Cursed Castilla

Nintendo 3DS

Cursed Castilla, Covermotiv
Für Gott und Castilla
Es ist 1081, nach endlosen Kämpfen befindet sich das Land Castilla in einem See des Schmerzes. Es wird erzählt, dass Moura über ihre gefallene Liebe weinte. Ein Dämon hörte ihr Leiden und verführte sie. So wurden aus ihren Tränen Schlüssel, und mit diesen Schlüsseln kamen Dämonen in diese Welt. Wir, ein Ritter von Castilla, sollen jetzt für Gott und Castilla ausziehen, um das Land vom Bösen zu befreien. Aber wie üblich dient die "Story" in erster Linie natürlich als Ausrede, um Monster zu verkloppen.

Mit Schwert und Axt
Wie bei Cursed Castillas geistigen Vorfahren, Ghost 'n Goblins, schlagen wir jedoch nicht mit unserer Waffe zu, sondern werfen unsere Schwerter, Äxte und Co. auf die Bösewichte, um sie zu erschlagen. Und auch ansonsten orientiert sich das Kampfsystem sehr an Ghost 'n Goblins: Insgesamt gibt es sechs verschiedene Waffen, welche sich alle merklich unterschiedlich spielen und verschiedene Stärken und Schwächen haben. Welche Waffe wir finden ist hier jedoch nicht zufällig und kann sogar von uns bestimmt werden. Aus den Kisten fällt nämlich nur nicht die Waffe selbst, sondern eine Art Powerup mit Waffensymbol darauf, welches alle paar Sekunden wechselt. Welche Waffe wir also durch das Powerup erhalten, hängt gerade sichtbaren vom Symbol ab. Wir brauchen also nur zu warten, bis das Symbol unserer Wunschwaffe erscheintm bevor wir das Powerup einsammeln. Das ist zwar praktisch, sorgt aber auch dafür, dass wir meistens mit derselben Waffe rumlaufen. Wenn wir nicht sowieso gerade wieder "nur" ein Schwert haben, weil wir schon wieder gestorben sind.

Neben den Waffen gibt es außerdem noch unterschiedliche Items zu finden, von denen wir jedoch immer nur eines gleichzeitig besitzen können. Und natürlich verlieren wir bei einem Ableben nicht nur unsere Waffe, sondern auch die Items. Mit einem Schild können wir beispielsweise einen Treffer mehr einstecken, was uns klar das Leben retten kann. Das "X2" hingegen verdoppelt die Chance, dass Monster Gold hinterlassen. Da Gold jedoch ausschließlich unseren Highscore erhöht, hilft uns dieses Item im Kampf praktscih gar weiter.

Über die Welt und ihre Monster
In Sachen Gegner und Level sollte man keine Innovation erwarten. Meistens schnetzeln wir uns durch altbekannte Gebiete wie Wälder, Burgen oder Berge, und metzeln zumeist Zombies, Skelette und Harpyien nieder. Doch auch, wenn wir das alles schon 100mal gesehen haben, stören wir uns nicht wirklich an der Ideenlosigkeit. Und das liegt hauptsächlich am guten , runden Design des Spiels.

Die verschieden Level und Monster sind nämlich recht abwechslungsreich und herausfordernd gestaltet. Um die verschiedenen Gegner-Horden und Bosse zu besiegen, müssen wir deren Bewegungen genau studieren und taktisch geschickt vorgehen. Welche Taktik zum Erfolg führt, ist dabei nicht zuletzt auch vom Levelaufbau abhängig. So müssen wir in einer Höhle mit einem verringerten Sichtfeld kämpfen oder sind wehrlos, während wir im Turm eine Kette hochklettern. Dadurch wird jeder Levelabschnitt zu einem spaßigen Geschicklichkeitspuzzle, welches von uns geknackt werden will.

Von Frust und Ehrgeiz
Wie für Retrospiele üblich, hat auch Cursed Castilla einen sehr knackigen Schwierigkeitsgrad. Die Checkpoints sind zwar recht großzügig gesetzt und das bleibt Spiel in den meisten Fällen fair bleibt, stören wir uns nicht wirklich daran, außer, man ist blutige/r Anfänger/in. Denn alle anderen packt bis zum Ende der Ehrgeiz, denn das Level muss ja wohl zu schaffen sein! Zumal wir unendlich viele Continues haben und damit so oft scheitern können wie wir wollen.

Zumindest glauben wir das am Anfang. Denn nach circa 4 Stunden und 60 Continues haben wir zum ersten Mal Moura besiegt. Allerdings bekommen wir nur das schlechteste von mehrere Enden zu sehen und der Zugang zum letzten Level bleibt uns verwehrt. Wollen wir wirklich alle Level sehen, müssen wir versteckte Gegenstände finden und dürfen dabei nicht mehr als 4 Continues verbrauchen.

Kurz: Der Aufwand, den man in Cursed Castilla stecken muss, um das letzte Level zu sehen, ist enorm. Aber wer sich nicht daran stört, das Spiel immer und immer wieder durchzuspielen, um das beste Ende zu sehen, wird sicherlich viel Spaß mit dem Spiel haben. Für alle anderen ist das Vergnügen mit gerade mal circa 4 Stunden (je nachdem wie gut man ist) doch recht kurz.

Cursed Castilla für den 3DS bietet einen schicken 3D-Tiefeneffekt, der sich sehen lassen kann. Außerdem wird der Touch-Bildschirm verwendet, um einen interaktiven Spielautomaten inklusive Bedienelementen darzustellen. Damit lässt sich theoretisch das ganze Spiel durchspielen. Praktikabel ist das natürlich eher nicht, denn nichts ist so präzise wie Buttoneingaben, aber nett, dass immerhin die Wahl gegeben wird.

Fazit
Cursed Castilla ist ein sehr gutes retro-like Spiel, welches den Charme der Ghost-'n-Goblins-Reihe super einfängt - allerdings ist der Schwierigkeitsgrad nicht von Pappe! Naja, retro-like eben! :)

Tif, 5.002 Zeichen, veröffentlicht am 22.07.2017 •
Singleplayer: 80%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 13.07.2017, Preis: 11,99€, 1 Spieler/in

Bilder

Cursed Castilla, Screenshot #1Cursed Castilla, Screenshot #2Cursed Castilla, Screenshot #3Cursed Castilla, Screenshot #4

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