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Kirby's Dream Course

Super Nintendo Entertainment System

Kirby's Dream Course, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Kann über den Nintendo Wii Shop heruntergeladen werden Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 24.08.1995, Preis: 7,99€, 1-2 Spieler/innen
Bevor Kirby heutzutage eher für fluffig leicht zu zockende Jump'n Runs bekannt wurde, war er vorher, ähnlich wie bei Mario, in vielen anderen Genres vertreten, darunter auch eine Golf-Simulation. Natürlich ist dies hier keine herkömmliche Simulation, sondern besitzt viele Eigenheiten und Special-Features, was letzendlich sogar dazu führt, dass die Charaktere nicht wirklich austauschbar sind, wie es in Spin-Offs doch oftmals der Fall ist.
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Mini-Edelknödeln
In diesem Spiel geht es darum, Kirby in Form eines Balls durch verschiedene Parcourse zu befördern. Dazu bestimmt man die Schlagart (normaler Schlag, sanftes Putten oder springen lassen), Stärke und beobachtet dann, wie Kirby seinen Weg zum Ziel findet, indem er an Wänden abprallt oder Hürden wie Klippen oder Wasser überwindet. Sonderbar macht diese spezielle Golfsimulation folgende Sachen:
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1. Es gibt zunächst kein Loch, in welches Kirby befördert werden kann. Kirby muss erstmal versuchen, die Gegner zu besiegen, indem er sie einfach anstößt. Ist nur noch ein Gegner übrig, verwandelt dieser sich dann letzendlich in das heiß ersehnte Loch, in welches er gestoßen werden muss. Das Ganze erinnert also auch durchaus an Crocket, nur, dass man die Gegner nicht in einer bestimmten Reihenfolge treffen muss.
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2. Auch, wenn Kirby die Gegner nicht wie gewohnt einsaugt, kann er durch das Besiegen bestimmter Gegner trotzallem deren Fähigkeiten kopieren und mit der B-Taste einsetzen. So kann er durch die Inferno-Fähigkeit große Abgründe überwinden oder mit der Eis-Fähigkeit Wasser einfrieren, um voranzukommen. Mit der Sprung-Fähigkeit kann er Höhen überwinden und die Schirmfähigkeit dient dazu, langsam zu bestimmten Positionen hinunterzugleiten oder auch zu Bremsen, um nicht vom Kurs zu fallen. Es gibt noch viele weitere Fähigkeiten, für Abwechslung ist also durchaus gesorgt.
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3. Kirby hat zu Beginn vier Tomaten, die er vor jedem Schlag vertilgt. Sind diese leer, verliert er ein Leben und muss den Parcours von Vorne beginnen. Nachschub erhält er nach Bewältigung eines Kurses oder durch das Besiegen von Gegnern.
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Durch all die Features hebt sich das Spiel deutlich von anderen (Mini-)Golf-Simulationen ab, vor allem der sehr strukturierte Level-Aufbau macht das Spiel mehr zu einem Geschicklichkeitsspiel als zu einer Simulation (auch, wenn deutlich sichtbar ist, dass sich das Spiel an Minigolf orientiert hat).
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Grafik, Sound und Co.
Die Grafik des Spiels ist relativ nett gestaltet. Man betrachtet das Spiel aus der isometrischen Perspektive, sodass ein dreidimensionaler Effekt entsteht. Höhen und Tiefen, sowie Entferungen sind sehr gut erkennbar, nicht zuletzt dank dem gekacheltem Bodenmuster in den einzelnen Kursen. Dadurch leidet natürlich die authentische Gestaltung, aber gameplay-technisch wird hier zumindest eine große Hilfestellung geleistet, denn leicht ist das Spiel keinesfalls (zumindest später nicht).
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Der Sound ist Kirby-typisch abenteuerlich. Einen Großteil der Zeit hört man passende Remixes aus vorherigen Kirby-Spielen, die keine Sekunde lang stören, sondern sogar eher motivierend wirken. Es gibt zwar kein spektakuläres Ohrwurm-Feuerwerk, aber bei so einem Spiel ist das auch nicht wirklich nötig. Punkt ist, dass sich sowohl Grafik und Sound schön und passend an das Spiel schmiegen.
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Was etwas arm davon gekommen ist, sind die Spiel-Modi. Entweder man spielt alle acht Kurse mit jeweils acht Löchern im Einzelspieler-Modus nacheinander durch, oder man wetteifert um die wenigsten Schläge im Zweispieler-Modus (hierfür sogar vier spezielle Kurse mit auch jeweils acht Löchern). Bei letzerem kann man die Levels frei wählen, es lassen sich sogar relativ viele Handicaps einstellen, wie die Anzahl der Leben oder die Geschwindigkeit der Tempo-Anzeige, damit auch Anfänger eine Chance gegen fortgeschrittene Spieler haben. Es ist auch möglich, durch das Wegschlagen der Bälle (ung. wie bei Curling) sich gegenseitig zu behindern. Was ich ein bisschen seltsam finde, ist die Tatsache, dass man auf jeden Fall zwei Controller braucht, um zu zweit zu spielen, obwohl man nacheinander schlägt. Da hätte es gereicht, wenn man nur einen Controller rumreicht, in dem Fall hätte man sogar zu dritt, zu viert oder zu 16 spielen können, was auch immer das Herz begehrt hätte.
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Und sonst?
Das Spiel klingt bis hierher ganz nett. Die Steuerung ist unkompliziert und funktioniert gut, die Kurse sind recht abwechslungsreich gestaltet und auch Hardcore-Spieler werden besonders in den letzten Löchern auf ihre Kosten kommen können. Herrlich erfrischend sind die ganzen Eigenheiten dieser Golf-Simulation, die sie zu etwas ziemlich Besonderem macht. Der Kirby-Faktor ist dank Charakteren und Gameplay-Elementen sehr gut rübergekommen, was lobenswert ist.
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Was wirklich ärgerlich ist? Es gibt einfach zu wenig Modi. Abgesehen davon, dass man für jeden Kurs sowieso nur vier Schläge hat und die 64 Löcher daher im Einzelspieler-Modus nicht auf sich lange warten lassen, gibt es einfach zu wenig Möglichkeiten, sich anderweitig auszutoben. Man hätte Kurse mit anderen Zielvorgaben, einen schwierigeren Modus oder bei diesem Gameplay gar Bosse einbauen können. Aber außer Bronze-, Silber- und Goldmedaillen, sowie alternativen Versionen von bereits vorhandenen Kursen gibt es nicht viel zu gewinnen. Der Umfang ist etwas zu gering für wirklichen Langzeit-Spaß, es gibt auch nicht genügend Statistiken, die jemanden großartig dazu verleiten würden, die Kurse immer wieder zu spielen. So leidet daher auch der Zweispieler-Modus unter den fehlenden Zusatzmodi.
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Fazit
Also dann HAL Laboratory, das Gameplay stimmt von vorne bis hinten und es gibt auch nix zu meckern. Nun gut, das immergleiche Ziel in jedem Kurs wirkt etwas repetitiv, aber innerhalb davon gibt es genügend Abwechslung. Man hat seinen Spaß vom Anfang bis zum Ende, aber letzteres kommt einfach viel zu früh. Würde man dieses Spiel nochmal wiederbeleben, durch etwa einem zweiten Teil, mit zeitgemäßter Technik, mehr Modi und generell neuen Möglichkeiten, wäre es sicherlich kein Titel von schlechten Eltern. Aber so gibt es leider dicke Minuspunkte für die äußerst kleine Größe des Spiels. Ein bisschen ärgerlich eigentlich.

Ligiiihh, 6.195 Zeichen, veröffentlicht am 29.06.2013 •
Singleplayer: 79%
Multiplayer: 74%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Durchschnittliche Wertung von 2 User/innen:
Singleplayer: 78,00%
Multiplayer: 79,50%
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Kann über den Nintendo Wii Shop heruntergeladen werden Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 24.08.1995, Preis: 7,99€, 1-2 Spieler/innen

Bilder

Kirby's Dream Course, Screenshot #1 Kirby's Dream Course, Screenshot #2 Kirby's Dream Course, Screenshot #3 Kirby's Dream Course, Screenshot #4

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