Transcripted

Nintendo Switch

Transcripted, Covermotiv
In Transcripted geht es um den Genetik-Experten Adam, der mit Unterstützung von Computer-Lady NADIA unter den Fittichen von Professor Dahl gewisse Nanoproben steuert. Da es sich hierbei um einen Mix aus Twin-Stick-Shooter und Match-3 handelt, ist diese Nanoprobe eine Art Raumschiff, mit dem es gilt, DNA-Würfel einer gewissen Farbe in einen DNA-Strang zu schießen, um mehr Informationen über eine Krankheit zu erlangen.

Feuer frei
Kleine Bakterien und andere Gegner kreuchen und fleuchen durch den begrenzten Raum und einige davon können sogar schießen. Mit gezielten Treffern eurerseits, lassen diese nach ihrem Ableben immer wieder DNA-Würfel fallen. Sobald ihr diese aufsammelt, beginnt das Match-3-System.

Ihr erhaltet eine Art Schutzschild, dass euch temporär vor Treffern bewahrt und die Zeit verläuft minimal langsamer, da ihr nun ein gewisses Mehrgewicht besitzt. Nun wird eine Linie zum Zielen angezeigt und ihr könnt diese DNA Würfel per rechten Stick in jede Richtung hin abschießen. Durch das Level bewegt sich ein DNA Strang mit roten, gelben, grünen und blauen DNA Würfeln. Sobald ihr einen DNA Würfel in den Strang schießt und drei gleiche Farben nebeneinander liegen, lösen die sich auf und der Rest des Stranges setzt sich wieder zusammen, ähnlich wie in Jewel, Bubble oder Tetris. Schafft ihr es aus eine Distanz einen DNA Würfel in den Strang zu feuern gibt es einen Distanzbonus oder auch bei Aneinanderreihung von sich auflösenden Ketten.

Diese erscheinen in Form von Power-Ups auf dem Bildschirm, mit denen ihr eure Waffen verstärken und Energie wieder aufladen könnt. Zum Schluss gibt es noch eine Bewertung in Silber, Gold und Blau, was wohl ein S Rang darstellen soll.

Hust, Hust und Hatschi
Zu Beginn fühlt sich das Spiel träge und komisch an, jedoch können im Forschungsbereich Upgrades installiert werden. Dadurch wird die Nanoprobe schneller, die Lebensdauer erhöht, die DNA- Würfel können schneller verschossen, aber auch neue Waffen freigeschalten werden.

Die Missionen an sich laufen zwar nach dem selben Schema ab, allerdings gibt es immer wieder kleinere Missionen wie "Hacken Sie die 4 Synapsen". Hierfür müsst ihr lange genug in einem gewissen Bereich verharren, während ihr unter Beschuss steht. Der Anspruch an euch steigt wie üblich von Level zu Level. Nach dem fünften bekommt ihr es sogar mit einem ersten Boss zu tun, der euch mit Tentakeln Energie abziehen möchte und dessen Energiekugeln an seinem Körper eine Art Schutzschild bilden.

In insgesamt 25 Leveln müsst ihr euch so durch die gemeinsten, mikroskopisch kleinen Gegnern schießen und gleichzeitig den DNA-Strang zerteilen, und ein Level ist geschafft, wenn der Strang-Meter voll ausgefüllt ist. Der Schwierigkeitsgrad kann übrigens nur zum Start des Spiels und auch nur einmal zurückgestuft werden. Das ist etwas komisch gelöst, aber immerhin kann sowohl der Shooter- als auch der Puzzlepart vom Schwierigkeitsgrad geändert werden.

Grafik, Sound und Steuerung
Die Optik des Spiels bewegt sich in einem Blauton, wodurch die bunten DNA-Würfel wunderbar zur Geltung kommen. Die gegnerischen Mikroben kommen in allen möglichen Formen, behalten aber den rötlichen Ton immer bei. Was ein Problem ist, sind die viel zu kleinen Buchstaben. Wieso diese Minischrift? Zum Beispiel bei den Missionsaufgaben. Auf dem TV-Bildschirm sind diese schon recht klein, aber im Handheldmodus braucht man wirklich eine Lupe um den Text zu erkennen.

Die Soundkulisse bewegt sich eher auf der mystischen, bedrohlich-treibenden Schiene, und passt sich der Situation an. Das erinnert etwas an den Film Outbreak. Die Synchronsprecher machen ihre Arbeit super und bringen auch filmreife Atmosphäre ins Spiel - Darunter sogar die deutsche Stimme von Samuel L. Jackson!

Gesteuert wird die Probe per linkem Stick. Wer allerdings mit Joy-Cons spielt, könnte bei der Schusstechnik möglicherweise ähnlich unzufrieden sein wie ich. Prinzipiell müsst ihr den rechten Stick in die Schussrichtung lenken und mit der ZR-Taste feuern. Die Anordnung des Sticks ist aber zumindest für meine Hände eher ein Krampf, wodurch die Treffsicherheit sehr leidet. Wer also Probleme damit, aber einen Pro Controller zur Hand hat, dem empfehle ich auf alle Fälle, auf diesen umzusteigen. Denn die Bewegungs- und Schusskoordination ist bei einem Twin-Stick-Shooter natürlich extrem wichtig.

FAZIT
Leider könnte Transcripted mich nicht so richtig vom Hocker hauen. Die Idee der Verschmelzung beider Systeme ist ganz nett, jedoch erweist sich die Steuerung als etwas fummelig - wenn man nicht den Pro Controller nutzt. Außerdem dauert es eine kleine Weile, bis man mit Transcripted einigermaßen warm geworden ist. Man sollte allerdings den Preis des kurzen Trips in die Welt der Bakterien einbezierehn. Und unter diesem Aspekt kann man gerne einen Blick drauf werfen!

DStroke *, 4.846 Zeichen, veröffentlicht am 01.12.2017 •
Singleplayer: 63%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Alkemi Games
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Releasedate: 23.11.2017, Preis: 7,99€, 1 Spieler/in

Bilder

Transcripted, Screenshot #1Transcripted, Screenshot #2Transcripted, Screenshot #3Transcripted, Screenshot #4Transcripted, Screenshot #5Transcripted, Screenshot #6Transcripted, Screenshot #7

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