Max: The Curse of Brotherhood

Nintendo Switch

Max: The Curse of Brotherhood, Covermotiv
Max kehrt an einen warmen Sommertag von der Schule zurück und muss feststellen, dass sein kleiner Bruder Felix mal wieder mit seinen Spielsachen gespielt und dabei auch noch sein Zimmer verwüstet hat. Wütend greift Max sich seinen Laptop und tippt bei der Suchmaschine Giggle ein "Wie lasse ich meinen Bruder verschwinden?" Oh Schreck, der gefundene Spruch funktioniert, eine mysteriöse Hand greift aus einem Portal heraus und schnappt sich Felix. Kurzerhand erschließt sich Max im letzten Moment noch durchs Portal zu springen...

Der Magische Filzstift
Auf der anderen Seite des Portals angekommen, findet sich Max in einem actiongeladenem Plattformer wieder und muss so manche Rätsel lösen. Aber Max ist doch völlig wehrlos gegen seine Widersacher!? Nicht ganz, denn nach seinen ersten Schritten gelangt er zu einer Hexe, die ihm seine einzige Waffe präsentiert. Es ist der "magische Filzstift", ein Stift der mehr kann, als nur malen. Er kann nämlich an bestimmten Punkten, die fast wie ein kleines Portal aussehen, je nach Farbe, eines von vier Elemente Erde (Säulen), Wasser, Wald (Baumäste/Liane) oder Feuer erscheinen lassen und einsetzen. Diese könnt ihr sogar miteinander verbinden, so lassen sich Äste beispielsweise anzünden oder ihr könnt die Zweige über Wasserfontänen transportieren lassen, da ihr Kräfte des Typs Wald abschneiden könnt und diese dann frei in der Welt hin- und herschieben könnt.

Natürlich müsst ihr euch aber erst einmal eure Fähigkeiten erarbeiten: Kommt ihr in einem Bereich, wo ihr neue Skills erlernen könnt, zieht die Quelle der Macht vorher eure Waffe aus eurem Rucksack und ihr müsst den Dungeon ohne die bestreiten - erst danach erhaltet ihr sie wieder. Doch keine Angst, die liebe Hexe vom Anfang, hilft euch immer wieder aus, damit ihr euren Weg, bestreiten könnt.

Selbstverständlich besteht Max: The Curse of Brotherhood nicht nur aus Zeichnen, auch klassischer Jump-and-Run-Spaß wird geboten. Beispielsweise werdet ihr von einem riesigen Feind verfolgt und müsst schnell auf die Gefährdungen auf eurem Weg reagieren und zum Beispiel über diese hinwegspringen.

Auch dies ist allerdings noch nicht alles, was Max: The Curse of Brotherhood euch zu bieten hat. Denn an Rätsel kommt ihr weit und breit nicht vorbei. So müsst ihr beispielsweise überlegen, wie ihr eure Widersacher aus dem Weg schafft. Ihr müsst sie etwa in eine Art Falle locken und sie dann mithilfe eurer Kräfte einsperren. Oder ihr müsst euch mithilfe eurer Skills selbst Wege erschaffen, und so immer wieder eure Fähigkeiten miteinander kombieren.

Während eures gesamten Abenteuers könnt ihr insgesamt 75 böse Augen sammeln, die dem Entführer von Felix als Überwachungskameras dienen, um zu sehen, was so in seiner Welt passiert. Außerdem gibt es insgesamt 18 Elemente des Amuletts der Hexe, zu sammeln. Sehr lobenswert, diese Objekte lohnen sich nicht nur zum Sammeln, denn damit habt ihr im Hauptmenü die entsprechenden Felder ausgefüllt und somit ein Nachweis, ob ihr alle Geheimnisse in einem Level gefunden habt. Außerdem schaltet ihr so regelmäßig neue Szenen frei, die zwar nichts Besonderes sind, aber durchaus nett anzuschauen sind. Ein Vorteil für die Story bringen diese Objekte jedoch nicht.

Technik
Grafisch ist Max: The Curse of Brotherhood generell nur durchschnittlich, aber trotzdem hübsch anzuschauen. Vor allem die kleinen Zwischenszenen sind wunderschön geworden. Nur ganz selten lässt die Grafik wirklich etwas zu wünschen übrig. Beispielsweise hätte ich mir gewünscht, dass die Steinfelsen etwas detaillierter sind. Der Soundtrack des Spiels ist eher Mittelmaß, zwar ist er bei weiten nicht schlecht, allerdings bleiben die Soundtracks nicht im Ohr hängen und man erinnert sich auch nicht besonders daran, da es sich hier um typische Jump-and-Run-Musik handelt - immerhin passt sich der Soundtrack den aktuellen Geschehnissen an.

Nun aber zu einem absoluten No-Go. Recht am Ende des Games bin ich in einem Levelabschnitt gestorben, und nicht, wie üblich, am letzten Speicherpunkt respawnt. Stattdessen durfte ich mir einen Lavagegner in Großaufnahme ansehen und musste über das Systemmenü Max: The Curse of Brotherhood neu starten. Recht ärgerlich, besonders weil ich an dieser Stelle nicht nur einmal gestorben bin, und wobei der Schwierigkeitsgrad von Max: The Curse of Brotherhood eigentlich nicht sonderliche große Probleme bereitet. Aber zum Glück gibt es in Max: The Curse of Brotherhood fast so viele Speicherpunkte wie Sand am Meer.

Fazit
Max: The Curse of Brotherhood ist ein Jump and Run, das durch seine innovative Idee, den "magischen Filsstift", erfrischend wirkt. Die Story packt und man möchte unbedingt Max' kleinen Bruder Felix befreien. Mit rund 8 Stunden Spielzeit und fast 100 Sammelobjekten bietet euch Max: The Curse of Brotherhood zudem viel Unterhaltung und jede Menge Gründe, die Level zu erforschen.

Dennoch schlittert Max: The Curse of Brotherhood - wenn auch sehr knapp - an einer absoluten Kaufempfehlung vorbei, denn dafür bietet es stellenweise etwas zu wenig Abwechslung, und hier und da eine Rätselpassage weniger, das wäre es gewesen. Mein Tipp: Testet am besten mal die kostenlose Demo aus, um zu sehen ob euch dieses Konzept gefällt.

Link500 *, 5.230 Zeichen, veröffentlicht am 21.12.2017 •
Singleplayer: 79%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Stage Clear Studios
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Releasedate: 21.12.2017, Preis: 14,99€, 1 Spieler/in

Bilder

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