Qbik

Nintendo Switch

Qbik, Covermotiv
Qbik könnte man als eine Art Pac-Man im Puzzle-Stil beschreiben. Es gilt, in Gestalt von Qbik, in jedem der 63 Level alle gelben Blöcke zu verputzen. Die übrigen Blockarten können, je nach Sorte, zwar auch aufgefuttert werden, dies dann aber nur aus rein strategischen Gründen - an und für sich zählt nur, die gelben getilgt zu haben.

So bestehen die ersten paar Level auch nur aus gelben Blöcken, die sich problemlos erwischen lassen. Allmählich kommen dann immer mehr Um-die-Ecke-Denkereien hinzu, weil die Schwerkraft Qbiks Achillesferse darstellt: Fällt er hinab, kommt er nicht mehr hinauf und gelangt so auch nicht mehr an die obenliegenden Blöcke. Und er kann auch nicht springen oder klettern, das heißt, aus eigener Kraft kann er sich nur nach links oder rechts bewegen. Darum ist die Reihenfolge wichtig, in der die Blöcke abgetragen werden... Aber auch das ist anfangs noch gut machbar!

Dann aber geht es los, denn es kommen mehr und mehr Blockarten dazu. Welche, die Qbik von einen zum anderen teleportieren, welche, die sich nicht durch Aufessen aus dem Weg räumen, sondern nur verschieben lassen, andere fallen nach dem Boulder-Dash-Prinzip, wenn Qbik unter ihnen Blöcke entfernte, andere verbleiben starr in der Luft...

So ergeben sich später immer kniffligere und kniffligere Level, die teils zum Auswachsen schwer sind. Denn kommt man irgendwann einmal nicht weiter, muss man den aktuellen Level neu beginnen, beziehungsweise kann die letzten Züge rückgängig machen. Zweiteres ist so manches Mal schon ärgerlich, aber ersteres kann durchaus dazu führen, dass man an seiner Intelligenz zweifelt und die Versuchung, sich zum Beispiel im Internet die Lösung verraten zu lassen, wird immer größer und größer. Andererseits fühlt es sich unheimlich befriedigend an, wenn es dann doch irgendwann gelang, einen der schweren Level aus eigener Leistung heraus gemeistert zu haben.

In vielen Leveln existieren auch Texttafeln, die, wenn Qbik sie erreicht hat, eingeblendet werden, aber ich habe nicht auch nur ein einziges Mal einen Lösungsrückschluss daraus schließen können. Und ich denke sogar, dass keine enthalten sein sollen, sondern dass es lediglich um Texte handelt, die für Qbik, innerhalb seines eigenen Kosmos', von Wichtigkeit sind. Sollte ein Level allerdings tatsächlich unlösbar erscheinen, oder hat man es einfach sowas von satt und echt keinen Bock mehr, darf man einen Level auch überspringen und mit dem nächsten fortfahren. Aber auch das nicht unendlich oft, denn insgesamt dürfen Level nur sehr begrenzt ausgelassen werden, weshalb man sich gut überlegen sollte, ob man diese Funktion jetzt nutzen will, oder man sie nicht doch später viel besser gebrauchen könnte.

TECHNIK
Ein Leveleditor ist Qbik enthalten. Der ist durchaus beeindruckend und es macht auch Spaß, sich Rätsel für andere auszudenken - aber dies dann nur an derselben Switch, an der sie erstellt wurden. Sodass Motivation, sich hier auszutoben eigentlich nicht gegeben ist. Und das ist bei einem Titel wie Qbik extrem ärgerlich, weil es den Langzeitspielspaß praktisch ins Unendliche gehievt hätte. Nach dem In-Game-Content mal hier zwei Level lösen, mal dort zwei Level lösen - das wäre es gewesen.

Grafisch beschränkt Qbik sich auf Minimalismus. Im Kern wirkt ein Level wie der andere - wenn man von seiner Struktur einmal absieht. Dieselben Farben, dieselben Formen. Hin und wieder vielleicht ein Spinnennetz in der Ecke, aber das war's auch schon. Allerdings kommt genau das dem Gameplay entgegen, denn wer interessiert sich für Schnickschnack, wenn da eine Aufgabe auf ihre Lösung wartet?

Die Klangkulisse ihrerseits ist stark immersiv. Eine Musik im eigentlichen Sinne gibt es nicht, es ist mehr ein akustisches Gebilde aus anhaltenden, zumeist tiefen Tönen, und jeder Soundeffekt hat einen coolen Halleffekt inne, sodass es klingt, als wäre man in einer Höhle. Das erzeugt eine Atmosphäre, bei der man die Welt um sich herum total vergisst.

Unterstützt wird dieser Effekt noch durch die Steuerung, die simpler und intuitiver nicht sein könnte: Analogstick oder Steuerkreuz bewegen Qbik, der A-Button legt die zu nehmenden Wegpunkte fest und mittels B macht man Züge ungeschehen.

FAZIT
Qbik ist leicht zu verstehen, aber spätestens nach dem ersten Dutzend Leveln schwer, sehr schwer zu meistern. Es hagelt Levelneustart auf Levelneustart - aber umso schöner ist hinterher auch das Gefühl, eine weitere harte Nuss geknackt zu haben. Eine Spielzeit für die insgesamt 63 Level zu nennen, scheint mir unmöglich, da es stets auf die eigene Auffassungsgabe ankommt. Von einer Minute bis hin zu einigen Stunden pro Level ist eigentlich alles möglich.

TheUnknown *, 4.672 Zeichen, veröffentlicht am 31.01.2018 •
Singleplayer: 71%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Forever Entertainment
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Switch Joy-Con Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Nintendo Network Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 18.01.2018, Preis: 4,99€, 1 Spieler/in

Bilder

Qbik, Screenshot #1Qbik, Screenshot #2Qbik, Screenshot #3Qbik, Screenshot #4Qbik, Screenshot #5Qbik, Screenshot #6

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