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Jewel Quest Mysteries

Nintendo DS

Jewel Quest Mysteries, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 29.01.2010, Preis: ca. 25-30€, 1 Spieler/in
Ihr seht es schon an den Screenshots: Wimmelbild-Spiel! :) Nun, das ist zunächst erstmal richtig, doch eine Vorabkorrekur muss ich trotzdem einflechten, denn es sind zwei Wimmelbild-Spiele auf dem Modul, nicht nur eins! Der erste hört auf "Jewel Quest Mysteries: Curse of the Emerald Tear" und der zweite hat "Mysteryville" als Namen.
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Und ganz wie beim "Jewel Quest Solitaire"-Trio wählt Ihr im Titelbild zuerst aus, welches der beiden Wimmelbild-Spiele Ihr spielen möchtet, und bekommt dann eine nette, kleine Story erzählt, die jeweils vor und nach einem Wimmelbild-Level durch kleine Dialogtäfelchen und/oder Tagebuch-Inhalte fortgeführt werden.
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SANKTIONIERUNGS-SYSTEM UND ZEITDRUCK
Doch im Kern bleibt es so, dass die Story den Spielspaß eigentlich nicht voranbringt, und dass Ihr nichts anderes tut, als auf großen, scrollbaren Bildern nach Gegenständen zu suchen und ab und zu ein paar Text-Täfelchen wegzudrücken. Somit erinnert dieses Modul vorab sehr stark an das zum kürzlich ebenfalls von mir vorgestellten Samantha Swift and the Hidden Roses of Athena, wo das Prinzip exakt das gleiche war.
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Doch im Gegensatz zu Samantha Swift and the Hidden Roses of Athena gibt es hier eine Art Sanktionierungs-System und Zeitdruck; ebenso ist die Fülle zu findender Gegenstände weit größer, sodass es locker mal 10-15 Gegenstände pro Wimmelbild sind, die auf einmal(!) zu finden sind, was Euch mehr Konzentrationsvermögen abverlangt.
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SPIELERISCHER MEHRWERT
Diese drei wesentlichen Punkte bringen durchaus einen spielerischen Mehrwert, denn einfach nur in Seelenruhe alles millimetergenau abzugrasen, ist nicht sehr spannend.
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So läuft also bei "Jewel Quest Mysteries: Curse of the Emerald Tear" eine 30-Minuten-Zeitgrenze ab, die zu Beginn sehr großzügig berechnet ist, doch in späteren Wimmelbild-Leveln wird es schwerer, die gesuchten Dinge zu erkennen/zu finden, weshalb Ihr auch öfters mal daneben tippt oder wild drauflos ratet (also ohne viel Verstand auf dem Touchscreen herumtippt). Und DAS mag das Spiel gar nicht, weshalb Ihr als Sanktion für jedes wilde Herumtippen 30 Sekunden von Eurer Zeituhr abgezogen bekommt - und dann bleiben von den ehemals 30 Minuten nicht mehr allzu viele (Minuten) übrig.
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Bei "Mysteryville" ist die Zeitbarriere mit jeweils zwischen 5 bis 10 Minuten nicht sooo großzügig ausgelegt, doch dafür werden Euch für sinnloses Drauflosraten/-lostippen zur Strafe auch immer nur 20 Sekunden abgezogen, und manchmal bekommt Ihr nicht eine aus Worten bestehende Liste der zu suchenden Gegenstände, sondern Ihr erhaltet eine einfarbige, stilisierte Grafik des Objekts, was das Aufspüren etwas verkompliziert.
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UNVERSCHÄMT GENIAL VERSTECKT
Fies ist an beiden Titel auf dem Modul, dass die Gegenstände auf den Wimmelbildern häufig unverschämt genial versteckt sind. Da sollt Ihr z.B. alle Spielkarten auf dem Bild finden, und findet die letzten beiden einfach nicht. Bis Euch auffällt, dass die eine Karte als Vergrößerung für das Tapeten-Motiv der Zimmerwand dient, und die andere tarnt sich geschickt in einer Glasflasche, was darum eher wie ein Teelicht ausschaut.
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In einem anderen Wimmelbild-Level sollt Ihr diverse Werkzeuge erspähen; was zu weiten Teilen problemlos ist. Doch dieser vermaledeite Hammer ist einfach nicht zu sehen... Also, es hilft nichts, Ihr müsst die "Tipp"-Funktion benutzen, die Euch zeigt, wo genau ein Gegenstand ist. Und so zeigt sie dann auch den eingeforderten Hammer, der auf einer Brettkante liegt; jedoch quer der Länge nach auf Euch ausgerichtet, sodass er eigentlich wie ein Stock mit Griff aussschaut, weil die T-Form nicht zu erkennen ist. ...und solche Dinge hat das Entwickler-Team von iWin massig eingebaut. Dinge des Alltags mit einer für sie charakteristischen Form werden einfach gekippt, geneigt oder seitlich abgebildet und sind deshalb schwer auszumachen.
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SELBSTSTÄNDIGES SUCHEN
Auf der technischen Seite bekommt man solide DS-Kost, die dieses Genre praktisch voll ausreizt. Die Grafiken werden sauber gescrollt, sind absolut scharf gezeichnet und dargestellt, und die Gegenstände sind meist mit viel Sorgfalt versteckt. Die Kollisionsabfrage der Grafiken beim Antippen ist vorbildlich (meine Antipper wurde nie als "daneben" gewertet), und auch wenn Sound und Grafik weit, weit davon entfernt sind, Maßstäbe zu setzen, sind sie in Ordnung und auch genau das, was dieses Genre braucht, um möglichst ansprechend präsentiert werden zu können.
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Bemängeln muss ich nur, dass die Sanktion für "wildes Herumtippen" auch dann ab und an zum Zuge kommt, wenn man eigentlich gar nicht wild herumtippte, sondern nur die Grafik scrollen wollten. Zwar wird das durch den verhältnismäßig großen Zeitrahmen recht gut abgefangen, doch ärgerlich ist es jedes Mal.
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Dass die Gegenstände nicht selten gut versteckt sind, erwähnt ich bereits, weshalb ja auch die Tipp-Funktion existiert. Doch damit Ihr Euch nicht einfach unendlich mit Tipps versorgen lassen könnt, ist bei "Jewel Quest Mysteries: Curse of the Emerald Tear" die Tipp-Funktion auf maximal fünf Tipps pro Wimmelbild beschränkt, und bei "Mysteryville" benötgt sie immer mehrere Sekunden, bis man sie wieder benutzen kann, sodass selbstständiges Suchen auf Dauer die bessere Alternative ist und man die Tipps nur in absolut auswegslosen Notfällen benutzen sollte.
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FAZIT
Um zu Genrekollegen wie Samantha Swift and the Hidden Roses of Athena und Mystery Case Files: MillionHeir noch einmal die Kurve zu kriegen: Wimmelbild-Spiele können für viele oft sehr monoton und sogar sehr langweilig sein; darauf will ich nicht ständig herumreiten, doch erwähnen muss ich das im Fazit nun einmal, wenn es auf einen Titel zutrifft.
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Und Jewel Quest Mysteries macht da keine echte Ausnahme. Optische und perspektivische Tricks, Zeitdruck und Sanktionen sind zwar ein probates Mittel, um mehr Spannung und Spieltiefe zu erzeugen, doch, ohne das reisserisch zu meinen, ich kann leider nicht behaupten, dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Mal für eine halbe Stunde bis Stunde, so ab und zu, geht das Modul für mich in Ordnung, doch dann begann für mich ein wenig die Langeweile.
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Erschwerend hinzu kommt, dass ich die 20 Wimmelbilder in "Mysteryville" an einem einzigen Abend gelöst hatte - nicht sonderlich viel Umfang! "Jewel Quest Mysteries: Curse of the Emerald Tear" hat zwar 40 Wimmelbilder und sogar eine kleine Abwechslung in Form von kleinen Puzzeln und "3-Gewinnt-Partien", doch sind die immer zu kurz an Umfang und seicht an Spieltiefe, sodass sie störend wirken und man sogar lieber das nächste Wimmelbild lösen möchte, statt erst noch puzzeln zu müssen.
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Die verlangten 30€ sind so gerade noch akzeptabel, weil hier wenigstens zwei Spiele auf dem Modul sind, die ausserdem etwas mehr Spieltiefe als ihre DS-Kollegen Samantha Swift and the Hidden Roses of Athena und Mystery Case Files: MillionHeir bieten, aber jeweils alleine schon 30€ kosten.

TheUnknown *, 6.915 Zeichen, veröffentlicht am 01.02.2010 •
Singleplayer: 66%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Buschbaum Media & PR GmbH
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 29.01.2010, Preis: ca. 25-30€, 1 Spieler/in

Bilder

Jewel Quest Mysteries, Screenshot #1 Jewel Quest Mysteries, Screenshot #2 Jewel Quest Mysteries, Screenshot #3 Jewel Quest Mysteries, Screenshot #4

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