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Final Fantasy: The 4 Heroes of Light

Nintendo DS

Final Fantasy: The 4 Heroes of Light, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Multi-Card-Play Nintendo WiFi Connection
Releasedate: 08.10.2010, Preis: ca. 20-30€, 1-4 Spieler/innen
Final Fantasy: The 4 Heroes of Light war erst mein zweites Final Fantasy Spiel, das ich jemals angespielt habe. Und wie viele sich sicherlich schon denken können, geht es hier um 4 Hauptcharaktere und einem Haufen Ärger, der nun von allen Seiten durchleuchtet werden soll.
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Die vier Protagonisten
Als ich das Spiel startete, fiel mir als erstes gleich auf, dass es nur eine englische Sprachausgabe zu geben scheint. Im Startmenü selbst war nur "Neues Spiel" auswählbar, so fiel mir die Wahl nicht sonderlich schwer und das Abenteuer konnte beginnen. So durfte ich zugleich meine 4 Charaktere mit eigenen Namen bestücken. Der erste Charakter war von gutmütiger Natur, ein wenig zerstreut, aber hatte doch einen starken Gerechtigkeitssinn, wirkte anziehend auf seine Mitmenschen und sah zudem noch blendend aus, sodass ich ihn Salzklinge nannte.
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Zweiterer scheint laut Angaben des Spiels ein sehr realistisch denkender und erwachsen handelnder Mensch zu sein, der aber gelegentlich seine Sturköpfigkeit an den Tag legte und daher taufte ich ihn auf den Namen TheUnknown.
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Die Dritte im Bunde diente der königlichen Familie und war ein Mädchen, eine Ritterin um genauer zu sein, die sehr viel Wert auf Details legt und ein richtiges Arbeitstier ist - Jule.
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Komplettiert wurde das Gespann durch eine aufgeweckte, fröhliche Prinzessin aus Horne, die stets ihre Mitmenschen zu motivieren zu weiß, sofern sie nicht gerade wieder nur an sich selbst denkt. Ich nannte sie Der Blicker.
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Ab ins Spielgeschehen
Ähnlich wie in anderen bekannten Spielen wird auch hier einer der 4 Charaktere, in diesem Fall ich, aus dem Bett geworfen, da er nun erwachsen geworden ist - wurde auch Zeit - und sich dem König präsentieren sollte. So quälte ich mich aus dem Bett und konnte mich frei durch mein Haus und durch den Ort bewegen. Das Spielgeschehen findet dabei auf dem unteren Screen statt, während der obere Karten und Charaktere anzeigt. Je nach Lust und Laune kann man den Spieler per Steuerkreuz oder auch Touchpen lenken. Schon in mitten der Stadt erinnert mich alles ein wenig an Dragon Quest IX, denn auch hier gibt es einige Läden zum Erstatten von Rüstungen, Waffen und nützlichen Gegenständen sowie eine Herberge für eine nötige Erfrischung und Regeneration seiner Kraftpunkte - wenn's mal wieder länger dauert. Dementsprechend lassen sich in Final Fantasy - wie nicht anders gewohnt - seine eigenen Charaktere aufleveln, nachdem sie genügend Erfahrungspunkte im Kampf gesammelt haben.
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Zuerst aber machte ich mich auf die Suche nach dem König, der mich auch schon gleich in mein erstes Abenteuer entsandte, seine wunderschöne Tochter und zugleich Prinzessin, der Blicker, die von einer bösen Hexe geschnappt wurde, zu retten. Es dauerte nicht allzu lange, da stieß ich schon auf meine anderen drei Begleiter, zu denen die eben besagte Prinzessin ebenfalls gehörte, und das Quartett war vollständig. Durch die unterschiedlichen Werte der Charaktere ist im Kampfgeschehen vor allem wieder Strategie gefragt, denn wenn sich 4 Charaktere und ein Haufen von Kontrahenten in den Ring begeben, kann da schon leicht einiges durcheinander geraten. Der Kampf selbst läuft dabei rundenbasierend ab. Der schnellste Kämpfer greift zuerst an und entsprechend der langsamste als letztes.
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Neben dem Angriff lässt es sich aber auch verteidigen, Magie oder Items einsetzen sowie ein paar besondere Fähigkeiten seiner Schützlinge zu aktivieren. Durch spezielle Hüte, die man im Laufe des Spiels erhalten kann, lassen sich diese Fähigkeiten verwenden, die beispielsweise Energiepunkte (HP) regenerieren, die Flucht aus einem Kampf ermöglichen, den Gegner am Angreifen hindern, die eigene Magie verstärken, das Stehlen von Gegenständen erlauben und und und...
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Prinzessin der Blicker ist schon gleich zu Beginn eine sehr große Hilfe, da sie ihre Mitstreiter mit der Hilfe von Magie heilen kann, während TheUnknown mit Magieangriffen um sich wirft, die bei vielen Gegner viel schlagkräftiger als normale Angriffe sind. Einige Aktionen kosten dabei allerdings Aktionspunkte (AP), von denen jeder Charakter 5 zur Verfügung hat. Diese können sich aber im Kampf selbst wieder regenerieren, sodass es nur Zeit verlangt, bis man wieder einen speziellen Angriff oder einen Heilungszauber vollführen kann.
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Wie schon anfangs erwähnt, erweitert sich das Equipment durch Ladenbesuche ständig, aber auch in Dungeons lässt sich ein Haufen seltener Gegenstände auftreiben. Nicht nur in diesen, sondern generell abseits von Städten, also praktisch im Umland, wird man häufig mit verschiedenen Kreaturen konfrontiert, die es zu schlagen gilt. Einem Kampf auszuweichen ist nicht möglich, da man die Gegner in den Dungeons und in den Landschaften (außer End- und Zwischengegner) nicht vorher sehen kann. Im Kampf selbst mit mehreren Gegnern lässt sich das Ziel nicht selbst bestimmen, der Charakter greift daher immer erst einen der vorderen Feinde an. Dennoch kann man sehr wohl gegen jede Art von Fiesling bestehen, da das Spiel zum Glück alle nicht auswählbaren Aktionen logisch durchführt. So wird zum Beispiel unter dem Heilungszauber meiner Prinzessin der Blicker immer der Charakter geheilt, der zum derzeitigen Zeitpunkt die wenigsten HP besitzt.
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Die Story des Spieles deckt sich nach und nach auf. Kaum hat man Prinzessin der Blicker den Fängen der bösen Hexe entrissen und ist in seine Heimat Horne zurückgekehrt, findet man dort eine völlig versteinerte Bevölkerung und einen verschwundenen König auf. Man stürzt also förmlich von einem Abenteuer ins nächste. Beizeiten kommt es ebenso vor, dass sich das Quartett wieder spaltet und man beispielsweise eine gewisse Zeit nur noch zu zweit unterwegs ist. Man muss sich also jederzeit auf Veränderungen einstellen und auch entsprechend mit ihnen umgehen können und mithilfe der Charakterfähigkeiten, dem Equipment sowie den Hüten strategisch handeln, um letztendlich den Sieg zu erlangen.
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Wem das Spiel alleine nicht genügend Spaß bereitet, der kann auch wiederum auf einen Drahtlos-Mehrspieler-Modus ausweichen, bei dem man mit bis zu 3 Freunden seine eigene Truppe bilden kann. Dabei ist es entweder möglich, seine Freunde in sein eigenes Spiel zu holen oder dem eines Freundes beizuwohnen. Zieht man zusammen mit seinen Freunden los, wird man früher oder später auch auf Battle Points stoßen, die man seinerseits gegen viele Gegenstände eintauschen kann.
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Ein Licht am Ende des Tunnels?
Mit dem typischen RPG-Look kann Final Fantasy: The 4 Heroes of Light schon einmal im Vorfeld punkten. Die Hauptcharaktere und die Vielzahl an Personen, die man in seiner Umgebung ausfindig machen kann, sind mit endlosen Details bestückt und auch die Kampfeffekte können sich durchaus sehen lassen. Melodisch wird man eher von ruhigen Melodien begleitet, sofern man sich nicht gerade im Kampfgeschehen befindet, denn hier dudelt wie immer eine typische Kampfmusik vor sich hin, die aber vollstens dort hingehört. Dass sich die Dialoge nur in Englisch lesen lassen, stört zwar schon ein wenig, jedoch lassen sich diese auch schon mit wenig Englischkenntnissen verstehen, was das Ganze ein wenig einfacher macht.
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Gleich zu Anfang merkte ich jedoch auch, dass es mir das Spiel nicht leicht machen will - der Schwierigkeitsgrad haut gerade dort ziemlich in die Butter und ich musste einige Leben lassen, bevor ich die Prinzessin befreien konnte. Das hängt aber wohl damit zusammen, dass man das Spiel erstmal richtig verstehen muss und dann automatisch auch bessere Spielzüge macht. Die vielseitigen Equipments und Fähigkeiten der Charaktere bieten immer Platz für Neues. Final Fantasy: The 4 Heroes of Light ist ein wirklich gutes Spiel, allerdings würde ich in direktem Vergleich den Kauf von Dragon Quest IX vorziehen, da es eine deutsche Sprachausgabe, noch mehr Rüstungsmöglichkeiten und eine tiefergehende Story besitzt und auch der Mehrspieler-Modus etwas ausgereifter ist. Nichtsdestotrotz ist Final Fantasy: The 4 Heroes of Light allemal einen Kauf wert und weiß sehr wohl, mit durchdachtem Gameplay und verschiedenen Spielvariationen zu beeindrucken.

Salzklinge, 8.093 Zeichen, veröffentlicht am 27.10.2010 •
Singleplayer: 88%
Multiplayer: 87%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Square Enix
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Multi-Card-Play Nintendo WiFi Connection
Releasedate: 08.10.2010, Preis: ca. 20-30€, 1-4 Spieler/innen

Bilder

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