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Curious Expedition 2

Nintendo Switch

Curious Expedition 2, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Switch Joy-Con Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 11.08.2021, Preis: 19,99€, 1 Spieler/in
Paris. 1889. Wir sind Abenteurerin. Und darauf erpicht, uns einen klangvollen Namen zu erarbeiten, indem wir von Expeditionen Reichtümer mitbringen, oder eben währenddessen an uns herangetragene Aufgaben erfüllen. Natürlich könnten wir auch ganz allein auf die Reise gehen, aber das wäre Wahnsinn, da viel zu gefährlich. Also beschaffen wir uns eine Crew, sodass wir bis zu sechst unterwegs sind werden.
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Jedes Crewmitglied hat unterschiedliche Vor- und Nachteile. Eines ist ein Ass im Angriff, das nächste schlägt beim Handel immer einen Nachlass für uns heraus, während ein anderes das Fleisch erlegter Wildtiere in verzehrbare Mahlzeiten verwandeln kann, was die Weiterreise erleichtert. Wie wir unsere Truppe zusammenstellen, bleibt uns überlassen und wir werden immer wieder auch mal vor die Wahl gestellt, Mitglied A zu entlassen, damit Mitglied B bei uns anheuern kann. Interessant ist auch, dass auch Wildtiere ein Teil unserer Crew sein können. Dazu müssen wir uns an sich heranpirschen und ihr Vertrauen gewinnen - sonst rennen sie weg. Die meisten Wildtiere sind uns allerdings feindlich gesinnt. So stoßen wir nicht nur auf verfluchte Skelettpiraten, sondern auch auf Wölfe, Elefanten, Riesenskorpione oder gigantische Sandwürmer. Nicht zu vergessen unser ärgster Wiedersacher. Dieser schändliche Mistkerl. Der unseren Ruf verächtlich macht, wo er nur kann.
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Fast alle Aktionen werden über W6-Würfel durchgeführt. Je nach Level unserer Mitglieder sind aber nicht alle Würfelseiten mit einer Aktion belegt. Das geschieht erst mit der Zeit, also durch Level-ups. Welche Aktionen auf einer Würfelseite eingeprägt ist, ist abhängig von Ausrüstung und Fähigkeiten eines Charakters. Es gibt Fausthiebe, Messerstiche, Pistolenschüsse, Heilung oder Verteidigungs- und Schadensboni, aber auch ganz besondere Aktionen, wie etwa, die gewürfelte Seite eines Würfels zu duplizieren, sodass eine Aktion zweimal in derselben Runde ausgeführt werden kann. Nicht zu vergessen, dass Aktionen durch Würfelergebnisse der Anderen zusätzlich verstärkt werden können.
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Doch auch das Erforschen von Höhlen, Grabanlagen oder Schiffswracks wird über Würfel geregelt. Gelingt das gefährliche Durchsuchen eines Sarkophags ohne Blessuren, oder geht etwas schief? Auch das ist immer auch mit von der Konstellation der Crew und ihrer Level und Fähigkeiten abhängig.
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Andererseits sind unsere menschlichen Crewmitglieder eben genau das: menschlich! Sie haben oder entwickeln ihre Charakterzüge. Da ist von Alkoholsucht, Sexismus, Kleptomanie, Liebe oder Treue so ziemlich alles dabei, was unsere Reise zusätzlich leichter oder zusätzlich schwerer machen kann. So kann Alkoholsucht bei jemandem dazu führen, dass eine längere Zeit ohne Alkohol zu unkontrollierten Wutausbrüchen oder Mutlosigkeiten führt - was die Reise erschwert, beziehungsweise zusätzliche Ressourcen kostet. Durch ausreichend Erfahrung und Ansehen lassen sich solcherlei Charakterzüge auch ausnutzen oder manchmal heilen - wenn man es dann möchte.
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Dadurch bleibt Curious Expedition 2 jederzeit spannend. Viele, oft auch nur scheinbar kleine Entscheidungen können ein anderes Mitglied beeinflussen. So war etwa meine Männern gegenüber sehr ablehnende Heilerin fortwährend gegen meinen Priester am sticheln und drückte so auf die Moral aller - und sie grinste hämisch, als ich mich entschied, ihn zu entlassen, weil ich meine Gruppe etwas umstrukturieren wollte.
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Die Expeditionen übrigens sind ähnlich unterhaltsam und spannend. Wir legen mit dem Schiff an einer Insel an und sollen beispielsweise einen bestimmten Ort finden - von dem wir nur die Generalhimmelsrichtung kennen. Aber was unter der zuerst immer noch vollständig verdeckten Inserlkarte ist, sehen wir erst, wenn wir uns fortbewegen und sich das umliegende Gebiet bis zu einem gewissen Radius aufdeckt. Wir sind also gezwungen, uns peu a peu vorzutasten - und können jederzeit auf Informationen, Rastplätze, Dörfer, Ruinen, Schätze, Freunde oder Feinde stoßen.
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Damit wir allerdings überhaupt vorwärtskommen, benötigen wir ausreichend Bewegungsenergie, dargestellt durch ein violettes Symbol oben rechts. Mit jedem Schritt auf der Karte nimmt diese Energie ab. Beim Besteigen eines Bergs, Durchqueren eines Sumpfes und ähnlichem, nimmt es sogar rapide ab, weil der Weg viel beschwerlicher ist. Sinkt diese wertvolle Energie auf 0, haben wir ein großes Problem. Wir schwächeln, geraten ins Delirium, brechen uns ein Bein, sterben an einer Infektion oder oder oder... Um diese wertvolle Energie wiederherzustellen, ist eine Rast zu empfehlen, oder der Verzehr von Nahrungsmitteln. Leider können wir nicht unendlich viel davon bei uns tragen, dann unser Inventar ist begrenzt und Nahrungsmittel gibt es nicht gerade wie Sand am Meer.
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Wir haben also ein ewiges Damoklesschwert über uns. Lieber die Schätze oder Gebrauchsgegenstände bei uns tragen? Lieber die Grabstätte um ihre Statuen und Edelsteine erleichtern, oder riskieren, dass dadurch eine Falle ausgelöst wird und jemand sich das Bein bricht - oder noch schlimmeres geschieht? Lieber zurück zum Schiff und quasi umsonst unterwegs gewesen zu sein - aber dafür überleben? Mit Volk A gegen Volk B verbünden? Das unbekannte Portal aktivieren?
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TECHNIK
Curious Expedition 2 ist im Vergleich zu seinem Vorgänger Curious Expedition definitiv eine Verbesserung auf ganzer Linie. Grafik, Sound, Gameplay, Quests und wie die verschiedenen Charaktereigenarten und Inselgeschehnsse aufeinander einwirken - alles ist sehr viel ausgefeilter, runder, durchdachter, besser abgestimmt. Allerdings kommt es auf größeren Inseln, wenn der giftige Nebel sich immer mehr verbreitet, irgendwann zu ziemlichen Rucklern und ganz kurzen Freezes beim Scrolling oder Wandern über die Map. Nichts wirklich dramatisches, aber auffällig ist es dennoch, weil das Gameplay ansonsten stets butterweich läuft.
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Auch dass es drei Schwierigkeitsgrade gibt, und alle Inseln zusätzlich leicht, mittel oder schwer sein können, sorgt für ein recht großes Spektrum an Möglichkeiten, das Spiel zu erleben. Wer es knallhart wünscht, stellt auf Schwierigkeitsstufe 3 und wählt immer die Inseln, die am meisten abverlangen. Und wer es eher gemächlich möchte, oder wer erst einmal die Spielmechaniken verstehen will, macht es sich ganz einfach. Allerdings sind auch auf der leichtsten Stufe mit fortschreitender Spielzeit immer häufiger Inseln dabei, die seeehr knapp werden können, wenn man in der Zwischenzeit nicht lernte, auf seine Nahrungsmittelvorräte und Rasten Acht zu geben - und selbst dann steht es manchmal auf des Messers Schneide. Zumal es ständig Überraschungen gibt, wenn man die Teilnahme an einem Stammesritual ablehnt - oder zusagt. Wichtig bei solchen Dingen sind dann die Nuancen im Begleittext, der tagebuchartig verfasst ist.
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Die Hauptkampagne dauert etwa 10 bis 12 Stunden an, aber danach gibt es noch jede Menge Abenteuer. Wir können einfach erneut die Kampgne mit anderen Voraussetzungen spielen, oder uns im Direktormodus versuchen, der diverse kleine Ergänzungen und Komplikationen bereit hält und mehr oder weniger eine Art Endlos-Modus darstellt.
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FAZIT
Zuerst erweckt Curious Expedition 2 den Anschein, eher eine Art HD-Remake seines Vorgängers zu sein. Spielerisch ist alles beim alten geblieben, doch unter der Haube wurden soviel mehr Abhängigkeiten diverser Faktoren zueinander eingefügt und auch das Würfelsystem wurde deutlich getuned. Auch gibt es viel mehr Feinde, Plottwists und und und. Wer auf Abenteuer mit D&D-Einschlag ohne Entscheidungszeitdruck steht, ist hier genau richtig - und wer bereits Curious Expedition mochte, ist es sowieso.

TheUnknown *, 7.631 Zeichen, veröffentlicht am 17.08.2021 •
Singleplayer: 78%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Plan of Attack
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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