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Kororinpa

Nintendo Wii

Kororinpa, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Wii-Fernbedienung Wii Nunchuk
Releasedate: 23.02.2007, Preis: ca. 35-40€, 1-2 Spieler/innen
Lasst die Murmeln rollen! Murmelspiele für Konsolen waren mit den starren Controllern schon oft eine knifflige Sache, doch mit der Nintendo Wii kommt Bewegung ins Spiel.
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Eine Story gibt es in diesem Spiel nicht, sondern lediglich verschiedene Welten, aufgeteilt in 45 zu durchrollenden Bahnen, welche nach und nach immer komplexer und somit schwieriger werden. Die Welten sind bunt, aber nicht quietschbunt, kindlich, aber nicht kindisch, gestaltet und bieten alle ein eigenes, visuelles Thema, wie zum Beispiel die Süßigkeitenwelt, in der man auf Kuchen und Schokolade herrumrollt (wenn das mal nicht zum Naschen verführt, hehe). Optimaler Weise fügt sich die Musik hervorragend in das grafische Konzept ein und bietet eine stimmige, konzentrationsförderliche Untermalung.
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Alle Bahnen schweben mitten in der Luft und lassen sich durch Neigen des Wii-Controllers (genannt Wiimote) in jede beliebige Richtung um 360° drehen. Es wird also nicht die Kugel auf der Bahn bewegt; sondern die Kugel bewegt sich, weil die Bahn sich, nach dem Schwerkraftprinzip, in entsprechende Richtungen neigt. Ausserdem sind alle Bahnen mit verschiedenen Hindernissen ausgestattet. Neben den zu erwartenden Dingen wie fehlende Geländer und sehr schmalen Gassen, gibt es aber natürlich noch allerhand weitere Schikanen die einem das Leben schwer machen können. Hierzu zählen z.B. Läufbänder die sich in verschiedene Richtungen bewegen, große Löcher oder (geländerlose) Treppenstufen.
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Aber auch die Tatsache, das alles in 3D ist, wird an manchen Stellen ausgenutzt und eine Bahn muss dann z.B. stark gekippt werden, um weiterzukommen. Ziel einer jeden Bahn ist es stets, alle roten Kristalle einzusammeln, die auf der Strecke verteilt sind. Vergisst man einen oder mehrere der Kristalle, gelangt aber schon vorher ins Ziel, wird man wieder an die Startposition gebeamt. Dies gilt übrigens auch dann, wenn die Kugel von Bahn in die Tiefe fällt. In späteren Strecken gibt es als Ausgleich zum steigenden Schwierigkeitsgrad aber auch Sicherungspunkte, die aktiviert werden können. Aber auch hier müssen die bisher vorhandenen Kristalle eingesammelt werden, denn sonst wird der Rücksetzpunkt nicht aktiviert.
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Während des Spielens misst eine Uhr, wie lange man bereits für eine Bahn benötigt. Je nachdem, wie schnell man mit der Kugel im Ziel anlangt ist, kann man Bronze-, Silber- oder Goldpokale gewinnen. Um zusätzlich den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, kann man unter verschiedenen Arten von Kugeln wählen, bevor man zu Spielen beginnt. Im Laufe des Spieles schaltet man, durch gute spielerische Leistungen, mehr und mehr Kugeln frei. Die Kugeln unterscheiden sich in Schnelligkeit und Gewicht. Aber auch die Optik ist hier sehr verschieden. So kann man neben ganz normalen Murmeln auch zwischen verschiedenen "Tierkugeln" und Bällen wählen. Die Tierkugeln, wie zum Beispiel die Katze oder das Schwein, machen, während man sie bewegt, Tiergeräusche. Das ist ansich eine niedliche und lustige Sache, jedoch kann das auf Dauer auch manchmal nerven oder die Konzentration stören. Die Tierkugeln sind für gewöhnlich langsamer und leichter zu kontrollieren und eignen sich für Anfänger sehr gut. Für die, die es besonders schwer mögen, gibt es die Footballkugel, die, wie im Orginal eierförmig ist und somit nur schwer zu kontrollieren ist.
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Man kann allerdings nicht nur neue Kugeln freischalten, sondern auch neue Musikstücke für die Bahnen. Des Weiteren gibt es auf jeder Bahn einen grünen Kristall. Der liegt oft versteckt und ist schwerer zu erreichen als die roten. Sammelt man diese grünen Kristalle ein, schaltet man die sogennanten Geheimkororinpas frei. Das sind zusätzliche Bahnen, die man im Menü durch Gedrückthalten der Taste 2 sichtbar machen kann. Ist man besonders schnell und gewinnt viele Goldpokale, gibt es noch weitere Geheimnisse zu lüften.
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Die Steuerung der Kugeln erfolgt, wie schon eingangs erklärt, über die Wiimote. Die Wiimote muss in die jeweiligen Richtungen geneigt werden, in die die Kugel rollen soll. Die Bewegungs-Empfindlichkeit ist hier genau richtig, sodass man doch sehr präzise steuern kann. Es kann, und das ist besonders erfreulich; auch simultan zu zweit gespielt werden, entweder mit 2 Wiimotes oder aber man verbindet eine Wiimote mit einem Nunchuk. Durch die gebogene Form des Nunchuks allerdings, ist hier die Steuerung allerdings schwieriger und daher nicht unbedingt empfehlenswert.
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Im Zweispielermodus, wird der Bildschirm geteilt und jeder rollt für sich allein die Bahn ab. Damit man den Gegner aber im Auge behalten kann, sieht man ihn als Geisterball auf "seiner" Bahn. Die Spieler versuchen beide, zuerst ins Ziel zu kommen. So kann man also auch gemeinsam alle Spielinhalte erkunden und freispielen! Der Zwei-Spieler-Modus ist spielt sich auch exakt wie der Single-Player, und man sammelt ebenfalls die Kristalle ein, um ins Ziel gehen zu können. Das finde ich sehr schade, denn hier hätte man, mit extra Bahnen und gesonderten Aufgaben, sicherlich mehr draus machen können!
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Der Spielspaß ist recht hoch, leider jedoch nur von recht kurzer Dauer, wenn man einfach nur überall ins Ziel gelangen will. Die 45 Bahnen ließen sich mit einer Tierkugel an einem Abend (das waren ca. 4-5 Stunden) durchspielen, was mich am Ende doch sehr enttäuscht hat. Mit einer schnelleren Kugel ließe sich noch ein wenig Zeit herrausholen, aber nach einer guten Eingewöhnung geht es auch hier flotter. Darüber hinweg trösten auch die Geheimkororinpas nicht lange. Wer jedoch überall den Goldpokal holen möchte, und möglichst die beste Zeit erlangen will, wird aber natürlich viel länger Freude an diesem Spiel haben. Auch für gelegentliche Zwei-Spieler-Abende, um sich kleine "Wettrennen" zu liefern - oder wenn einfach nur zwei Personen gemeinsam das Spielerlebnis teilen möchten, anstatt stets aufeinander warten zu müssen -, ist das Spiel bestens geeignet.
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Mein Fazit: Es ist ein Murmelspiel, das - gerade durch seine Steuerung - besonders Spaß macht. Doch gerade weil es so einen Spaß macht, ist es schade, dass man so schnell durch ist. Als erstes eigenständiges Murmelspiel für die Wii, ist es ein guter Anfang. Ich denke, das man für dieses Genre ganz gewiss noch viele interessante Dinge erwarten. Kororinpa ist also für zwischendurch ein sehr unterhaltsames Spiel und kann auch zu zweit ganz gut die Stimmung heben.

Jule, 6.357 Zeichen, veröffentlicht am 25.01.2008 •
Singleplayer: 85%
Multiplayer: 81%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Durchschnittliche Wertung von 2 User/innen:
Singleplayer: 78,50%
Multiplayer: 75,50%
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Wii-Fernbedienung Wii Nunchuk
Releasedate: 23.02.2007, Preis: ca. 35-40€, 1-2 Spieler/innen

Bilder

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