Yard Sale Hidden Treasures: Sunnyville

Nintendo Wii

Yard Sale Hidden Treasures: Sunnyville, Covermotiv
"Bitte kein Die Sims-Klon!" dachte ich mir, als ich das Spiel das erste Mal startete und mich im Eingangsbereich meines virtuellen Hauses wiederfand. Doch der "Simsfaktor" ist schwindend klein, handelt es sich im Kern doch um ein Suchspiel mit gelegentlichen Puzzleeinlagen.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat das schönste Haus im ganzen Land?
Kaum, dass die Geschichte in besagter Eingangshalle startet, schart sich auch schon alles von Rang und Namen aus dem halben Wohnort um mich. Ich erfahre, dass ich neu im Viertel bin und dem Bewohner mit dem schönsten Zuhause ein Preis verliehen wird.

Hier offenbart sich das eigentliche Hauptziel. Um den begehrten Preis nämlich zu bekommen, muss man nach und nach jedes Zimmer seines Hauses mit Accessoires ausschmücken. Mit den Sims hat das aber wie gesagt herzlich wenig zu tun, denn die spielerische Freiheit dabei beträgt gleich null. Viel mehr ist von vornherein klar, was gemacht werden soll (z.B. Teppich auf den Boden, Lampe in die Ecke) und es gilt nun nur noch, besagte Gegenstände zu beschaffen.

Mit der Lupe auf zum Flohmarkt
Beschaffen tut man die begehrten Stücke auf Trödelmärkten. Jeder namenhafte Bewohner hat dafür all seinen Krempel vor die Haustür geschafft. So kramt man z.B. vor dem Observatorium vom Professor E. Stein zwischen Astronomiebüchern und Planetenmodellen, vor einer Gruselvilla zwischen Mumien und Fledermäusen oder auch am Hafen in einer Schatzkiste nebst anderem Seemanszeug.

Aus einer Übersichtskarte wählt man stets aus mehreren Alternativen, wo man mit dem Trödeln beginnen will. Klickt man dann beispielsweise auf E. Steins Bild, erscheint sein Observatorium auf dem Bildschirm. Unten werden dann immer vier Dinge eingeblendet die es zu suchen gilt. Findet man eins, verschwindet es aus der Liste und ein weiteres rutscht nach. Solange bis die zum Levelmeistern vorgeschriebene Anzahl Gegenstände abgearbeitet ist.

Per Plus-Button zoomt man näher ans Bild heran. Mit der WiiMote klickt man dann auf die Gegenstände. Es gilt stets die aktuellen Gegenstände zu finden.

So kann es sein, dass man auf ein paar Schuhe klickt und nichts passiert, weil sie unten nicht in der Liste stehen. Klickt man aber auf eine Schallplatte, welche sehr wohl in der Liste steht, verschwindet der Begriff und es rutscht womöglich ein "paar Schuhe" nach. Nun kann man diese auch anklicken.

Etwas unlogisch erscheint, warum man all die merkwürdigen Gegenstände suchen soll, obwohl pro Setting meist nur einer der Gegenstände (z.B. Teppich für den Hausflur) wirklich gebraucht wird. Dennoch finde ich die Story für ein Suchspiel recht passend.

Selbst ist der Mann
Nachdem man bei verschiedenen Flohmärkten diversen Schrott zusammen gesammelt hat geht es darum, die Gegenstände für die eigenen vier Wände entsprechend herzurichten. Da muss mal eine rostige Kette sauber übergesprüht werden, mal ein Bild aus einem Holzrahmen herausgeschnitten und restauriert werden etc. Diese Aufgaben sind meist sehr leicht, sorgen aber geringfügig für Abwechslung.

Danach platziert man alle fertigen Gegenstände an die vorgegebenen Orte und begibt sich ins nächste Zimmer. Dort wird einem gezeigt, was gebraucht wird (z.B. Obstschale oder Sitzkissen) und man macht sich wieder auf zu den Flohmärkten.

Fehlerkäfer
Das Spiel klingt bis hierhin recht lahm, doch das ist es mitnichten. Zu meiner Überraschung hat es mich sehr lange an die Wii gefesselt. Der Anspruch ist zwar gering, kann aber optional durch ein Zeitlimit für alle Aufgaben angehoben werden. Und so simpel es auch ist, so gerne gönnt man sich noch einen Flohmarkt, den es dann abzusuchen gilt.

Mein Spaß wurde aber durch einen Bug erheblich getrübt... Als ich das Spiel schon fast halb durch hatte, stand mal wieder ein Puzzle an, bei dem ich eine Statue zusammensetzen musste. Nachdem ich fertig war, geschah nichts. Nach einer Viertelstunde schaltete ich die Wii schließlich aus. Nachdem ich das Spiel erneut startete, musste ich feststellen, dass mein Speicherstand kaputt war und ich von vorn beginnen durfte. Sehr ärgerlich!

Ein Gutes hat die Sache aber: Beim zweiten Durchspielen fiel mir auf, dass auf den Flohmärkten dieses Mal andere Gegenstände gesucht werden mussten. Dies geschieht also per Zufallsgenerator, wodurch kein Spieldurchlauf dem anderen gleicht. Immerhin. Ach ja: Als ich beim zweiten Durchlauf die Statue zusammensetzte, ging das Spiel wie gewohnt weiter. Scheint also wirklich nur ein einmaliger Bug gewesen zu sein.

Fazit
Suchspiele sind nicht jedermanns Sache. Ich hab sie davor nie gespielt und hatte wirklich meinen Spaß in Sunnyville. Nachdem das Spiel durch ist, fehlt zwar die Motivation, es erneut zu spielen, doch bis dahin hat man ordentlich zu tun und wird gut unterhalten.

Der geringe Schwierigkeitsgrad und der Bug drücken die Wertung natürlich etwas.

Tarik, 4.821 Zeichen, veröffentlicht am 30.07.2011 •
Singleplayer: 77%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo of Europe
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Wii-Fernbedienung Kann über den Nintendo Wii Shop heruntergeladen werden Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 03.06.2011, Preis: 500 Nintendo Points (entspricht 5€), 1 Spieler/in

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