The Inner World

Nintendo Switch

The Inner World, Covermotiv
STORY
In Asposien findet das Leben unterirdisch statt. Genau genommen ist diese Welt hohl und ihr gesamtes Ökosystem befindet sich auf der Innenseite der Weltkugel. Früher wurden die Asposier von drei großen Windbrunnen mit Luft und Licht versorgt, doch zwei von ihnen sind inzwischen versiegt und es erscheinen immer wieder fliegende Monster, die sogenannten Basylen, welche die Menschen mit ihrem Blick versteinern können. Der letzte aktive Windbrunnen wird von Abt Conroy bewacht, der jeden Tag vom Balkon seines Palastes predigt, um seine frommen Anhänger vor den Basylen zu beschützen.

Wir übernehmen die Kontrolle über Robert, Conroys Novize und Adoptivkind, der sich dummerweise dessen Lieblingsanhänger von einer Taube hat abnehmen lassen und in Folge des Bergungsversuches erstmals den Palast verlässt. Schnell stellt sich heraus, dass Conroy nicht der Gutmensch ist, für den Robert ihn bislang hielt und er schließt sich der Rebellin Laura an, um die Wahrheit über die Windbrunnen, seine und seine eigene Vergangenheit herauszufinden.

Spielerisch bekommen wir gewohnte Point-&-Click-Adventurekost serviert. Wir nehmen alles ins Inventar auf, was nicht niet- und nagelfest ist, kombinieren es miteinander und lösen eine Aufgabe nach der anderen, um voran zu kommen. Roberts Naivität ist hierbei zu Beginn seines Abenteuers gerade zu drollig und sein Wachstum an den ihm gestellten Aufgaben ist von den Entwicklern unheimlich gut eingefangen. Generell wird hier ein großartiger Cast an Charakteren geboten.

TECHNIK
Die handgezeichneten Hintergründe und Animationen sind wirklich liebevoll gestaltet und jederzeit sehr hübsch anzusehen. Zwischensequenzen sind dank dem verwendeten Zoom zwar etwas grob aufgelöst, passen aber dennoch ins Gesamtbild. Musikalisch finden sich hier ein paar schöne Stücke, welche aber keine Ohrwürmer sind. Dafür sind sowohl die deutsche als auch die englisch Sprachausgabe sehr gut gelungen. Leider trat bei mir immer wieder ein Bug auf, der das Spielgefühl leicht trübte - während des Spielens erschienen häufiger Untertitel der letzten Zwischensequenz auf dem Bildschirm und wurden nur durch Beenden der Software oder das Abspielen einer neuen Cutszene wieder entfernt. Spielerische Auswirkungen hatte das zwar nicht - aber es stört eben.

Sehr gelungen finde ich die Integration des sogenannten Asposischen Hilfesystems, quasi eine eingebaute Komplettlösung. Wann immer man Probleme beim Entschlüsseln eines Rätsels hat, reicht ein Druck auf ZR und man sieht jeden der nun nötigen Schritte. Hierbei werden die einzelnen Hinweise nach und nach aufgedeckt. Während einigen vielleicht schon der Fundort des nächsten Gegenstandes ausreicht, können andere sich das ganze Rätsel erklären lassen. Eine wirklich großartige Funktion.

STEUERUNG
Das größte Manko an The Inner World ist leider die Steuerung. Wir bewegen Robert mit dem Controllstick direkt durch die Welt. Haben wir etwas von Interesse gefunden, lassen wir uns auf Knopfdruck die Hotspots in unserer Umgebung anzeigen, schalten diese mit den Schultertasten durch und müssen dann noch einmal auswählen, ob wir besagten Hotspot inspizieren, ihn mit etwas kombinieren oder mit ihm interagieren möchten. Um beispielsweise von einem Bildschirm auf den nächsten zu wechseln, müssen wir so minimal drei Knöpfe drücken. Es geht zwar im Laufe des Spiels immer besser von der Hand, aber intuitiv ist es garantiert nicht.

Mir ist bewusst, dass solche Kompromisse für die Konsolenversion eines Point-&-Clicks eingegangen werden müssen, aber die Nintendo Switch hat einen Touchscreen. Dieser wird leider überhaupt nicht unterstützt, obwohl The Inner World bereits auf anderen Touchgeräten erschienen ist. Für mich eine große Chance, die hier vertan wurde.

FAZIT
The Inner World ist auf jeden Fall zu empfehlen - leider nur bedingt mit der hier angebotenen Steuerung. Zuhause hat man auf dem PC und unterwegs auf Smartgeräten ein besseres Spielgefühl. Wer allerdings nur auf die Switch-Version zugreifen kann oder will, darf das ruhigen Gewissens tun.

Rolf Belmont *, 4.056 Zeichen, veröffentlicht am 09.08.2018 •
Singleplayer: 72%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Headup Games
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 03.08.2018, Preis: 11,99€, 1 Spieler/in

Bilder

The Inner World, Screenshot #1The Inner World, Screenshot #2The Inner World, Screenshot #3The Inner World, Screenshot #4The Inner World, Screenshot #5The Inner World, Screenshot #6

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