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Pilotwings Resort

Nintendo 3DS

Pilotwings Resort, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 25.03.2011, Preis: ca. 40-45€, 1 Spieler/in
BEI DIESEN VORZEICHEN?
Auf dem Super Nintendo hat es mich nicht recht interessiert, und auf dem Nintendo 64 eigentlich auch nicht - Pilotwings. Zwar zeigten beide Versionen zu ihrer Zeit, was in Zukunft grafisch ungefähr möglich sein wird, aber trotzdem war Pilotwings noch nie so wirklich auf meinem Radar. Gespielt hatte ich beide Titel zwar hier und dort, aber begeistert hatte mich keines.
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Jetzt kommt dieser Tage Teil 3, namentlich Pilotwings Resort, auf uns zu, und das hat zu allem Überfluss das Mii-Look-&-Feel und spielt sich auf - und vor allem über - Wuhu Island ab. Jener Insel, die wir bereits aus "Wii Fit", "Wii Fit Plus" und "Wii Sports Resort" kennen. Ist Pilotwings Resort also ein Reinfall? Bei diesen Vorzeichen? Muss ich mich für diese Rezension durch einen drögen Haufen Langeweile quälen?
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Mitnichten! Ich muss gestehen, dass ich keinerlei Scheu oder Bedenken hätte haben müssen. Und ich empfehle allen anderen, die ähnlich wie ich dachten, ihre Scheuklappen abzunehmen, und wir schauen mal, was uns erwartet! :)
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MISSIONEN
Zuerst natürlich das Hauptmenü, das uns neben 4 speicherbaren Spielprofilen mit separaten Spiel-Statistiken, den Missions-Modus, den Freiflug-Modus, Optionen und Dioramen bietet. Wobei die Dioramen nicht direkt wählbar sind, weil wir im Missions-Modus zuerst die Gold-Klasse gelöst haben müssen.
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Doch bevor wir Gold spielen können, müssen wir erst Anfänger, Bronze und Silber absolvieren, dann erst kommt Gold. Und wenn wir dann immer noch nicht genug haben, dürfen wir uns noch an Platin versuchen. Jede Klasse verlangt uns 6 Missionen ab - stets je zwei für das Flugzeug, den Raketengurt und den Hängegleiter.
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Ziel in jeder Mission ist es, möglichst schnell, ruhig und sauber zu fliegen, am Ende möglichst perfekt zu landen und zwischendurch auch noch möglichst viele Boni einzusammeln, durch Ringe zu fliegen, und so weiter und so fort. Für all diese Dinge gibt es eine Bewertung, die durch Sterne (ein Stern, zwei Sterne oder drei Sterne) und Punkte ausgedrückt wird. Je besser unsere Beurteilung, desto näher sind wir dem perfekten Missionsziel.
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So können wir eine Mission zwar auch abschliessen, wenn wir z.B. nur 120 von 150 möglichen Punkten bekommen, um so dann letztlich auch alle Klassen zu absolvieren, aber wer Wert auf Perfektion legt, wird an einigen Nüsslein zu knacken haben; hier den einen Ring nicht bekommen, dort von der Ideallinie abgewichen, woanders den Felsen gerammt und Zeit verloren, am Ende durch Unachtsamkeit die Landung verbockt... Das gibt später jede Menge Miese, motiviert aber umso mehr, wenn man dann irgendwann eine weitere Mission mit tadellosem Punktekonto beendet hat, um sich sogleich an der nächsten zu versuchen.
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Denn wie gesagt: Die Missionen einfach nur abzuschliessen ist nicht sooo wahnsinnig schwierig, auch, wenn die Anforderungen insgesamt schön und stetig ansteigen. Die wahre Herausforderung liegt darin, irgendwann einmal einen traumhaften "alles absolut perfekt"-Spielstand zu haben - und für DEN muss man wirklich richtig ackern. Und man SOLLTE auch dafür ackern, denn ansonsten ist man mit den Missionen in Pilotwings Resort nämlich in allerhöchstens 7-8 Stunden fertig - von den Boni, die hier und dort für besondere Leistungen abfallen, nicht zu sprechen. :)
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FREIFLUG
Der Freiflug-Modus ist im Wesentlichen eigentlich auch eher eine Art Mission. Wir bestimmen das gewünschte Flug-Vehikel, wählen die Tageszeit (zuerst haben wir nur "Tagsüber" zur Auswahl, können aber dann noch "Abends" und "Nachts" freischalten) und haben dann zwei Minuten, um Wuhu Island zu erkunden, bzw. um dort bestimmte i-Ringe zu finden, von denen es insgesamt 75 gibt und die allesamt mal sehr leicht und mal unter nur sehr vertrackten Umständen zu ergattern sind.
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Dafür aber bekommen wir hierfür verschiedene Goodies freigeschaltet, die dann im Spiel zur Verfügung stehen. Mit Ausnahme eines neuen Areals, denn wir werden niemals irgendwo anders herumflattern, als auf oder über Wuhu Island, was ich schon sehr schade finde. Könnte jedoch sein, dass Nintendo sich dachte, Wuhu Island am Tag, am Abend und in der Nacht haben zu können, würde genug Abwechslung bringen, doch eigentlich ändern sich immer nur die Lichtverhältnisse! ;)
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TECHNIK
Die Grafik ist hübsch, gestochen scharf und gerade nachts bietet sie durch die Signallämpchen eine tolle Atmosphäre. Doch alles in allem ist klar wie Kloßbrühe, dass bei "Nur-Mii-Optik" nichts exorbitant Wunderbares unsere Augen erfreut.
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Jedoch war ich umso erstaunter, wie hervorragend gerade bei Pilotwings Resort der 3D-Tiefeneffekt zur Geltung kommt, sofern er aktiviert wurde. Wirklich, wirkte der Effekt bei allen anderen Spielen ja bislang eher wie ein zusätzliches Gimmick, um die räumliche Tiefe etwas hervorzuheben, merkt man bei diesem Titel sehr deutlich, wie sehr "echtes 3D" ein Spiel bereichern kann. Entfernungen lassen sich so sehr gut abschätzen, und wenn man vom Horizont auf sich selbst zufliegt, ist man fast geneigt, sich unter seinen 3DS zu ducken. Hierfür auf jeden Fall beide Daumen nach oben.
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Dafür bewegt sich der Sound, wie auch die eigentliche Grafikeninge, wieder nur im Mittelmaß. Nichts nervt, nette Klänge, aber im Wesentlichen ist es nur Gedudel, das nicht weiter auffällt.
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Die Steuerung aber kann wieder richtig Punkte gut machen. Alle Flug-Vehikel lassen sich mit dem Circle Pad 1A steuern, wenn man verstanden hat, wie man z.B. an Höhe gewinnen oder Schnelligkeit zulegen kann - es braucht keine 20 Minuten, bis man den Bogen raus hat. Auf Wunsch kann die typische Fluggeräte-Steuerung auch vertauscht werden, sodass wir bestimmen können, ob sich das Vehikel bei "nach oben drücken" nach oben oder nach unten neigen soll. Mit dem Steuerkreuz kann dann zusätzlich noch die Kameraperspektive immer ein wenig verschoben werden, was aber eigentlich sowieso nur selten nötig ist. Da die Perspektive zu 95% immer genau richtig ist.
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FAZIT
Ich war erstaunt, dass Pilotwings Resort mir doch tatsächlich Spaß macht - muss ich offen zugeben. Bislang hatten "Mii-Spiele" ja nur selten viel Tiefgang, oder sie machten nicht viel länger Spaß, als vielleicht 2-3 Stunden. Aber Pilotwings Resort sieht sozusagen nur aus wie ein Mii-Spiel, spielt sich ansonsten nämlich 100%ig wie ein Pilotwings-Titel, und für mich persönlich sogar wie der bislang beste Pilotwings-Titel.
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Umso mehr ist es ärgerlich, dass es - wie bei Pilotwings leider üblich - arg an Umfang mangelt. Zwar kann man sich, wenn man auf Perfektion spielt, sicherlich 2-3 Dutzend Stunden mit Pilotwings Resort verdingen, aber bei so mancher Mission verlässt auch den Abgehärtetsten irgendwann der Spaß an der Freude, immer und immer wieder dieselben paar Runden zu drehen, weshalb es toll gewesen wäre, stattdessen einfach mehr Auswahl zu haben, um bei ganz besonders herben Aufgaben vielleicht erst nach zwei Tagen Missions-Pause frisch anzutreten, während man sich solange anderweitig mit anderen Missionen motiviert hätte.
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Um also zu unterstreichen, dass dieses Modul, solange man noch nicht alles erreicht hat, wirklich Spaß macht, vergebe ich 80% - sozusagen als symbolischen Charakter. Sobald man aber nichts mehr zu bewältigen hat, wird es wohl leider zustauben...

TheUnknown *, 7.231 Zeichen, veröffentlicht am 18.03.2011 •
Singleplayer: 80%

Für die Bemusterung bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 25.03.2011, Preis: ca. 40-45€, 1 Spieler/in

Bilder

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