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The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D

Nintendo 3DS

The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 17.06.2011, Preis: ca. 40-45€, 1 Spieler/in
Würde man eine Umfrage zum Thema "Welches ist deiner Meinung nach das beste Zelda-Spiel?" machen, würde sicherlich der größte Teil der antwortenden Personen mit "Ocarina of Time" antworten. Das angesprochene Spiel erschien 1999 für das Nintendo 64 und wurde und wird von Medien und Spielern bis heute durchgängig gelobt, und wird seitdem immer als Vergleichsmaßstab für andere Zelda-Spiele genommen.
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Auch Nintendo bemerkte diese Beliebtheit und so kam es dazu, dass es auf jeder Nintendo-TV-Konsole, die nach dem Nintendo 64 folgte, möglich ist, dieses fast schon legendäre Spiel zu spielen... und jetzt ist es endlich so weit! Zelda: Ocarina of Time erscheint für einen Handheld und nicht bloß als simpler Port, sondern als komplett restaurierte Version. Die Folge? Unglaubliche Freude bei den Fans; doch ist das Spiel wirklich so gut, wie alle sagen und vor allem: Ist es HEUTE noch wirklich so gut, wie alle sagen?
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Lasst uns auf eine Reise gehen. Eine Reise in das Abenteuer eines grünbemützten Helden im fernen Hyrule; ich, euer Reiseleiter, bin jemand, der das Spiel nicht in seiner Kindheit genießen konnte und es somit nicht durch Erinnerungen höher lobt als es wirklich ist, also: Schnallt euch an, denn der Flug geht gleich los...
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Der Held der Zeit!
...und der Begriff "Flug" trifft es wirklich gut, denn so beginnt dieses Spiel: Die Fee Navi wird vom Deku-Baum, welcher der Wächter des Waldes und des Volkes der elfenähnlichen Kokiri ist, losgeschickt, um den noch namenlosen Helden in spe"Link" zu wecken, damit dieser seiner Bestimmung folgen kann und das ganze Land vor dem drohenden Unheil rettet... doch schon auf den Weg zum Deku-Baum versperrt einer der Kokiri den Weg. Er erklärt, dass, wer zum Deku-Baum durchwill, Schwert und Schild besitzen muss. Also muss man sich erst genauer im Dorf umschauen, ehe das Land gerettet werden kann... und siehe da: Ein kleiner Spalt in einer Wand führt uns zum Schwert und durch viel Graszerkleinerung kann man sich den Schild kaufen. Mit dieser Bewaffnung darf man nun zum Wächter des Waldes gehen und das wirkliche Abenteuer beginnt. Doch das war nur der Anfang das vielen Suchens und Erkundens.
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Im Laufe des Kampfes gegen die bösartige Macht merkt der Held jedoch, dass er in seiner kindlichen Form noch zu schwach ist, um wirklich eine Gefahr für den Herrscher des Bösens Ganondorf zu sein und so nutzt er mithilfe der Ocarina natürliches Doping, nämlich normale Altern, allerdings in unglaublicher Geschwindigkeit, dazu, dem Bösen, als ausgewachsener Held der Zeit, Einhalt zu gebieten... aber ob das gelingt, liegt, wie wohl in jedem Videospiel, in euren Händen. ;-)
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Jäger & Sammler
Der zentrale Punkt des Spieles ist die "Ebene von Hyrule", über welche man - zu Fuß und später auch mit dem Pferd Epona - jeden der abwechslungsreichen Orte, wie z.B. das Dorf der steinähnlichen Goronen, betreten kann. Bei all diesen Orten widerum gilt es, Rätsel zu lösen, um geheime Pfade betreten zu können, wichtige Gegenstände zu erhalten, oder, oder, oder...
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Doch nicht nur Dörfer, Wälder und Steppen sind zu durchstreifen, nein, auch mehrere Tempel müsssen gemeistert werden. Diese sind stets verwirrend, sehr gut von Monstern bewacht und deshalb gefährlich, damit ja keiner entkommt. Ausserdem bietet jeder der Tempel immer einen einzigartigen, gut bewachten Gegenstand.
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Auf der Suche nach diesen Gegenständen, die für die Storyline von Bedeutung sind, ansonsten jedoch keinen genauen Nutzen haben, taucht man weiter und weiter in die Tempel ein, die allesamt einem bestimmten Thema zuzuordnen sind: So findet man beispielsweise einen der Tempel an einem Vulkan, der deshalb feurig heiß ist, und am Hylia-See befindet sich ein Tempel, der mit normaler Lunge nicht betreten werden kann.
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Innerhalb dieser Tempel muss man sich immer weiter durchkämpfen, von Raum zu Raum, bis man an eine verschlossene Tür kommt, welche natürlich mithilfe eines speziellen Schlüssels geöffnet werden muss, den man irgendwo innerhalb dieses Tempels finden kann. Am Ende jeden Tempels erlangt man schließlich dessen in einer großen Schatztruhe verstauten Waffe, mit der man den Tempel-Obermotz besiegen muss.
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Warum die Welt retten, wenn man sich auch mit Spinnen beschäftigen kann?
Aber es gibt nicht nur die für die Story wichtigen Tempel, Gegenstände und Aufgaben, sondern auch sogenannte "Sidequests", die für die Story zwar irrelevant sind, die Spielzeit aber verlängern und später gewisse Passagen erleichtern können.
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Ein Beispiel für diese Sidequests ist die Suche nach Herzteilen, die immer irgendwo in der Landschaft versteckt sind und nach und nach die Lebensenergie steigern, was bei so manchen Endbossen ziemlich gut gebrauchen kann. Ein weiteres Sidequest-Beispiel ist die Suche nach den goldenen Skulltullas, welche man durch das Finden und Besiegen goldener Spinnen erhält, den Skulltullas. Doch wofür die Skulltullas gut sind, verrate ich jetzt nicht.
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Remakes
Wie bei den vielen Remakes davor, wird auch bei diesem auf die Benutzung ausgewöhnlicher Steuerungsarten verzichtet: Link wird durch das Circle-Pad bewegt, das Schwert wird mit B gezückt, die Items können auf X und Y, oder auf Touchscreen-Buttons, gelegt werden. Der Touchscreen dient, außer zu der Aktivierung von Items, nur als Kartenbildschirm, was einigen sicherlich missfällt, doch von mir persönlich eher als positiv empfunden wird. Die Steuerung funktioniert sehr präzise, sodass man, wenn man mal von einem schmalen Pfad herunterfällt, wirklich selber daran schuld ist und man das nicht auf die Steuerung schieben könnte. ;-)
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Die Grafik wurde - natürlich! - aufgebessert und sieht sehr gut aus. Obwohl man sagen muss, dass der 3D-Effekt-Einsatz des Spieles deutlich anstrengender ist, als bei anderen Spielen, wie z.B. Dead or Alive, was aber auch an meinen Augen liegen könnte - doch nötigenfalls schaltet man den ja einfach ab... Der Sound hingegen ist beim Alten geblieben, was aber nichts Schlechtes ist, da dieser damals wie heute absolute Spitze ist.
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Bis hierhin könnte dieser Spieletest eigentlich fast 1 zu 1 für eine Rezension zum ursprünglichen Zelda: Ocarina of Time genutzt werden, doch hier ist die Frage: "Warum sollte ich mir die 3DS-Version kaufen, wenn es das ursprüngliche Spiel für 10€ bei der Virtual Console zu kaufen gibt?"
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Im Prinzip wurde im Spiel nichts Wesentliches verändert. Die Aufgaben sind dieselben und auch, wie man diese erfüllt. Die einzigen Unterschiede sind, neben der verbesserten Grafik natürlich, der Boss-Rush-Modus, den man in Links Haus spielen kann, indem auf Zeit gegen die bisher besiegten Endgegner nochmal gekämpft wird. Der zweite Unterschied liegt in den nun existierenden "Shiekah-Steinen", die über kleine Visionen mitteilen, was es als nächstes zu machen gilt.
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Der Dritte und gewichtigste Unterschied liegt darin, dass das "Master Quest" enthalten ist. Das Master Quest ist eine schwerere Version des originalen Ocarina of Time, in welchem das gesamte Spiel gespiegelt dargestellt wird (ja, Link ist hier auch plötzlich Rechtshänder), Gegner plötzlich an anderen Orten auftauchen und allgemein die Rätsel härter sind.
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Neben diesen drei Aspekten enthält das Spiel noch einige kleinere Verbesserungen: Im Wassertempel, der bislang bei vielen Fans als einer der schwersten Tempel galt, muss an drei Stellen des Öfteren den Wasserpegel innerhalb des Tempels geändert werden, um an verschiedene Ebenen zu gelangen. Das 3DS-Remake erleichtert diese Aufgabe etwas, indem die Räume, in denen der Wasserstand geändert werden kann, farbig-leuchtend gekennzeichnet sind.
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Ebenfalls verbessert wurde das auch Item-Menü. Während man zuvor auf drei verschiedene Item-Verwendungsbuttons festgelegt war und diese sehr häufig wechseln musste, gibt es beim 3DS nun vier Item-Slots, und die Ocarina hat einen eigenen, festen Platz auf dem Touchscreen bekommen, sodass sie keinen Slot mehr verbraucht. Außerdem befinden sich die Eisen- und Gleitstiefel fortan ebenfalls unter den anderen Items, statt im Ausrüstungsmenü. Dies ist deshalb praktisch, da sie sich nun jederzeit schnell an- und ausziehen lassen, ohne dafür ständig das Ausrüstungsmenü öffnen zu müssen. Eine weitere "Änderung" sind ein paar Easter-Eggs innerhalb des Spiels, aber diese müsst ihr schon selbst finden. ;)
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Insgesamt kann ich zu den Änderungen für das 3DS-Remake sagen, dass ich sie ein bisschen enttäuschend finde, da diese insgesamt sehr dürftig ausfallen und im Prinzip nichts Neues für das Spiel geschaffen wurde (das Master Quest existierte vorher schon für den Nintendo GameCube), obwohl sie schon sehr praktisch sind, also sei es jedem gleichgestellt, ob man nun eine der vorherigen und manchmal günstigeren Ocarina-of-Time-Versionen kauft und den Nostalgie-Bonus einsackt, oder stattdessen mehr ausgibt und die bessere Technik sowie das Master Quest genießt...
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FAZIT
Ich muss das Spiel bewerten und nicht die Umstände, die dieses Spiel umgeben - und deswegen kann ich nur sagen, dass dieses Spiel einfach nur grandios ist! Zirka 30 Stunden für die Story, 20 Stunden drauf, wenn man alle Sidequests macht und dann noch das Ganze verdoppelt, wenn man zusätzlich noch das Master Quest schaffen will - ergibt ein unglaublich langes und episches Spiel, welches ohne Zweifel das bisher beste Singleplayer-Spiel für Nintendo 3DS darstellt.
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Einziger Wermuts-Tropfen ist hierbei die Tatsache, dass dieser Titel nicht mehr als ein aufgebessertes Remake eines Spiels ist, das sowieso schon unglaublich häufig geportet wurde... wem diese Unkreativität aber egal ist, kann gerne noch 2-4 Prozentpunkte auf meine Wertung hinzuaddieren, denn Ocarina of Time ist nichtsdestotrotz einfach super.
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Also, was gibt's noch zu sagen? KAUFT'S EUCH!!!!!!

King Bowser, 9.735 Zeichen, veröffentlicht am 01.07.2011 •
Singleplayer: 91%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Durchschnittliche Wertung von 12 User/innen:
Singleplayer: 91,75%
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Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 17.06.2011, Preis: ca. 40-45€, 1 Spieler/in

Bilder

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