Wonder Boy: The Dragon's Trap

Nintendo Switch

Wonder Boy: The Dragon's Trap, Covermotiv
Bereits schon in den Mitt-1980ern erschienen, spendiert man uns mit Wonder Boy: The Dragon's Trap ein liebevoll gemacht Remake des Klassikers. Erfreulicherweise wurde aber mehr gemacht, als einfach nur die Grafik zu aktualisieren. Es beginnt bereits im Titelscreen, der uns erlaubt, wahlweise als Wonder BOY oder als Wonder GIRL zu spielen. Beim Gameplay macht das keinen Unterschied - und bei der Storyline auch nicht!

Diese handelt davon, dass wir gleich zu Beginn einen Drachen bezwingen und uns zur Belohnung ein Schatz kredenzt wird, den wir natürlich sogleich einsacken. Das war ein Fehler! Denn jetzt sind wir verflucht. Der Drache hatte uns hereingelegt. Fortan sind wir unserer menschlichen Gestalt beraubt und müssen als niedlicher Drache unser Dasein fristen. Da wir darauf aber keine Lust haben, machen wir uns auf den Weg, wieder Mensch zu werden.

Das Gameplay erinnert an eine Mischung aus viel Metroid und etwas Kid Icarus. Wir bewegen uns laufend, springend und das Schwert schwingend durch die Welt, die in mehrere Areale aufgeteilt ist. Wie Wald, Wüste, Höhle und so weiter. Jedes Areal ist seinerseits nochmal in kleine Abschnitte unterteilt und bietet zahlreiche Pfade und sogar kleine, geheime Räume mit Goodies für uns. Natürlich ist unser Abenteuer voller Gefahren, wie Stacheln, Schluchten und vor allem Gegnern. Die Klassiker, wie Feldermäuse, Schlangen, Blumen, die Feuer speihen und all so'n Zeug, stellen sich uns in den Weg, den wir uns mit meistens 1-3 Schwerthieben pro Nase wieder freimachen. Alternativ haben wir auch Spezialattacken, wie den Bumerang, Blitze oder Pfeile. Diese aber können nicht unendlich oft verwendet werden, sondern nur so oft, wie der Vorrat es erlaubt. Und der Vorrat ist sehr begrenzt, weil er sich nur auffüllt, wenn wir die entsprechenden Symbole, die die Gegner bei ihrem Ableben manchmal fallenlassen, einsacken. Darum ist das Schwert das Mittel, das in mindestens 80% der Fälle zum Einsatz kommen wird.

Immerhin aber lassen sich Schwert und Verteidigung (Energieherzchen, Rüstung und Schild) verbessern, denn hier und dort gibt es Shops, die wir betreten können und es uns erlauben, neues Equipment zu kaufen. Das allerdings gibt's nicht gerade umsonst, denn die Preise sind einigermaßen gesalzen, weshalb wir viele, viele Münzen sammeln müssen, welche besiegte Gegner liegen lassen. Manchmal, aber nur manchmal, finden wir auch in Schatztruhen, also für umsonst, ein paar schicke Sachen!

Mit fortschreitender Spielzeit erkennen wir zudem, dass wir nicht nur als Drache fristen müssen, sondern wir können auch andere Formen annehmen, die uns unterschiedliche Vorteile oder Fähigkeiten bescheren. Als Maus beispielsweise sind wir winzig klein, weshalb wir schmale Passagen nehmen können, die uns sonst verwehrt blieben. Zudem können wir in dieser Gestalt Wände hinauflaufen. Als Fischwesen können wir uns viel freier unter Wasser bewegen und so weiter.

Insgesamt also wird viel Abwechslung geboten, die Steuerung geht jederzeit sauber von den Fingern und der Schwierigkeitsgrad ist in der Stufen wählbar (Einfach, Normal, Schwer), sodass für alle etwas dabei ist. Kurz: Das Gameplay ist rund und einfach nur als gelungen zu bezeichnen. Darüber hinaus bietet Wonder Boy: The Dragon's Trap nicht nur ein Savefeature, sondern außerdem auch Passwörter. Letztes sind allerdings eher aus Nostalgiegründen enthalten und eben dank des Savefeatures eigentlich völlig unnötig. Dennoch sind alle Passwörter von damals und heute in beiden Versionen des Titels nutzbar.

Neben dem reinen Upgrade der Optik, die übrigens wunderbar(!) gelungen ist, gibt es auch sonst noch jede Menge zu sehen. So vibriert der Bildschirm leicht, wenn gerade ein riesiger Stein vorbeikullert, die Hintergründe sind allesamt toll animiert und mehrschichtig, sodass alle Layer unterschiedlich schnell mitscrollen, was dem Ganzen mehr Tiefe verleiht. Die Musik ist ebenfalls modernisiert worden und klingt hervorragend. Richtige Ohrwürmer. Wer auf alles das aber keine Lust hat, drückt einfach nur die ZR-Taste und *ZACK* hat man die Originalgrafik und den Originalsound (8-Bit-Midigedudel) von damals - lediglich, dass es nun in HD aufgelöst ist und in 16:9 erscheint, ist anders. Was früher also beispielsweise einfach nur "gerade noch als Wüste gemeint zu erkennen" war, ist jetzt eindeutig eben dies: Eine Wüste. Und eine schöne noch dazu!

FAZIT
Wonder Boy: The Dragon's Trap ist mehr als nur gelungen. Es macht richtig Bock. Der Umfang ist mit rund 6-8 Stunden in Ordnung und der Spaß des Entwicklerteams an diesem Projekt ist deutlich spürbar. Die Grafiken sind hochwertig und niedlich-witzig, die Musik ist divers und voller Ohrwürmer, und die Steuerung ist ein Genuß für Jump'n'Run-Fans. Wer darüber hinaus die Retailversion kauft, erhält nicht nur eine Verpackung und das Modul, sondern eine papierene, 22-seitige Spieleanleitung, eine Soundtrack-CD und einen Schlüsselanhänger obendrauf - dafür kostet diese Fassung aber auch doppelt soviel wie der eShop-Download.

TheUnknown *, 5.020 Zeichen, veröffentlicht am 20.04.2018 •
Singleplayer: 84%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Headup Games
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Releasedate: 18.04.2018, Preis: 19,99€, 1 Spieler/in

Bilder

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