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The Legend of Zelda: Oracle of Ages

Nintendo Game Boy Color

The Legend of Zelda: Oracle of Ages, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Kann außerdem auch über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 05.10.2001, Preis: 5,99€, 1 Spieler/in
Déjà-vu
Kommt uns das Design nicht bekannt vor? Genau, bisher hat Nintendo auch noch nie so viele neue Zeldas für eine Konsole veröffentlicht. Denn neben Oracle of Ages gibt es noch Oracle of Seasons und natürlich das etwas ältere Link's Awakening. Grafisch sind die Spiele auch ziemlich ähnlich und auch das Spielprinzip ist nahezu identisch. Natürlich steht aber hier im Vordergrund, was genau Oracle of Ages ausmacht.
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In die Story kommt man schnell hinein, Ziel ist es, Nayru zu befreien. Um dies zu schaffen, benötigt man die acht Essenzen der Zeit, welche sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart in Dungeons versteckt sind. Nur mit ihnen ist es möglich, die Meisterin der Schatten, Veran, zu besiegen. Doch während man fleißig die Essenzen sammelt, setzt sie alles daran, bereits die Vergangenheit zu ändern - was fatale Auswirkungen auf die Gegenwart hat.
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Zeitloses Gameplay
Wie schon der Titel vermuten lässt, spielt das Orakel der Zeiten, Nayru, eine besondere Rolle. Im Gegensatz zu vielen anderen Ablegern der Legend-of-Zelda-Reihe muss man zur Abwechslung sie retten - und nicht Zelda. Schlüsselitem ist hierbei die Harfe der Zeit, mit der man verschiedene Melodien erlernen kann. Je weiter man im Spielverlauf vorankommt, desto mehr lernt man und kann sich freier durch die Zeiten bewegen. Zunächst braucht man spezielle Portale, am Ende kann man sicher allerdings auch frei an jeder Stelle durch die Zeit bewegen.
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Auch wenn es "nur" Gegenwart und Vergangengheit gibt, bauen viele Nebenquests und auch Hauptquests eben auf den unterschiedlichen Landschaften, Gebäuden usw. auf. Allerdings unterscheiden sich Vergangenheit und Gegenwart meistens grundlegend, sodass Inseln verschwinden, Städte zu Dörfern werden und Seen enstehen. Ein kompletter Dungeon ist etwa nur durch Zeitreisen an speziellen Punkten lösbar. In der Vergangenheit ist beispielsweise ein Vulkan ausgebrochen, der ein Dorf und den zugehörigen Dungeon zerstört hat. Nun gilt es durch ein Zeitportal die Vergangenheit zu ändern. Auch ein Wasserfall kann etwa in der Gegenwart ausgetrocknet sein und sich als geheime Höhle erweisen. Oder Samen können in der Vergangenheit gepflanzt und sich in der Gegenwart als Bäume oder Ranken herausstellen. Letztlich sind die Zusammenhänge unzählig und machen das Spielprinzip komplexer und interessanter.
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Wer jetzt denkt, dass diese Zeitwechsel sehr kompliziert sind, hat nut teilweise Recht. Allerdings hilft der sogenannte Maku-Baum Link immer auf die Sprünge, zu welchem Ort er als nächstes reisen muss. Die relativ schweren, jedoch nur fordernden und nicht frustrierenden Rätsel muss man allerdings alleine lösen. Aber gerade die nicht zu leichten Rätsel machen einen großen Teil des Spielspaßes bei Oracle of Ages aus und heben es auch von seinem Bruder Oracle of Seasons ab.
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Auch die übrigen, vielfältigen Items erhalten eine sehr gut gelungene Einbindung in die Dungeons und Rätsel. Zusätzlich braucht man auch das erste Item, die Schaufel, sogar noch bis zum Ende, sodass Items nicht nur einmal verwendet werden. Ebenfalls die Mischung aus Rätseln und Kämpfen stimmt und schafft einige hektische Momente mit nur einem Herz oder Kopfzerbrechen kurz vor dem Boss des Dungeons. Aber gerade der ein oder andere Neustart macht doch das Zelda-Feeling aus. Was muss ich besser machen? Wo liegt die Schwachstelle des Bosses?
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Präsentation
Es gibt Leute, die lieben Retro-Spiele über alles. Und es gibt Leute, die sie nicht so sehr mögen. Ich würde mich eher bei letzteren einordnen. Aber trotzdem überzeugt Oracle of Ages, ein zwölf Jahre altes Spiel, sofort. Die Melodien sind abwechslungsreich und stimmungsvoll und auch die Grafik ist gerade für damalige Verhältnisse sehr gelungen und gibt keinen Anlass für irgendwelche Kritik. Die dahinterliegenden Rätsel und das Gameplay sind toll und veralten auch in der Hinsicht nicht.
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Die Steuerung lässt sich ziemlich gut verwenden, da sie wie in den GameCube- und N64-Ablegern funktioniert. Allerdings besitzt man statt üblicherweise 3 Buttons, nur den A- und B-Knopf, was zu häufigem Umlegen der Items führt. Aber im Laufe des Spieles gewöhnt man sich daran und bemerkt es bald nicht mehr.
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Der Schwierigkeitsgrad ist an einigen Stellen relativ hoch, auch wegen komplexer Rätsel oder besonderen Endgegnern, allerdings sind sie insgesamt angemessen hoch und ausgeglichen. Das Spiel sorgt aber für zusätzliche Motivation und Begeisterung auch gerade durch teilweise schwerere Passagen. Zusammenfassend kommt man etwa auf zwanzig Stunden, wenn man sich etwas Zeit nimmt, die einzelnen Geheimnisse zu erkunden und auch die Tauschgeschäfte jeweils bis zum Schluss führt. Allerdings kann man auch noch weitere Stunden durch die Welt von Oracle of Ages laufen und nach weiteren Geheimnissen suchen.
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Auch die Sammlung von speziellen Ringen stellt ein besonderen Ansporn dar. Es gibt insgesamt viele verschiedene Ringe, welche man sich mit Ringetuis anziehen kann. Je nach Etui zwischen ein und drei gleichzeitig, wobei natürlich nur die getragenen Ringe wirken. Diese Ringe findet man überall, egal ob Gegenwart oder Vergangenheit. Die Effekte sind jedoch verschieden und bevor man überhaupt etwas über den Ring erfährt, muss man ihn zunächst schätzen lassen. Alle Ringe zu sammeln und auch alle Herzteile zu finden, stellt eine große Herausforderung dar und erweitert den Spielspaß nochmals um mehrere Stunden.
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Neben ähnlichen Charakteren, Gameplay und Charakteren gibt es aber noch eine viel direktere Verbindung zu Oracle of Seasons. Beim Abschluss des Titels erhält man einen zwanzigstelligen Code, denn man im jeweils anderen Spiel eingeben kann. Dadurch verbindet man beide Titel und bekommt auch noch ein zusätzliches Ende, welches einige ungeklärte Fragen auflöst. Unbedingt spielen muss man das Ende nicht, jedoch ist es sehr zu empfehlen, wenn sich die Möglichkeit bietet.
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Außerdem kann man nach dem ersten Abschluss von Oracle of Ages das Spiel mit mehr vorkommenden Ringen und anderen Startwerten spielen. Beim dritten Spielen stolpert man sogar über das ein oder andere Geheimnis, wie etwas das Vorkommen eines uns allen bekannten Schwertes...
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Fazit
Tja, was kann ich noch einwenden? Tolle Rätsel, großer Umfang, ein sehr gut umgesetztes Gameplay und auch der Preis stimmt... Also kauft es euch! =) Gerade in Kombination mit Oracle of Seasons ist es sehr zu empfehlen, eben auch für Leute, die normalerweise nicht ganz so gerne ältere Spiele spielen.

Silverdog, 6.472 Zeichen, veröffentlicht am 15.09.2014 •
Singleplayer: 93%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Durchschnittliche Wertung von 3 User/innen:
Singleplayer: 92,67%
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Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Kann außerdem auch über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 05.10.2001, Preis: 5,99€, 1 Spieler/in

Bilder

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