Batman: Arkham Origins Blackgate - Deluxe Edition

Nintendo Wii U

Batman: Arkham Origins Blackgate - Deluxe Edition, Covermotiv
Es wird Zeit dem Schrecken ein Ende zu bereiten
Auf geht's nach Blackgate. Direkt nach der Story von Batman: Arkham Origins schließt die Geschichte hier um das Blackgate Gefängins an, wo sich Black Mask, der Pinguin und der Joker in drei Bereichen verschanzt haben und ihr Unwesen treiben. Zu Beginn dürft ihr die erste Bekanntschaft sowohl mit einer neuen Person, als auch mit der Steuerung machen. Denn niemand anderes als die sinnliche Catwoman hält euch mit einer kleinen Jagd auf Trab.

Stylisch wird die Story in comichaften Zwischensequenzen präsentiert, die zwar cool wirken, jedoch bei der Portierung im Eck vergessen wurden. Denn anders als bei der 3DS-Version wirken diese unscharf und verpixelt, und eine Hochskalierung wäre wünschenswert gewesen, denn schließlich haben wir hier eine Deluxe-Edition auf einer HD-Konsole.

Nichtsdestrotz macht die Sprachausgabe doch einiges wieder wett, denn hier wurden die englischen Originalstimmen belassen und deutsche Untertitel spendiert. Was für manche ein großer Negativpunkt ist, der sowohl in der 3DS- als auch in der Wii-U-Fassung nicht verändert wurde, war für mich eine willkommene Entscheidung. Auch der Rest in Sachen Musik und Sound ist düster und stimmig, denn wer freut sich nicht über einen lachenden Joker?

Nach kurzer Zeit, ein paar Dächern und Gegnern später, hat man den Dreh auch schon raus. Mit linkem Stick lauft ihr umher, auf Y liegen Schlag/Tritt- Kombinationen, X ist Kontern, A ist der Capeangriff zum Gegnerbetäuben und mit B rennt ihr schneller, bzw. macht eine Rolle bei Doppelantippen. Per Steuerkreuz gibt es im Laufe des Spiels neue Batspielsachen, wie den Batarang, den Grappler oder andere sinnvolle Dinge, die euch nach und nach weiterbringen. Per ZL-Taste kann die Waffe schnell ausgelöst werden, oder durch Halten und ZR und Stickbetätigung auf ganz spezielle Ziele gerichtet werden. Während ZR außerdem noch zum Ducken verwendet werden kann, gibt es noch zwei weitere wichtige Funktionen und zwar die R-Taste, mit der ihr euch bei vorgesehenen Stellen mit dem Batseil meist an höher gelegene Stellen katapultiert. Mit der L-Taste schaltet ihr zwischen dem Normalansichts- und Detektiv-Modus um, der die Umgegbung gräulich erscheinen lässt und wichtige Objekte orange anzeigt. Hält man die L-Taste gedrückt, aktiviert das den Scanner, der mit dem linken Stick bewegt werden kann. Hiermit findet ihr geheime Gegenstände oder Informationen über verschlossene Türen, die analysiert werden müssen. Hier hat sich die Deluxe Edition in der Handhabung verbessert. Während der Touchscreen in der 3DS-Version zum Scannen gedrückt werden musste, geschieht dies nun angenehm per Tastendruck und das Scanfeld wurde ebenfalls vergrößert - mit Einbüßung der einzigen Touchscreen-Funktion im Spiel.

Bestimmt hat sich der ein oder andere schon gefragt, das klingt irgendwie Metroid sehr ähnlich, weswegen der Stil des Spiels auch Metroidvania genannt wird. Bei Batman bewegt ihr euch auch in einer 2,5D-Umgebung, also 2D, aber verquickt mit 3D-Elementen. Mit dem Scanner Items zu analysieren, die sich auch in einer Scanstatistik wiederfinden, lässt an alte Metroid-Scan-Abenteuer erinnern.

Während des Catwoman-Tutorials findet man natürlich auch die ersten Gegner, die mit gekonnten Angriffen und getimeten Kontern neutralisiert werden. Leider hält sich die Gegnervielfalt in Grenzen und die normalen Schläger sind keine wirkliche Herausforderung. Etwas schwieriger hat man es bei bewaffneten Bösewichten, aber die Zähne ausbeißen, darf man sich erst bei den Endgegnern. Diese müssen nämlich auf unterschiedliche Weise bearbeitet werden. Der Joker z.B. hat einen Bomben-Haufen vor sich liegen und lauft ihr ihm hinterher, rennt er im Kreis vor euch weg. Somit müsst ihr ihn erstmal einfrieren, um ihn dann treffen zu können. Der Pinguin widerum wird von schwer bewaffneten Handlangern bewacht und ihr müsst eure Schleichkünste unter Beweis stellen. Selbst Zwischengegner wie Deadshot bekommen einen Auftritt, die jedes Mal interessant und anders ausfallen. Bei Deadshot etwa schaut ihr durch sein Zielfernrohr, während ihr als Batman in der Ferne hinter jede Deckung hechten müsst. Solche nette Ideen werten das Spiel natürlich wieder um einiges auf.

Blackgate ist ein düsterer Ort
Catwoman arbeitet mit euch wider Willen zusammen und gibt euch Tipps zur Sachlage, aber grundsätzlich ist der Einzelgänger Batman allein unterwegs. Da sich alles im Gefängnis abspielt, ist sowohl die Location, als auch die Farbgebung nicht sonderlich abwechslungsreich ausgefallen. Man sieht also viele Töne in schwarz, grau und dunkelblau, jedoch trägt dies auch zur Stimmung bei. Überall sieht es zerstört aus, Objekte brennen, Joker-Lacher an den Wänden und in Sachen Grafik, wurde an der Deluxe-Edtition zumindest etwas geschraubt.

Die Texturen wirken schärfer, Batman bewegt sich flüssiger und hat einige Polygone mehr spendiert bekommen. Denoch bewegt er sich im Vergleich zu seinen großen Brüdern der Arkham-Reihe etwas träge und deshalb kommt die schwungvolle Kampfaction nicht so recht auf. Während man bei der Arkham-Reihe immer wieder gerne in Kämpfe verwickelt werden wollte, davon nicht sehr viel in Blackgate zu finden. Man schlägt zu, kontert mal einen Angriff, der direkt im Anschluss kommt, weil jeder schön brav wartet. Immerhin gibt es Messerspezialisten oder Stromstabgegner, die man anders behandeln muss, doch das Kämpfen tritt nicht so groß in den Vordergrund.

Dafür macht die Erkundungstour Laune. Denn kleinere Rätsel müssen erfüllt werden und auch Räume sehr oft erneut betreten werden, da man bestimmte Ausrüstungsgegenstände erst im späteren Verlauf erhält und somit zuvor verwehrte Räume zugänglich gemacht werden können. Diese sind nicht nur für die Story notwendig, sondern es gibt einiges in Blackgate zu finden. Mit dem Scanner könnt ihr Indizien finden und bei Vollständigkeit sind Fotos in der Galerie zu finden. Noch interessanter sind Rüstungsgegenstände, die euch widerstandsfähiger machen, aber am coolsten sind die Batman-Anzüge. In der Deluxe Edition wurde die Anzahl auf 10 erhöht, und 2 der Bonusanzüge sind bereits direkt verfügbar.

Blackgate nutzt die Off-TV-Funktion per Wischen auf dem Touchpad, jedoch gibt es weder hier noch im normalen Modus irgendwelche Touchscreen-Funktionen. Auf dem GamePad wird sonst üblicherweise die Karte angezeigt, die optisch gegenüber der 3DS-Version erheblich verbessert wurde, da es sich nun um ein 3D Model handelt. Um ins Detail zu gehen, muss allerdings die Minus-Taste gedrückt werden und die Karte erscheint auf dem großen Bildschrim. Der nächste Auftrag kann schnell per X Taste angezeigt werden und alle wichtigen Infos dazu findet ihr hier ebenfalls.

FAZIT
Mit knapp 8 Stunden haben wir hier einen relativ soliden Metroidvania-Batman Titel, der natürlich durchaus Schwächen hat, aber hier und da für einen Batman-Fan unterhaltsam sein wird. Denn natürlich kommt Blackgate nicht an die großen Brüder heran, aber es ist auch ein etwas anderes Spiel. Wer auf pure Action aus ist, wird hier nicht so viel Freude haben, wer aber auf Erkundungstour gehen und dennoch den Batman-Erzfeinden in den Hintern treten möchte, sollte einen Blick riskieren.

In Sachen "3DS oder Wii U?", gibt es nur zu sagen: Wer die 3DS-Version schon besitzt, braucht die Deluxe Edition nicht. Allerdings hätte ein "HD-Edition" im Namen ausgereicht, denn so viel Deluxe ist leider nicht zu finden.

DStroke *, 7.445 Zeichen, veröffentlicht am 20.02.2015 •
Singleplayer: 81%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Warner Bros. Interactive Entertainment
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Wii U GamePad Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 10.04.2014, Preis: 19,99€, 1 Spieler/in

Bilder

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