Harvest Moon: Dorf des Himmelsbaumes

Nintendo 3DS

Harvest Moon: Dorf des Himmelsbaumes, Covermotiv
Harvest Moon: Dorf des Himmelsbaumes ist der Nachfolger von Harvest Moon: Das verlorene Tal. Wie auch dort schon setzt Dorf des Himmelsbaumes auf die Minecraft-ähnliche Landschaftsgestaltung. So spielt das Gestalten von Landschaften wieder eine sehr große Rolle: Man trägt etwas in Gebiet A ab, um es in Gebiet B aufzuhäufen. Und so verändert sich im Laufe des Spiels langsam der Look der Landschaft. Natürlich verlagert ihr nicht bloß zum Spaß die Erdschichten, sondern vergrößert so z.B. Seen um besser zu Angeln oder baut euch Wege um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Einst war das Dorf des Himmelsbaumes eine lebhaftes Dorf, aber heute lebt dort keine Menschenseele mehr. Ist auch kein Wunder, denn das ach so fruchtbare Land ist vollkommen vertrocknet. So sehr, dass das ganze Land nur noch grau ist - und so kann natürlich nichts und niemand überleben . Euer Ziel ist es, die sieben Himmelsbäume wieder zum Leben zu erwecken. Dies geschieht, indem ihr die Aufgaben der Erntegöttin erledigt, denn mit jeder erfolgreich abgeschlossenen Aufgabe erhält die Erntegöttin etwas von ihrer Kraft zurück, wodurch nicht nur ein neuer Himmelsbaum erweckt werden kann und dadurch mehr Land nutzbar wird, sondern ihr erhaltet einen Erntewicht, der euch bei eurer Arbeit unterstützt. Selbstverständlich beschränkt sich die Landwirtschaft nicht nur darauf, ein Feld zu bestellen, sondern auch Tierhaltung, der Anbau von Blumen, die Fischerei und sogar der Bergbau stehen euch zur Verfügung.

Ebenfalls werden viele Events - wie z.B. das Pferderennen - von Charakteren, die ihr während des Spiels kennenlernt, veranstaltet. Doch haben die Charaktere nicht nur Events für euch parat, sondern übernehmen auch die verschiedensten Aufgaben im Dorf, vom Koch bis zum Gebäudeingenieur. Die Charaktere wirken durch ihre verschiedenen Rollen und Lebenswandel lebendig und sind stellenweise sehr unterhaltsam, wie etwa ein französischer Akzent. Ebenfalls ist wieder sehr viel Geduld von Nöten, um alle Gefallen im Spiel zu erledigen.

Leider kann erst dann richtig in die Landwirtschaft einsteigen, wenn man eine gewisse Zeit gespielt hat und sich somit die größeren Geräte "erarbeitet" hat, sodass die ersten Spielstunden etwas langwierig sein werden. Allerdings muss auch trotz der besseren Gerätschaften einiges an Zeit in die Felder in den landwirtschaftlichen Großbetrieb gesteckt werden.

Ihr könnt euer Saatgut zu jeder Jahreszeit säen und müsst nur warten, bis genügend Zeit vergangen ist und die entsprechende Pflanze ausgewachsen ist. Bis dahin ist natürlich wieder viel liebevolle Arbeit, wie das Bewässern, notwendig. Dies gilt auch für die Tierzucht, denn eure Tiere brauchen nicht nur täglich Futter, sondern wollen auch in einem sauberen Stall leben und gepflegt werden. Viele Streicheleinheiten können sicherlich nicht schaden, denn natürlich werfen zufriedene Tiere bessere Erzeugnisse ab, als unglückliche.

Eure Roherzeugnisse könnt ihr wahlweise direkt in den entsprechenden Läden verkaufen oder ihr verarbeitet es z.B. in einer Mühle zu Tierfutter. Oder ihr stellt euren eigenen Dünger her, wodurch ihr eure Felder düngen könnt und eure Feldarbeit höherwertige Erzeugnisse liefert.

Zu tun gibt es also mehr als genug, nur gleichen sich diese Dinge allesamt etwas zu sehr, und das Handling über die Menüs, sowie das stetige "Alles einzeln auswählen und bestätigen" ist durchaus ein Spaßhemmnis. Ferner kommt man man sich vom Spiel gerne mal veräppelt vor. Denn enn auch nach gefühlt über 1000 Versuchen immer noch nicht das richtige Erz abgebaut wurde, geht die Motivationskurve in den Keller. Doch wenn man das gewünschte Erz doch irgendwann mal gefunden hat, findet man danach plötzlich wie Sand am Meer. Dies dämpft gewaltig die Motivation - und somit auch den Spielspaß..

Technik
Technisch ist fast alles in Ordnung. Besonders die Steuerung ist sauber umgesetzt und orientiert sich am Vorgänger. So erscheint, wenn ihr den Y-Knopf drückt, ein Bildschirm, bei dem ihr auswählen könnt, ob ihr auffüllen, graben oder pflügen wollt. Aber es wurmt gewaltig, sich immer diese Frage stellen zu müssen: Wieso kann man auf dem großen Feld nicht alle Pflanzen auf einmal begießen, ernten oder säen? Warum muss man beispielsweise den Befehl "Gießen" jedes Mal erneu ausführen? Eine echt mühsame Arbeit!

Der Sound ist weder schlecht noch gut. Er stört nicht, bleibt aber auch hängen. Optisch weiss die Grafik durchaus zu gefallen, aber leider kommt es ab und an zu kleinen Darstellungsfehlern. So stand ich nach einer Sequenz etwa mitten in einer anderen Person drin.

Fazit
Wer mit den Vorgängern und/oder mit landwirtschaftlichen Aufbaugames Spaß hat, darf einen Blick auf Harvest Moon: Dorf des Himmelsbaumes riskieren. Der gelungene Humor weiss zu unterhalten, und das Gameplay ist leicht verständlich und und die Atmosphäre kommt gut rüber. Leider nur muss man, wie schon im Vorgänger, zu lange warten, bis man manche Aufgabe abschließen kann - wobei dies in manchen Fällen sogar vom Zufall abhängig zu sein scheint.

Link500 *, 5.038 Zeichen, veröffentlicht am 09.07.2017 •
Singleplayer: 65%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Koch Media
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Nintendo Network Kann außerdem auch über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 01.06.2017, Preis: 30-35€, 1 Spieler/in

Bilder

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