man es irgendwann geschafft hat, ist nicht schwer.

Zudem gibt es eigentlich gar nichts in dem Titel, bis auf vielleicht 2-3 Stellen, welche auch nur annähernd fordern. So wird für ein Level allerhöchstens (!) 5 Minuten gebraucht. Das liegt zum Einen daran, das die Gegnerideen zwar alle schön und gut sind, jedoch bloßes Berühren reicht, diese zu besiegen (von dem wirklich geringen Schaden, welcher einem dadurch selbst zufügt wird, mal abgesehen) und zum Anderen, dass die KI immer gleich und so vorhersehbar reagiert. Manchem Gegnertyp, welcher einen beim ersten Mal noch überrascht hat, weil er plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht ist, wird nach einer Weile schon ausgewichen, bevor dieser überhaupt erscheint.

Was ich wirklich sehr schade finde, ist, dass es als Spiel mit 12 Welten (insgesamt waren es 14) betitelt wurde, in Wirklichkeit aber nur 7 waren, denn nach der siebten geht es wieder mit Areal 1 los, mit dem Unterschied, das alles ein wenig schwerer gestaltet ist, wobei selbst das für Neulinge ein absoluter Klacks sein sollte. Der Unterschied letzendlich besteht auch nur darin, das zum Beispiel statt 2 nun 3 Gegner auf einen warten und die Energieanzeige sich deutlich schneller vermindert.

Grafik & Sound
Grafisch ist das Spiel für damalige Verhältnisse absolut in Ordnung, die (wenigen) Level sind sehr abwechslungsreich und haben immer wieder neue optische Elemente zu bieten. Der Sound verhält sich eher unauffällig - das Einzige, was einem wirklich verdammt(!) auf die Nerven gehen kann, ist das Geräusch, welches die Spielfigur von sich gibt, wenn es durch irgendetwas Schaden nimmt - und umso öfter man es zu hören bekommt, desto schrecklicher wird es...

Fazit
Die größte Schwäche von Alex Kidd: The Lost Stars ist, dass es wirklich viel zu leicht und außerdem viel zu kurz ist. Bis zu diesem, ich nenn es mal "ersten Durchlauf", habe ich gerade einmal 20 Minuten gebraucht, für den Zweiten 25 Minuten - das macht für das komplette Spiel 45 Minuten Spielzeit.

Zwar wird die höchste Punktzahl als Highscore gespeichert, aber das ist einfach zu wenig. Bis zu Level 7 hat es mir dennoch Spaß bereitet, danach war es, wie schon gesagt, einfach nur noch dasselbe.

Lohnt sich nicht!

Koopa Troopa, 4.574 Zeichen, veröffentlicht am 04.01.2012 •
Singleplayer: 43%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo of Europe
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Kann über den Nintendo Wii Shop heruntergeladen werden Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 01.01.1988, Preis: 500 Nintendo Points (entspricht 5€), 1 Spieler/in

Bilder

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