Fire Emblem: The Sacred Stones

Nintendo Game Boy Advance

Fire Emblem: The Sacred Stones, Covermotiv
Magvel - eine friedliche Region, von der jahrhundertelang keinerlei Gefahr ausging. Die dort lebenden Königreiche lebten nach der Verbannung eines Dämonenkönigs in vier heilige Steine Seite an Seite nebeneinander, sodass an einen Krieg wahrlich nicht zu denken war.

Dennoch, aus heiterem Himmel, entschied sich eines dieser Königreiche, Grado, das benachbarte Königreiche Renais anzugreifen. Völlig unvorbereitet auf diese Attacke gelang es Grado, Renais einzunehmen und dessen König zu ermorden. Im letzten Moment konnten glücklicherweise seine Tochter Erika sowie sein General Seth aus dem Schloss fliehen, welche die feindliche Eroberung ihres Landes natürlich nicht so einfach hinnehmen wollten. In der Kenntnis darüber, dass Erikas Bruder Ephraim an der Front gegen Grado kämpft, machen sich die beiden auf die Suche nach ihm, um mit seiner Hilfe Renais aus der Tyrannei von Grado zu befreien.

Wer Fire Emblem kennt, der weiß, dass so einige Schlachten vergehen müssen, bis der Friede wiederhergestellt ist und da ist "The Sacred Stones" natürlich nicht anders. Auf einem schachähnlichen Brett zieht man mit einem Trupp von Kämpfern verschiedenster Klassen in Richtung des Gegners und liefert sich erbitterte Kämpfe, bis letztendlich nur noch eine der beiden Seiten auf dem Kampffeld übrig bleibt - optimalerweise man selbst, versteht sich. Jeder Charakter verfügt dabei über andere Werte, die sich in Kraftpunkte, Stärke, Verteidigung, Magie, Resistenz, Geschwindigkeit, Fähigkeit und Glück verteilen, sodass daher auch jeder Charakter für den einen Kampf eine gute und für den anderen wiederum eine schlechte Wahl ist. Starke Rüstungsgegner greift man also nicht mit verteidigungsstarken Schwertkämpfern an, sondern eliminiert sie lieber durch Magieattacken, die auch aus kleiner Entfernung noch großen Erfolg haben. Kenner wissen, dass Charakter und Waffe ausschlaggebend für eine sinnvolle Strategie sind und man auf Taktik bauen muss, sofern man nicht eine seiner Einheiten verlieren möchte.

Kapitel für Kapitel trifft man neue Einheiten, die sich dem Getümmel anschließen. Einige davon tun dies allerdings nur, wenn man bestimmte Bedingungen erfüllt, indem man sie zum Beispiel mit einem bestimmten Charakter anspricht oder sie in einem Kapitel überleben. Für alle Einheiten, die einmal besiegt sind, gilt außerdem, dass diese von nun an nicht mehr steuerbar sind. Gehen die Hauptcharaktere K.O., muss sogar das ganze Kapitel neugestartet werden. Zu speichern ist nach jedem Kapitel möglich, man kann allerdings auch "Aussetzen", das heißt, das Spiel wird gespeichert, aber auch gleichzeitig beendet, sodass man nicht "schummeln" kann, indem man einfach das System ausschaltet, wenn ein Charakter stirbt. Ratsam ist es auf alle Fälle, keinen Charakter zu verlieren, da die unterschiedlichen Fähigkeiten dieser im Verlauf des Spiels noch eine große Hilfe sein werden. Später kann man zwar nicht alle seine Einheiten auf einmal mitnehmen, aber trotzdem sollte man versuchen, alle von ihnen zu leveln, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Bei jedem Kampf, in den ein Charakter verwickelt ist, bekommt er nämlich Erfahrungspunkte und gewinnt somit an Stärke.

Auch die Ausrüstung ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Taktik. Mit gewonnenem Gold kann man sich vor jedem Kapitel in einem Arsenal mit verschiedenen Nah- und Fernkampfwaffen wie Schwertern, Äxten, Lanzen, Bögen oder Magie ausstatten und mit diesen in den Kampf ziehen. Daneben finden sich auch einige Items wie Heilmittel oder statusverbessernde Gegenstände, welche auf der Reise aushelfen, sofern Not am Mann ist. Auch die Position, wo welcher Charakter starten soll, kann hier ausgewählt werden.

Ist man mitten im Kampf, kann man dann jede seiner Einheiten einmal bewegen und sie am Zielpunkt angreifen oder Items einsetzen lassen oder auch auf "Warten" klicken, damit der Charakter am jetzigen Standort verharrt. Der Bewegungsradius unterschiedet sich von Klasse zu Klasse, so können Reiter mehr Felder verrücken und fliegende Einheiten sogar Flüsse und Berge überqueren, was einer marschierenden Einheit verwehrt ist. Doch alles, was für einen selbst gilt, gilt natürlich auch für den Gegner, somit ist äußerste Vorsicht geboten, wann man welche Einheit weit nach vorne bewegt. Neben Missionen, einfach alle Gegner zu besiegen, muss desöfteren auch ein bestimmtes Feld mit einem Charakter betreten werden, um das Kapitel abzuschließen. Auf einer Oberweltkarte kämpft man sich nun Stück für Stück vor und dringt immer tiefer in die Story ein. Nach insgesamt 20 Kapiteln findet man sich dann im finalen Kampf vor und hat das Schicksal in der Hand, Renais zu retten.

Fazit
Unter'm Strich kann Fire Emblem: The Sacred Stones für viele Stunden an den Handheld fesseln, da die Story interessant, die Kapitel abwechslungsreich und der Schwierigkeitsgrad angemessen sind. Mit der richtigen Strategie kann man wirklich so gut wie immer ans Ziel kommen. Wer aber mit allen Charakteren überleben will, der wird auch den einen oder anderen Frustmoment erleben, in dem er das Spiel wieder neustarten muss, weil beispielsweise ein Gegner einen kritischen Treffer gelandet und eine Einheit außer Gefecht gesetzt hat. Man braucht also sehr viel Geduld, wenn man jeden Zug durchdacht planen will.

Durch die Form einer Oberweltkarte ist es zudem möglich, zwei spezielle Kampforte, den Turm von Valni und die Lagdou Ruinen, nach Lust und Laune zu besuchen, was aber nicht unbedingt geschehen muss, da es Zusatzmissionen sind. So wird dem Spieler jedoch eine freiere Entscheidungsfreiheit ermöglicht und er muss nicht vorgegebene Kapitel exakt in der richtigen Reihenfolge abarbeiten.

Abgesehen von zeitweiligen Frustrationen kann man allen, besonders Fans der Serie, The Sacred Stones nur ans Herz legen.

Salzklinge, 5.799 Zeichen, veröffentlicht am 06.01.2012 •
Singleplayer: 88%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Singleplayer: 88,25%
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Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 04.11.2005, Preis: 0€, 1 Spieler/in

Bilder

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Kommentare

Pilzkönigreich
Pilzkönigreich
Registriert:
26.12.2010, 01:26:54
Kommentar #1 vom 06.01.2012, 17:56:18 Uhr
Ich stehe mehr auf Echtzeit, als RPG Spieler fesselt mich FE dennoch jede Nacht vorm Schlafen. ^^ Nur schade das ich bereist 4 Gruppenmitglieder und 1 Gruppenmitglied da sich gerne hatte das zeitliche gesegnet hatte. Deshalb spiele ich leiber Echtzeit, da kann ich eine andere Einheit der unterliegenden Einheit zur Seite stellen der den Feind ablenkt während der mit den wenigen LP sich regenerieren kann. xD
So ein Mist, ich wollte doch diesen Collin, dieser junge Krieger, doch mit Franz zusammen bringen. -.-
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