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Star Wars Pinball

Nintendo Wii U

Star Wars Pinball, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Wii U GamePad Wii U Pro Controller Nintendo Network Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 11.07.2013, Preis: 9,99€, 1-4 Spieler/innen
Star Wars von Anfang an
Zu Beginn wird man vor die Entscheidung gestellt, ob man die Helle oder die Dunkle Seite wählen möchte, denn je nachdem was man auf dem Tisch erledigt, füllt sich die Leiste der jeweiligen Seite weiter auf. Dadurch erreicht man verschiedene Ränge (Hell: Jedi-Initiierter, Jedi-Padawan, Jedi-Ritter, Jedi-Meister und Dunkel: Sith-Lehrling, Sith-Adept, Sith-Lord, Sith-Meister). Diese Option kann man aber zu jeder Zeit ändern. Das Menü ist ebenfalls zweigeteilt in blau und rot, mit Auswahl der Tische, eine Beschreibung der Tischstory am rechten Bildschirmrand und natürlich jede Menge Optionen.
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Mobilisiert die Tische
Es sind leider nur drei an der Zahl, was etwas wenig für einen 9,99€ Preis ist, aber immerhin sind noch 6 weitere Plätze frei und wir können wohl zukünftig mehr Tische erwarten. Nichtsdestotrotz, bekommt ein alter Star-Wars-Fan wie ich 2 Tische aus der alten Trilogie geboten, zum einen ein "Star Wars Episode V"-Tisch und zum anderen ein "Boba Fett"-Tisch. Der dritte Tisch stammt aus der Animation Serie "Star Wars: The Clone Wars" und so auch den Name des Tisches.
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Wechselt man von Tisch zu Tisch wird jeder für sich sprachlich vorgestellt, bei Boba Fett spricht dieser seinen Tisch aus, bei Clone Wars der Erzähler und bei Episode V, die sich auf dem Planeten Hoth abspielt, hört man die Schüsse der AT-ATs.
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Das Spielprinzip ist bei allen Tischen ähnlich. Es gibt Missionen zu erfüllen, sprich erstmal irgendwelche Rampen hinaufpreschen, Schalter treffen oder umlegen und mit gezielten Treffern sozusagen Buchstaben für die Mission sammeln. Hat man dies geschafft, muss man eine ganz bestimmte Stelle auf dem Tisch treffen und darf dann je nach Tisch eine Mission auswählen.
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Hier kommt die spektakuläre Darstellung voll zum Tragen. Da läuft auf einmal Darth Vader aus der Tür und hat einen Auftrag für Boba Fett, oder ein riesiger AT-AT erscheint auf dem Tisch, den man mit gezielten (Kugel-)Treffern ausschalten muss. Aber auch noch ausgefallenere Sachen wie ein Lichtschwert Duell mit der Trainingsdrohne, deren Schüsse man aus der Ego-Perpektive per L und R abwehren muss, gibt es zu bestaunen.
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Mehr braucht man bei einem Flipperautomaten auch nicht, denn mit L betätigt man den linken Trigger und mit R den rechten Trigger, während die Kamera mit X änderbar ist. Durch kurzes Halten der X Taste friert das Spiel ein und per Gyrosensor kann man mit dem GamePad über den ganzen Tisch fahren, für eine bessere Übersicht der Situation. Mit A ebenso wie mit dem rechten Stick (für feine Schüsse), lässt sich die Kugel für den Start aktivieren (selbst hier gibt es Skill-Shoots, die es z.B. erfordern, eine imperiale Suchdrohne exakt zu treffen, wenn sie sich dem Tisch nähert).
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Aber diese einfache Steuerungsmechanik zu meistern, ist eine ganz andere Geschichte, denn sehr oft hat es mich gefrustet, wenn die Kugel einfach nicht dort hinrollte, wo ich sie in diesem Augenblick gebraucht hätte. So ist oft Präzision gefragt, damit man sie in eine bestimmte Schiene flippern kann.
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Auf dem Episode-V-Tisch bestehen die Missionen aus mehreren Etappen. Um den Missionauswahlbildschirm hervorzurufen, muss die goldene Mitte einmal links und rechts gezielt getroffen werden und danach muss man mit der Kugel die Klappe treffen. Danach darf der Spieler sich zwischen 5 Missionen bzw. Szenen entscheiden. In der ersten z.B. muss sich Luke aus den Fängen des Wampas befreien. Hat man das geschafft, beginnt Phase 2, in der Han Solo Luke finden muss und so weiter, aber das hört sich leichter an, als getan. So oder so: Es sorgt für Abwechslung auf den Tischen.
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Episode V gehört somit zu meinem absoluten Lieblingstisch und nicht nur, weil ich die alten Klassiker besser finde, sondern weil der Tisch großflächig aufgebaut ist. Es gibt viele Wege und viele Möglichkeiten und die Missionen sind imposant dargestellt. Die Clone-Wars-Reihe hat mich nie so überzeugt, weswegen der Clone-Wars-Tisch eigentlich nicht wirklich meinen Geschmack trifft, aber trotzdem Spaß macht. Denn dieser ist ebenso großflächig mit längeren Kugelwegen aufgebaut und die sind mit Missionen, wie z.B. den Gleiter mit Überlebenden füllen, ebenfalls sehr abwechslungsreich gestaltet. Boba Fetts Tisch hingegen ist ein kleiner und kompakter Tisch, somit muss man seine beiden Zeigefinger häufiger einsetzen. Es wirkt alles sehr verschachtelt und die Kugel fliegt auch häufiger mal ins Aus. Cool ist hier jedoch, wenn sich Darth Vader auf der Brücke entlang bewegt und einen imposanten Auftritt zeigt. Somit besitzt jeder Tisch seinen eigenen Charme und ihm eigene Trademarks.
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Yoda zu dir spricht
Die Klänge in dem Spiel sind einmalig. Man bekommt feinste Soundeffekte aus den jeweiligen Star-Wars-Streifen zu hören und sogar originale (englische) Dialoge sind mit dabei, passend auch zu den jeweiligen Missionen. Die Trigger und Bumper hören sich ebenfalls wie auf einem realen Pinball-Tisch an und das Beste natürlich: die Musik. Die unterschiedlichen John-Williams-Orchestermelodien ertönen in voller Pracht und versüßen das ganze Pinball-Abenteuer noch mehr.
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Die Grafik ist top. Überall leuchtet es, alles wirkt scharf und die Effekte sind beeindruckend. So verschwindet bspw. die Kugel im Hintergrund, auf einmal öffnet sich ein blaues Lichschwert und die Kugel rollt mit einem Restglühen entlang, Anakin Skywalker springt von einer Plattform zur nächsten, Boba Fett fliegt mit JetPack über die Grube des Sarlaccs hinweg, dessen Tentakeln mit gezielten Treffern abschießbar sind.
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Was mich eher störte, war dieses digitale Fensterchen, die Punktmatrix. Die Aufmachung ist zwar cool, da es im alten Flippertisch-Stil rüberkommt, mit bewegenden Pixelszenen und Pixelhighscore, jedoch zeigt diese Punktmatrix auch die Missionsaufgaben an, wie z.B. "Treffe die blinkenden Ziele fünfmal". Die Größe und Anordnung auf dem Bildschirm ist zwar verstellbar, jedoch hab ich in der Hektik nie wirklich Zeit hinzuschauen, weil die Kugel so schnell Richtung Süden sausen kann, dass sie ruck-zuck im Aus wäre, wenn man seine Aufmerksamkeit verschenkt.
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Somit wusste ich nicht so recht, was ich genau in der momentanen Mission machen muss. Gut, man orientiert sich an den Leuchtsignalen, jedoch verpasst man trotzdem viele Animationen, Punkte oder Anweisungen. Ideal wäre darum, wenn man die Punktmatrix noch größer machen könnte, oder sogar über das ganze GamePad legen würde.
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Die Aktionkamera trifft es ähnlich, aber die habe ich bei mir unten rechts ins Bild gesetzt, da schaut man auch gerne mal hin, wenn die Kugel im Hintergrund in Verfolgerperspektive einer Schiene entlangrollt. Zumindest bieten die individuellen Einstellungen viele Optionen, sodass auch die 9 Kamerapositionen jeden Spieler zufriedenstellen sollten.
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Wer hat zuerst geschossen?
Im Multiplayer-Modus geht es im Heißen Stuhl immer abwechselnd zur Sache und das GamePad wird nach Verlust der Kugel weitergereicht. Es gibt aber auch den Splitscreen, bei dem das GamePad und der Pro Controller genutzt werden können. Hier gibt es wiederum die Möglichkeit, auf dem Fernseher einen geteilten Bildschirm einzustellen oder einer spielt mit dem GamePad und der andere auf dem Fernseher.
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Die "Macht" liegt beim GamePad-Nutzer, denn nur dieser kann START drücken, Optionen verändern, die ebenfalls für beide gleich gelten. Die Kameraperspektive ist ebenfalls nicht mehr einstellbar und die Tische werden aus der Sicht von oben dargestellt. Ein roter und ein grüner Balken zeigen an, wie weit der andere Spieler jeweils vorangeschritten ist.
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Im geteilten Bilschirm ist das Spielen übrigens nur zu zweit möglich, während im Heißen Stuhl Modus bis zu 4 Leute nacheinander spielen können. Leider ist bei Pinball der Mehrspielereffekt nicht sehr spektakulär. Möglicherweise schaut man einem guten Spieler eine ewig lange Weile über die Schulter, während man selber vielleicht innerhalb Sekunden die Kugel ins Aus manövriert und wieder nur zuschauen darf. Gleichzeitig spielen ist vielleicht ein Ticken besser, aber letztendlich geht man auf gemeinsame Highscore Jagd - irgendwelche besonderen Multiplayer Modi wären eher wünschenswert gewesen.
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Es war einmal nach langer Zeit
Beim Pinball möchte man ja immer den besten Highscore ergattern und mit 3 Kugeln so viele Punkte wie nur möglich ergattern. Das ist hier nicht anders und hält doch ganz schön auf Trab, denn so einfach sind die Missionen der einzelnen Tische nicht. Gleichzeitig kann man sich noch online mit seinen Freunden messen und die Highscore-Listen vergleichen, ebenso werden immer mal wieder Online-Wettkämpfe veranstaltet.
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Zusätzlich gibt es natürlich noch Tischmissionen, die allgemeine Aufgaben erfordern wie, "Erziele einen Force Score von 2000" oder auch Missionsmedaillen für "Gewinne einen Kampf gegen einen AT-AT Walker". Da man nicht alle Missionen auf einen Schlag zu Gesicht bekommt, erfreut es einen immer wieder, wenn plötzlich etwas Neues geschieht. Somit bietet Star Wars Pinball einen zusätzlichen Reiz, das Spiel immer wieder hervorzukramen.
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FAZIT
Drei Tische fühlen sich für den Preis etwas wenig an, allerdings sind diese dafür ein Fest für Augen und Ohren. Es macht sehr viel Spaß, jeden Tisch zu spielen und die Missionen sind ganz schön happig, was mitunter auch an der Kunst des Flipperns liegt (entweder man beherrscht die Macht oder nicht).
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Wer Star-Wars- und dazu noch Flipper-Fan ist, kann ohne Bedenken zugreifen und gleich noch ein paar Prozent mehr drauf legen, denn egal ob Darth Vader auf dem Tisch erscheint, Luke Skywalker mit dem Lichtschwert die Drohne bekämpft, oder einem Tie-Fighter-Sounds um die Ohren sausen, man ist definitiv mittendrin!
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Da noch ein paar Tisch-Auswahl-Slots frei sind, wird es bald bestimmt noch weitere Tische geben und darauf bin ich ebenfalls gespannt. Wer mit Star Wars nix anfangen kann, sollte sich dann eher Zen Pinball 2 anschauen, da dieses dann doch mehr Themen zur Verfügung stellt, welche man sich individuell zusammenstellen kann.

DStroke *, 9.996 Zeichen, veröffentlicht am 25.07.2013 •
Singleplayer: 83%
Multiplayer: 65%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Wii U GamePad Wii U Pro Controller Nintendo Network Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 11.07.2013, Preis: 9,99€, 1-4 Spieler/innen

Bilder

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