Snakebyte power:pack for Wii U GamePad

Nintendo Wii U

Snakebyte power:pack for Wii U GamePad, Covermotiv
LUFT NACH OBEN
Das power:pack aus der Verpackung zu nehmen, ist kinderleicht, da der Blister nicht verschweißt ist, sondern nur aus dem Karton herausgezogen werden muss. Neben dem Akku gibt's noch einen kleinen Schraubendreher und eine Bedienungsanleitung. Die Installation des power:packs gestaltet sich gänzlich unkompliziert. Die Schräubchen am Akkudeckel auf der GamePad-Rückseite lösen, nun den Akkudeckel ab-, den Original-Akku herausnehmen. Jetzt das power:pack statt des Akkudeckels in den Akkuschacht des GamePads einlegen (Akku und Akkudeckel sind beim power:pack eine Einheit!), festschrauben und den kleinen power:pack-Schalter auf der Rückseite von "Open" auf "Close" schieben. Beim letzten Schritt (auf "Close" stellen) muss man sanfte Gewalt anwenden. Dies rührt daher, dass beim Schieben des Schalters der Akku mit der Strombuchse im Akkuschacht verbunden wird.

Doch bevor es überhaupt losgeht, habe ich das power:pack zuerst einmal bei einer Runde Sonic Lost World absolut leergespielt, denn frisch aus der Verpackung entnommen, ist sein Ladezustand bei etwa 50%, wie das System-Menü der Wii U behauptet.

VERGLEICH
Übrigens wird bereits beim Öffnen des Akkudeckels deutlich, dass der Original-Akku für das GamePads gerade zweieinhalbmal so groß ist, wie der Akkuschacht. Nintendo war sich also sehr wohl dessen bewusst, dass der Akku ab Werk nur ein Kompromiss ist und man zur Sicherheit noch Luft nach oben lassen muss.

Zum Vorabvergleich: Der originale GamePad-Akku bietet 1500 mAh, basiert auf der Lithium-Ionen-Technologie und ist, wie schon erwähnt, 2,5mal so groß, wie der Akkuschacht des GamePads. Das power:pack füllt den Akkuschacht ganz aus und hat 2500 mAh, fußend auf Lithium-Ionen-Technologie. Um jetzt einen Direkt-Vergleich zwischen dem Original-Akku und dem Snakebyte power:pack anbieten zu können, werden beide Akkus je wie folgt getestet:

  1. 1) Mit maximalem Stromhunger, das bedeutet: Helligkeitsstufe 5, Stromsparmodus aus (und sicher ist sicher: Rumble ein) - während ein extralanges Video mit 16:9-Format und 720p-Auflösung von der Wii U auf das GamePad gestreamt wird. Der Test läuft, bis der Bildschirm des GamePads ausgeht, weil der Akku vollständig leer ist.
  2. 2) Mit minimalem Stromhunger, also Helligkeitsstufe 1, Stromsparmodus an (und sicher ist sicher: Rumble aus) - während ein extralanges Video mit 16:9-Format und 720p-Auflösung von der Wii U auf das GamePad gestreamt wird. Der Test läuft, bis der Bildschirm des GamePads ausgeht, weil der Akku vollständig leer ist.
  3. 3) Die Zeit, die gebraucht wird, den jeweiligen Akku komplett vollzuladen. Vorher wurde der jeweilige Akku natürlich vollständig entleert. Aufgeladen wird dann jeweils mit dem Original-GamePad-Ladekabel, das der Wii U beiliegt, außerdem sind Konsole und GamePad während des Ladevorgangs abgeschaltet.
  4. 4) Zu guter Letzt wird per elektronischer Küchenwaage auf das Gramm genau ermittelt, wie schwer das GamePad mit dem jeweiligen Akku ist. Für diesen Test wird der jeweilige Akku ordnungsgemäß im GamePad installiert und es wird keinerlei weiteres Zubehör (wie beispielsweise Schutzfolien, Aufkleber, Silikonhüllen, Plastikcases, Ständer, Akkuladekabel, etc.) mitgewogen.

RESULTATE
Zur besseren Übersicht hier die Ergebnisse auf einen Blick. Die Werte lesen jeweils die Stunden vor dem Doppelpunkt, die Minuten nach dem Doppelpunkt.

Original, 1500 mAh, 3,7 V
  1. Ladezeit = 02:25 (von ganz leer bis ganz voll)
  2. Maximum = 02:49 (rot nach 02:17, Blinken nach 02:32)
  3. Minimum = 04:39 (rot nach 04:22, Blinken nach 04:31)
  4. Gewicht, GamePad+Original-Akku = 495 Gramm

power:pack, 2500 mAh, 3,7 V
  1. Ladezeit = 03:53 (von ganz leer bis ganz voll)
  2. Maximum = 04:38 (rot nach 03:45, Blinken nach 04:10)
  3. Minimum = 07:30 (rot nach 07:00, Blinken nach 07:13)
  4. Gewicht, GamePad+power:pack = 508 Gramm

Das power:pack erreicht unter maximaler Belastung beinahe denselben Durchhaltewert, wie das GamePad-Original unter minimaler Belastung. Im Alltag, also beim Aufladen oder bei GamePad-Nutzung, verhält sich das power:pack wie Nintendos Original, und es gibt auch keinerlei Kompatibilitäts-Probleme. Die GamePad-Haptik verändert sich ebenfalls nicht, abgesehen von einem wirklich winzigen Gewichtsunterschied, der gerade mal 13 Gramm beträgt, und den ich deshalb nicht wahrgenommen habe.

Nennenswert warm wird das power:pack, wenn es geladen oder im Betrieb genutzt wird, selbst nach Stunden nicht, mir jedenfalls, und ich habe häufig geprüft, ist nicht einmal aufgefallen, dass einer der beiden Akkus auch nur handwarm wurde. Im Betrieb leuchtet das Lämpchen vorn am GamePad blau. Ist das power:pack fast leer, wird das Lämpchen erst rot und dann einer Weile blinkt es rot, um zu signalisieren, dass man jetzt sehr bald mal nachladen sollte. Wird dann aufgeladen, leuchtet das Lämpchen orange, ist der Ladevorgang beendet, geht das Lämpchen aus.

FAZIT
Das Snakebyte power:pack macht im Alltag überhaupt gar keinen Unterschied zum GamePad-Original, abgesehen davon natürlich, dass das GamePad mit ihm lächerliche 13 Gramm schwerer ist, aber die Differenz bis zum nächsten Ladevorgang dafür weitaus größer ist. Die Installation ist zudem simpel und jedwedes GamePad-Zubehör, seien es Ladegeräte, Ständer, Schutzhüllen oder was auch sonst noch, bleibt unverändert nutzbar. Dass das power:pack ferner noch in schwarz oder weiss erhältlich ist, spricht ebenfalls für es.

Das Versprechen auf der Verpackung, man hätte "66% mehr Power" trifft (fast!) zu, beim ebenfalls auf der Verpackung genannten Vergleich, dies entspräche "6 Stunden Spielzeit", wird allerdings untertrieben, denn konfiguriert man sein GamePad auf minimalen Leistungshunger, können es sogar weit über 7 Stunden werden.

Darum: Kann sich mehr als sehen lassen, gerade bei diesem Preis, der bei den meisten Händlern bei ziemlich genau 20€ liegt. Meine Empfehlung!

TheUnknown *, 5.871 Zeichen, veröffentlicht am 12.10.2013 •

Schulnote: 1


Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Snakebyte Europe
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!
Releasedate: 08.2013, Preis: ca. 20-25€

Bilder

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