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Cuphead

Nintendo Switch

Cuphead, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Switch Joy-Con Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 18.04.2019, Preis: 19,99€, 1-2 Spieler/innen
Als Cuphead und sein Bruder Mugman eines Tages weit von zu Hause weg spazierten, stießen sie auf ein Casino, welches vom Teufel höchstpersönlich geleitet wurde. In der Hoffnung, den großen Gewinn zu erzielen, gehen sie eine Wette ein, in der sie ihre Seelen aufs Spiel setzen und das Unausweichliche passiert: Sie verlieren, sodass sie dazu verdonnert werden, die Seelen anderer Schuldner einzutreiben und so eventuell die Freiheit erlangen. Jedoch offenbart sich im Laufe der amüsanten Geschichte eine weitere Möglichkeit, den Teufel zu stürzen...
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Gameplay und Steuerung
Dieses Run and Gun legt einen großen Fokus auf Bosskämpfe, die, genau wie die eher regulären Level, alle von der Oberwelt ausgewählt werden können. Hat man die Stage seiner Wahl gefunden, zeigt sich das Kerngameplay in Gänze: Mit dem Steuerkreuz bewegt man die Tassenköpfe, mit dem B-Knopf springen sie, mit dem X-Knopf spurten sie kurz nach vorne. Und hält man die Y-Taste gedrückt, schießen kleine Projektile aus ihren Fingern, die genutzt werden, um vor allem den Bossen Schaden hinzuzufügen.
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Jene Bosskämpfe dauern per se nicht länger als drei Minuten, nehmen aber für gewöhnlich deutlich mehr Zeit in Anspruch, da sie äußerst herausfordernd sind und gerne mal mehrere Dutzend Versuche brauchen, bis man ihnen ihre Seele per Vertrag abnehmen kann. Solch ein Spielprinzip könnte sehr schnell zu Frustration führen, doch Cuphead vermeidet dies vor allem durch die responsive Steuerung, welche stets dazu führt, dass man das unausweichliche Ableben der Porzellan-Brüder immer als seine eigene Schuld erkennen kann und darum motiviert ist, es erneut zu versuchen. Gerade, wenn dann nach einem gescheiterten Versuch angezeigt wird, wie weit man es in diesem Bosskampf tatsächlich geschafft hat, ist man umso gewillter, es nochmal zu versuchen.
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Dazu kommt der schiere Abwechslungsreichtum, den die bunten sowie verrückten Widersacher bieten. Egal, ob es eine Blume ist, welche Sporen, ähnlich wie Fallbomben, auf die Trinkgefäße fallen lässt oder ein Dschinn, der verschiedenste Formen annimmt und innerhalb eines Flugzeugs bekämpft werden muss: Alle von ihnen haben eine klare Identität und fordern auf ihre individuelle Art.
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Hingegen der größte Kritikpunkt dürfte sein, dass einige der späteren Bosse, als auch die meisten der klassischen Level, welche eher sporadisch auftreten, im Laufe der Reise nicht unbedingt durch die Hindernisse an sich, sondern durch ihre Länge schwieriger erscheinen, da man an keiner Stelle einen seiner drei Lebenspunkte wieder auffüllen kann und man, wenn diese aufgebracht sind, wieder, ohne jeden Zwischenstop, an den Anfang gesetzt wird. Dennoch sind die eher klassischen Abschnitte rein optional und existieren nur, um Münzen dort zu erhalten, die man im Shop gegen Spezialattacken eintauschen kann, um - primär - mehr Schaden auszuüben.
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Doch die Schulden muss man nicht allein eintreiben! Denn da es sich um ein Brüderpaar handelt, kann ein lokaler zweiter Spieler die Kontrolle der jeweils anderen Tasse übernehmen. Dennoch sei direkt dazugesagt, dass man aufgrund des hohen Tempos lieber einen erfahrenen Mitspieler suchen sollte und dass es definitiv nicht einfacher wird, da auch die Gegner deutlich mehr aushalten.
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Technik
Zwar mag das Gameplay wirklich gut sein, trotzdem hat Cuphead, abgesehen vom Schwierigkeitsgrad, aufgrund eines anderen Aspektes vor einer Weile Schlagzeilen gemacht. Jeder einzelne Frame, welchen man hier zu sehen bekommt, wurde von Hand gezeichnet, da man sich von Animationen der 1930er hat inspirieren lassen. Dieses ambitionierte Vorhaben, bei welchem ein Boss tausende Bilder erforderte, hat sich mehr als ausgezahlt, da Cuphead vor Persönlichkeit nur so sprüht. Da dieser Titel gerade dafür bereits in den Himmel gelobt wurde, kann ich dem nichts mehr hinzufügen, abgesehen davon vielleicht, dass all die Lobpreisungen für die Optik mehr als gerechtfertigt sind.
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Ein paar positive Worte muss ich auch zum Soundtrack verlieren, der oftmals etwas zu kurz kommt, wenn er mal wieder von den, zugegebenermaßen, großartigen Animationen überschattet wird. Auch hier hat man penibel darauf geachtet, den Flair der Zeit einzufangen, aber trotzdem neue, einprägsame Stücke zu komponieren, was vollkommen gelungen ist. Ein großer Fokus wird hierbei auf das Piano gelegt, jedoch gibt es gelegentlich einige Songs, welche sich eher in Richtung Jazz einordnen lassen. Schlichtweg ein formidabler Soundtrack, welcher sich neben der ansonsten makellosen Technik stellen kann.
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FAZIT
Ohne jeden Zweifel ist Cuphead eines der diesjährigen Highlights für die Switch. Man sollte es sich hier nicht entgehen lassen, ein derart rundes Gesamtpaket zu genießen - sofern man, aufgrund des Schwierigkeitsgrads, ein wenig Gamingerfahrung vorweisen kann.

Lunk, 4.794 Zeichen, veröffentlicht am 03.05.2019 •
Singleplayer: 90%
Multiplayer: 90%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei PopAgenda
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Durchschnittliche Wertung von 4 User/innen:
Singleplayer: 94,25%
Multiplayer: 93,00%
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Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Switch Joy-Con Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 18.04.2019, Preis: 19,99€, 1-2 Spieler/innen

Bilder

Cuphead, Screenshot #1 Cuphead, Screenshot #2 Cuphead, Screenshot #3 Cuphead, Screenshot #4 Cuphead, Screenshot #5 Cuphead, Screenshot #6 Cuphead, Screenshot #7

Kommentare

CaptainOlimar
CaptainOlimar
Registriert:
03.01.2012, 12:08:24
Kommentar #1 vom 08.05.2019, 09:12:41 Uhr
Wirklich ein extrem gelungenes Spiel, in jedem einzelnen Aspekt. Freue mich schon auf den für dieses Jahr angekündigten DLC!
super-yoshi
super-yoshi
Registriert:
05.03.2012, 14:30:45
Kommentar #2 vom 08.06.2021, 09:23:48 Uhr
Ich weiß es wird niemanden mehr interessieren, aber das Spiel unkommentiert zu lassen, wäre eine Unverschämtheit (kein Angrifft auf andere User, die nicht kommentiert haben): Ich habe mich vor 2 Wochen mal an das Spiel herangewagt und was soll ich sagen? Für mich ein kleines Meisterwerk. Ist das Spiel schwer? NEIN! Ist es die Hölle? JA! Aber niemals (!) unfair.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll: die Grafik, das Design, DIE MUSIK (Besonders "Mr. King Dice", habe mich dabei erwischt, dass ich mich in den Häusern zwischen den Inselabschnitten nur wegen der Musik länger aufgehalten habe), die Steuerung usw. Für mich stimmt hier einfach alles. Klar der Einstieg ist mühsam. Man muss sich erstmal "reinfuchsen" und die Steuerung verinnerlichen. Allerdings wird vom Spiel alles gut erklärt. Die Bosse sind schon zu Beginn nicht einfach zu besiegen, allerdings stellt sich hier der Erfolg schneller ein, als im späteren Verlauf. Besonders motivierend finde ich auch die Anzeige nach einem Ableben (und das werden viele), wie viel noch zum Sieg gefehlt hätte. Jeder Boss hat verschiedene Phasen, die man überstehen muss. Das macht alles abwechslungsreich und auch irgendwie nie langweilig. Selbst die einzelnen Phasen können je nach Boss dennoch mal anders ablaufen.
Die Steuerung ist meines Erachtens sehr sauber und exakt. Ich erwischte mich nie dabei zu sagen "Das war so gewollt, dass kann man nicht schaffen", sondern eher "Man bin ich blöd, warum hüpfe ich schon wieder in das Hindernis". Spätestens ab Welt 2 fragt man sich zu Beginn eines jeden Bosses "Wie soll ich das nur jemals schaffen?", umso größer die Befriedigung, wenn man die Abläufe verinnerlicht hat und den Boss dann endlich besiegt hat. Auch die Taktik kommt nicht zu kurz: es gibt verschiedene Waffen und Sepzialfähigkeiten, die ausgerüstet werden können. Hierfür benötigt man Münzen, die man in den (auch teilweise sehr kniffligen) Gun'n'Run Level einsammeln kann und / oder auf der Oberwelt findet.
Und zum Schluss noch was zur Preisgestaltung: Bei aller Liebe knapp 20,00€ für den regulären Preis (gab es sogar bereits schon für weniger im Angebot) sind ein Witz für dieses Spiel. Wie zur "Hölle" machen die das? Wenn ich überlege, was ich schon für bescheidene Spiele für deutlich mehr Geld gespielt habe. Es lohnt sich auch hier und da mal einen Besuch auf Videoplattformen, um sich anzuschauen, wie z. B. die Musik eingespielt worden ist.
Fazit: Chapeau! Himmel & Hölle zu gleich, aber stets motivierend und NIE unfair (auch wenn es Bosse gibt, die ich nicht ein 2. Mal besiegen möchte). Es stellt sich wieder ein Gefühl aus den guten, alten Zeiten ein, als Videospiele einem vieles abverlangt haben. So eine große Befriedigung nach Beendigung eines Spiels, hatte ich schon lange nicht mehr. Leider wurde der DLC verschoben (Gut Dinge will Weile haben). Ich freue mich jetzt schon höllisch drauf. Pflichtkauf!

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