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Probotector 2 - Return of the Evil Forces

Nintendo Entertainment System

Probotector 2 - Return of the Evil Forces, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG Kann über den Nintendo Wii Shop heruntergeladen werden Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 30.11.1991, Preis: 500 Nintendo Points (entspricht 5€), 1-2 Spieler/innen
Die Probotector-Serie - oder wohl besser bekannt unter dem "Contra"-Sequel - stellt eine actiongeladene Serie der allerersten Stunde dar, dessen erste Ableger schon als Arcade-Automaten und auf dem NES die Massen durch wilde Ballerorgien erfreuten. Bleibt zu klären, ob es sich auch heute noch lohnt, sich den zweiten Teil - "Probotector 2: Return of the Evil Forces" - zuzulegen, das außerhalb Europas als Super C bekannt ist.
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Simpel, aber dennoch abwechslungsreich
Der Spieler startet mit Auswahl des Einspielermodus' sofort und ohne große Vorgeschichte in das erste Level, bei dem es sich um einen Abschnitt handelt, der in klassischer Jump'n Shoot-Manier bewältigt werden muss. Dabei muss folglich die Spielfigur im seitlich scrollenden Level von links nach rechts bewegt werden, Hindernisse durch Sprünge überwinden und letztendlich in alle Richtungen feuern, um nahende Gegner frühzeitig auszuschalten.
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Allerdings bleibt es nicht immer dabei, solcherlei Levels zu überwinden: So kommt es beispielsweise noch dazu, Levels aus der Vogelperspektive zu spielen, wobei auch hier gilt, sich durch fleißiges Geballer und Ausweichen bis zum Ende des Levels durchzukämpfen. Und auch in diesen Levels wartet jeweils am Ende wieder ein Boss, der es in sich hat. Dennoch spielt sich der überwiegende Teil des Spiels in den Jump'n Shoot-Levels ab.
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Dabei bleibt das Spiel jedoch prinzipiell zu jedem Zeitpunkt simpel: Bewegt wird die Figur mit dem Steuerkreuz, Schüsse werden mit einem Druck auf A ausgelöst. In den Jump'n Shoot-Levels ist es natürlich zusätzlich noch möglich, mit einem Druck auf B zu springen. Und wenn man vom Aufrufen des Pause-Menüs absieht, ist das steuerungstechnisch auch schon alles.
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Eine Retro-Ballerei, die es in sich hat
Das Gameplay ist simpel, das Spiel selbst hat es in Sachen Schwierigkeitsgrad jedoch ordentlich in sich. Bei den meisten Levels benötigen auch geübte Spieler vermutlich immer mehr als einen Versuch, um letztendlich durchzukommen. Der Schwierigkeitsgrad ist durch zahlreiche Gegner und Geschossen an jeder Ecke extrem hoch, doch dem Spieler kommt in allem Geballer nie das Gefühl hoch, er wäre in gewisser Weise machtlos. Somit bleiben herbe Frust-Momente aus, da der Spieler immer schnell erkennen kann, wo sein eigener Fehler lag - und nicht der etwaige Fehler im Spiel, das einfach viel zu schwer sei. Das macht das Spiel für Hardcore-Fans natürlich besonders schmackhaft und motiviert auch auf Dauer - denn sind erst einmal alle Continues verbraucht, die nur begrenzt zur Verfügung stehen, heißt es "Von vorne anfangen" und der Spieler darf in Level 1 wieder beginnen. Dann heißt es wieder durch die altbekannten, aber immer noch fordernden Levels zu rennen, und am Ende dieser die teils sehr knackigen Bosse ins Jenseits zu schicken.
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Weitere Spielelemente
Damit das Spiel nicht zu einseitig wird, bedient es sich jedoch nicht nur alternativer Vogelperspektiven-Levels, sondern auch diversen Waffen-Upgrades, die der Spieler im Verlauf des Spiels einsammeln kann. Wo anfangs nur die normale Schusswaffe zur Verfügung steht, die per Druck auf A einen einfachen Schuss abgibt, können beispielsweise auch ein Maschinengewehr oder ein Laser-Aufsatz verwendet werden. Dabei hat jede Waffe seine eigenen Eigenschaften und macht sie für verschiedene Levelabschnitte mehr oder weniger wertvoll. Gerade das angesprochene Maschinengewehr ist zum Beispiel effektiv gegen eine große Ansammlung an Gegnern, die auf euch zustürmt, während beispielsweise die Splitter-Kanone fächerartig eure Figur verlässt und daher besonders geeignet ist, um einen Gegner oder Gegnerhorden mit einer großen Angriffsfläche zu bekämpfen, um möglichst vielen auf einmal den Garaus zu machen.
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Neben den Extra-Waffen gibt es dann noch andere, kleine Powerups wie einen temporären Schutzschild, der eure Figur umgibt, oder eine Spezial-Bombe, die alle Gegner auf dem Bildschirm mit einem Mal eliminiert. Das bringt allerdings ohnehin nicht allzu viel, da die Gegner meist im Sekundentakt sofort wieder auftauchen und euch keine Verschnaufpause geben, in der ihr nicht ballern müsst.
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Absolut positiv sticht auch der für NES-Verhältnisse ungewöhnlich gute Zweispieler-Modus heraus. War es doch bei vielen NES-Spielen der Fall, dass ein etwaiger Multiplayer immer nur abwechselnd spielbar war, trumpft der Zweispielermodus von "Probotector 2" mit einem klasse Kooperationsmodus auf, bei dem zwei Spieler gleichzeitig und als Verbündete durchs Level rennen und sich dabei unterstützen, sich aller Gegner zu entledigen. Insofern ist der Multiplayermodus ein dicker Punktgewinn für "Probotector 2".
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Auch stilistisch voll auf retro
Während viele NES-Spiele heute deutlich zeigen, wie sehr der Zahn der Zeit an ihnen genagt hat, wirkt "Probotector 2" durch all seine Spielelemente einfach nur retro. Ein hartes Spiel ohne große Schnörkel, das auf seine einfache Weise jedoch voll überzeugt. Und genauso verhält es sich auch mit dem technischen Aspekt.
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Die Grafik des Spiels ist für NES-Verhältnisse gut, was jedoch hinsichtlich des späten Erscheinungsdatums gegen Ende der Ära auch zu erwarten war. Sie wirkt weniger angestaubt als einfach nur kultig.
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Der Soundtrack ist für Retro-Fans eine wahre Augenweide: Stimmig und allzeit passend zum Spielgeschehen, kann die Hintergrundmusik vor allem auch durch ihren urigen Gameboy-Flair voll überzeugen und aufzeigen, wie es auch schon früher möglich war, aus einer einfachen Konsole maximale Qualität an Musik herauszuholen.
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Fazit
"Probotector 2: Return of the Evil Forces" ist simpel, knallhart, aber in gewisser Weise auch schlichtweg genial. Neben der Mega Man-Reihe dürften die Probotector-Spiele ohnehin die absolute Referenz aller Jump'n Shoot-Spiele darstellen, und vor allem im Vergleich zum anderen Roboter-Spiel im Multiplayer-Modus deutlich besser überzeugen. Leute, die sich eine Nonstop-Ballerorgie wünschen und sich als hartgesottene Spieler sehen, schlagen zu. Aber das Spiel ist nix für Weichlinge.

Blicker, 5.998 Zeichen, veröffentlicht am 07.05.2013 •
Singleplayer: 87%
Multiplayer: 90%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Durchschnittliche Wertung von 2 User/innen:
Singleplayer: 86,00%
Multiplayer: 89,50%
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Releasedate: 30.11.1991, Preis: 500 Nintendo Points (entspricht 5€), 1-2 Spieler/innen

Bilder

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