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Monster 4x4 3D

Nintendo 3DS

Monster 4x4 3D, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Nintendo 3DS Lokales Spiel
Releasedate: 08.06.2012, Preis: ca. 30-35€, 1-2 Spieler/innen
Motoren an!
Anfangs erwartet mich im Menü eine Auswahl an Schaltflächen. Kurioserweise kann ich den "Karrieremodus", "direkte Action" (wohinter sich nur das einzelne Event des Karrieremodus verbirgt), "Multiplayer" sowie den obligatorischen "Optionen" und "Extras" (diese bestehen nur aus dem Trophäenschrank, den Credits sowie eine Sterungserklärung)nicht per Touchscreen anwählen. Überhaupt wird kein Gebrauch davon gemacht innerhalb des ganzen Spiels. Aber muss man ja auch nicht bei solcher Art Spielen.
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Nachdem ich den genau vier Stellen langen Spielernamen eingegeben habe (alle Tims, Toms, Jans, etc werden hier ganz schön diskriminiert ;-) geht's auch schon los. So nehme ich mir den Karrieremodus vor während stets bei Anwahl ein Lauftext auf dem oberen Bildschirm erklärt was bei Auswahl auf einem zukommt. Also A gedrückt und los geht die 15 Strecken währende Fahrt.
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Vor dem eigentlichen Rennen hat der Fahrer eines Boliden erst einmal die Wahl, welches Gefährt er aus den Kategorien Buggy, SUV, Muscle oder Spezial (z.B. ein getunter amerikanischer Schulbus) nimmt. In jeder Klasse stehen vier weitere Fahrzeuge und Skins bereit, die allerdings erst freigespielt werden müssen. Wurde sich für eins der Vehikel entschieden, jedes bringt etwas andere Eigenschaften wie Tempo, Lenkbarkeit, Crash-Power sowie Nitros mit, kann getunt werden. Mit Druck auf den Y-Button wählt der Spieler zunächst sein Skin aus und danach eine von vier Optionen, um Motor, Reifen, Nitro zu tunen.
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Hat der Fahrer im Rennen die ein oder andere Verbesserung freigeschaltet, muss diese erst aufwändig vor dem nächsten Rennen angewählt werden - und nimmt man wieder ein anderes Vehikel, so wird verlangt, auch hier wieder alles erneut auszuwählen. Warum nicht direkt als automatische Aufrüstung? Beim ganzen Aufmotzen fühlte sich das Bestätigen mit Y sehr befremdlich an und einige Male bin ich ohne Verbesserung ins Rennen gestartet, bin ich doch durch viele Games in diesen Fällen das Drücken von A oder vielleicht noch B gewohnt. Noch viel störender war die zeitverzögerte Navigation im Menü, jeder Tastendruck wird erst mit einem kleinen Moment des Wartens im Menü registriert. Wenn das hier schon so zähflüssig ist, wie mag es im Spiel aussehen?
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Gewohnt aus Spielen des Genres erhält der Fahrer Punkte für seine Platzierung unter den Top drei und kann nach den Rennen auf dem Treppchen Platz nehmen. Die Rennen an sich spielen in fünf Settings; zum Einen gibt es vor- und rückwärts gefahrene Renn-Events in der Arktis, Ägypten sowie einer japanischen Werft bei Nacht, zum Anderen so genannte Crash-Events in der Arena und auf einem Friedhof.
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"Gebt Gummi...
...oder auch nicht"! könnte das Motto heißen. Während meiner ganzen Spielzeit hab ich es nicht wirklich geschafft, aus den Puschen zu kommen. Hat mich dann einer von hinten gerammt, gings auch schon los. Das ist bei Monster 4x4 3D allerdings relativ gesehen. Das ganze Fahrgeschehen erinnert eher an eine Diashow als an ein flüssiges Rennen. Vor matschigen Texturen einer DS-würdigen Landschaft fuhr das wenigstens schöne, in 3D-dargestellte Fahrzeug mehr oder weniger wider einer guten Physik. Bei auf dem Tacho angezeigter Geschwindigkeit von um die 300 km/h ruckelte der Truck genauso wie kurz nach einem Crash.
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Wo wir schon mal beim Thema sind. Das Schadensmodell lässt auch zu wünschen übrig. Aber von vorn. Um Fahrzeuge, "Tuning" und Fahrzeuglooks freizuspielen, werden Crashpunkte benötigt. Diese lassen sich durch das Zerstören von allerhand Kram auf der Piste generieren. Dazu zählen kuriose Dinge wie Schneemänner, übergroße Dynamitstangen in der Arena oder ein Castortransporter! Wird reingerast erhält man unterschiedlich viel Punkte. Sowas zerrt natürlich am Blech. Allerdings scheinbar wild durcheinander. Mal hab ich ne kaputte Scheibe und "heile" mich dann aus mir unerfindlichen Gründen, mal geht mein Truck scheinbar ohne Grund zu Bruch.
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Auf der Strecke selbst gibt es ein paar Abkürzungen, aber ansonsten nichts vom Design her Spektakuläres. Hier und da ne Rutschpartie kann nicht wirklich begeistern. Genauso nutzlos sind auch die zwei Offensivwaffen Feuer und Eisrakete, so wie der Schild, die der Fahrer per Würfel auf der Strecke einsammeln kann. Das nicht direkt gefeuert wird, sondern aufgeladen o.ä., und der Schild eigentlich nutzlos daherkommt, fällt eh kaum auf, da auch die KI sehr zu wünschen übrig lässt.
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Im Grunde fährt man auf den drei Rundkursen quasi pausenlos als Erster seine Runden. Im Crash-Event sieht man seine Mitspieler zwar eher mal, aber nicht mal all zu geschicktes und ständiges im Kreis fahren und Reifenstapel und Grabsteine platt fahren, lassen einen auch Erster werden. Vom Spielgefühl her machen da die zwei Modi einen bestimmten Punktestand als Erster zu erreichen oder in einer Zeitspanne am meisten Punkte zu haben auch keinen Unterschied.
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Ein wenig Abwechselung bieten die Duelle, in denen es darum geht, als Gewinner die Ziellinie zu überqueren und so den eben besiegten Karren freizuschalten. Das war es aber auch schon - die 32 Trophäen sind zwar nicht alle leicht zu erspielen, aber gut ein Drittel davon kann man bereits mit akzeptabler Fingerfertigkeit im ersten Durchgang des Karrieremodus einheimsen.
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Ob zum Erreichen des Restes es sich wirklich lohnt, noch mal und noch mal zu spielen oder gar die Multiplayerspiele zu absolvieren, muss jeder selbst wissen, da jeder Mitspieler natürlich auch noch ein eigenes Modul benötigt. A propos Multiplayer: mehr als die bekannten Crashmodi gibt es nicht. Nur Zeit und Punkte - keine Strecken, in denen die KI durch echte Intelligenz ersetzt hätte werden können. Gääähn!
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Fazit
Oh man, Ubisoft - echt schade! Aus dem Spiel hätte was werden können. Der ganze Ansatz ist cool aber die Umsetzung katastrophal. Müssen selbst die Menüs hängen? Warum eine Umgebung in so matschiger Grafik? Ganz zu schweigen von der Technik der ganzen Software. Alles wirkt irgendwie lieblos. Der fehlende Schwierigkeitsgrad ist dabei sogar nur das I-Tüpfelchen. ...wenigstens der 3D-Effekt ist gut anzusehen - aber den braucht man hier am allerwenigsten.
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Leute, wenn ihr ein cooles Rennspiel mit Fahrzeugen nebst dicken Rädern haben wollt, dann schraubt eurem Mario-Kart dicke Pellen auf und fahrt in schöner Grafik mit schöner Technik - und lasst die Finger hiervon!

rudzen, 6.337 Zeichen, veröffentlicht am 28.06.2012 •
Singleplayer: 30%
Multiplayer: 20%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Ubisoft
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Nintendo 3DS Lokales Spiel
Releasedate: 08.06.2012, Preis: ca. 30-35€, 1-2 Spieler/innen

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