Wario's Woods

Nintendo Entertainment System

Wario's Woods, Covermotiv
Tetris als Jump'n'Run?
Im ersten Moment ist man irritiert. Wo ist Wario? Anstelle dessen steuert man einen kleinen Toad, wie man ihn aus Super Mario Bros. 2 kennt, der innerhalb eines Rahmens auf dem Boden umherläuft. Währenddessen fallen von oben verschieden farbige Bomben herunter. Diese kann man entweder auffangen, indem man sich darunter stellt, oder man sammelt sie einzeln vom Boden auf. Doch wozu die verschiedenen Farben?

Das liegt daran, dass, sobald man den ersten oder nächsten Level beginnt, auf dem Boden ein paar Hasenähnliche Figuren herum liegen. Diese variieren von Rosa bis Braun, Grün oder Weiß. Nun muss man die herabgefallenen Bomben auf den kleinen Hasen ablegen, damit diese explodieren und somit verschwinden. Dies funktioniert allerdings nur, wenn z.B. eine rosa farbene Bombe auf einem Rosa Schlappohr liegt. Sobald man alle Häschen eliminiert hat fallen aus dem Nichts Münzen herab. Nachdem man sie eingesammelt hat gelangt man automatisch zum nächsten Level.

Hoch hinaus!
So in etwa ereignen sich die ersten 2 bis 3 Level. Doch dan liegen auf dem Boden immer mehr Hasen, und zwar durcheinander. Sie bedecken nun nicht nur den Boden des Spielareals, sondern stapeln sich auch übereinander unabhängig von ihrer Farbe. So liegt ein brauner Hase auf einem grünen, während auf der anderen Seite eine braune Bombe herabfällt. Wie bekomme ich nun den braunen Hasen zur Bombe? Ganz einfach! Man stellt sich vor das kleine Hasentürmchen, drückt die 2-Taste und hebt somit...wie? Wieso werden jetzt beide Hasen gleichzeitig hochgehoben?

Das ist nämlich das knifflige an Wario Woods. Bevor man an den untersten Hasen gelangt, muss man zuvor alle drauf liegenden Hasen herunternehmen. Und je größer der Turm ist, desto länger dauert es bzw. schwieriger ist es überhaupt die Hasen zu sortieren und platzieren. Um an die oberen und dazwischen liegenden Wollknäule zu kommen wendet die Toad ähnelnde Spielfigur einen Trick an. Sie rennt einfach entgegen der Schwerkraft senkrecht den Turm hinauf und kann über diese hinweglaufen. Sobald man den obersten Hasen erreicht hat drückt man wieder die 2-Taste und nimmt das knuddelige Tierchen in die Hände. Jetzt kann man überall damit hinlaufen und es neu platzieren.

Dies klappt allerdings nur, wenn man man auf einer Geraden umher rennt oder von Türmen herabspringt. Denn wenn man versucht mit einem Hasen in den Händen einen Turm hinauf zu laufen holt einen die Schwerkraft wieder ein und der Hase fällt zu Boden. Also muss man sich überlegen, welchen Hasen bzw. Hasenstapel man von wo wegnimmt und wo platziert.

Schnelligkeit ist alles.
Prinzipiell ist das auch schon alles, was man zu Wario Woods wissen sollte. Man sortiert viele kleine Häschen, sodass sie von Bomben erdrückt und dann vertrieben werden. Und das sollte man so schnell wie möglich schaffen. Nicht weil ein Zeitlimit herabzählt, sondern weil es dann am Ende jeden Levels umso mehr Münzen als Belohnung gibt. Das Spiel kommt nämlich ohne Zeiteinschränkung aus, was aber auch nicht nötig ist, denn je fortgeschrittener man ist, desto mehr Hasen tummeln sich zwischen den beiden Bäumen (daher auch die Namensgebung). Und das kann hinterher ganz schön fordern, denn parallel werfen Birdo, Wario & Co. weitere Häschen aufs Spielfeld, sofern man nicht schnell genug vorankommt. Und das motiviert so schnell wie möglich die Hasenschaar zum platzen zu bringen.

Casual Game der 90er
Wenn man die heutige Casual Game - Welle sieht denkt man sich beim Spielen von Wario Woods: Gab es dieses Phänomen schon damals? Denn vom Spielprinzip ist dies nichts anderes als ein schnelles Spiel für zwischendurch, wenn man ein paar Minuten frei hat und nichts mit sich anzufangen weiß. Für alle anderen ist das Spiel eher nichts, weil es dafür einfach zu wenig Umfang bietet und heutzutage nichts neues mehr ist.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich hier um einen Virtual Console - Titel handelt und für den damaligen Standard war das Spiel durchaus akzeptabel. Ob das Spiel mir aber in der heutigen Zeit die Punkte noch einmal wert wäre, wage ich zu bezweifeln, da ich dann lieber auf das altbewährte Tetris zurückgreife.

Luigi-The-Best, 4.169 Zeichen, veröffentlicht am 27.02.2014 •
Singleplayer: 64%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo of Europe
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Singleplayer: 52,00%
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Kann außerdem auch über den Nintendo Wii Shop heruntergeladen werden Kann außerdem auch über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 30.11.1993, Preis: 4,99€, 1 Spieler/in

Bilder

Wario's Woods, Screenshot #1Wario's Woods, Screenshot #2Wario's Woods, Screenshot #3Wario's Woods, Screenshot #4Wario's Woods, Screenshot #5

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