Cover: Art Style: PENTA TENTACLESArt Style. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand, als ich damals ROTOHEX testete, dass ich tagelang danach noch Panik bekam, wenn ich irgendwo ein Dreieck sah. Bei CUBELLO war es zum Glück nicht so schlimm, aber Würfel sieht man ja auch nicht ganz so oft im Leben wie Dreiecke, außer wenn man tüchtig Mario Party spielt. Jetzt ist PENTA TENTACLES dran und es ist wohl kein Geheimnis, dass ich schreien werde, wenn ich im Urlaub auf eine Qualle trete, ganz egal, wie diese Bewertung hier auch ausfallen wird.

Es dreht sich schneller als der Wind - so wie ich.
Es ist klein - so wie ich.
Es hat lange Tentakel - und da hören die Gemeinsamkeiten auf.

Wer schon immer mal ein winziger Organismus mit einigen Tentakeln sein wollte, ist hier genau richtig. Denn Aufgabe in PENTA TENTACLES ist es, durch Sammeln verschiedenfarbiger kleinerer Teilchen seine Tentakel zu vergrößern. Im Standardmodus fängt man als ein Organismus an, der zwei Tentakel mit je einer anderen Farbe besitzt und irgendwo im Nirgendwo herumschwimmt. Durch das Berühren von kleinen Teilchen selbiger Farben, die ebenfalls durch's Gewässer düsen, kann man nun den Tentakel verlängern, bis man die vorgegebene Anzahl erreicht hat. Allerdings gehören nur die roten Teilchen zu den roten und die gelben zu den gelben Tentakeln - ist ja logisch. Sammelt man also einmal mit einem roten Tentakel ein gelbes Teilchen auf, kostet das einen Energiepunkt, von dem es ganze 10 gibt. Zusätzlich verliert man dann noch alle roten Teilchen, die sich über dem Kontaktpunkt mit dem gelben Teilchen an den Tentakel geklemmt haben. Man muss also sehr vorsichtig sein, damit nicht alle gesammelten Teilchen durch einen einzigen Patzer wieder verschwinden.
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Der Steuerung erfolgt dabei durch eine waagerechte Haltung der Wii-Fernbedienung, alternativ jedoch auch mit dem Classic Controller. Mit dem Steuerkreuz lässt sich der eigene Organismus mitsamt Tentakeln bewegen, die Knöpfe 1 bis 2 lassen ihn entweder mit oder gegen den Uhrzeigersinn rotieren. So ist es möglich, einzelne freie Teilchen zu erreichen. Je länger jedoch die Tentakel werden, desto mehr dreht sich natürlich auch mit, und umso mehr muss man aufpassen, nicht die falschfarbigen Teilchen einzusammeln. Nach 5 Leveln erhöht sich die Anzahl der Tentakel am eigenen Organismus auf drei, nach weiteren 5 Leveln auf vier. So wird es von Level zu Level schwieriger, seine Tentakel zu bestücken und diese auch nicht wieder zu verlieren.
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Eine kleine Erleichterung dabei ist zumindest, dass Tentakel, die ihre vorgegebene Länge erreicht haben, um das Level zu bestehen, nicht durch ein andersfarbiges Teilchen wieder in ihre Einzelteile zerlegt werden, sondern stabil bleiben - allerdings geht dabei trotzdem weiterhin ein Energiepunkt verloren. Diese kann übrigens in Form von Herzkapseln, die gelegentlich auftauchen, wieder um einen Energiepunkt aufgefüllt werden. Seltener schwirrt auch mal ein grüner Wirbel durch den Raum, der den eigenen Organismus für eine bestimmte Zeit lang unverwundbar macht. Das ist sicher äußerst praktisch, allerdings muss man dabei bedenken, dass es dann bei Bestehen des Levels weniger Boni gibt - denn dort gibt es ein Extra, wenn man das Level ohne den grünen Wirbel besteht. Ebenso einen Bonus gibt es, sofern man das Level schafft, ohne einmal getroffen zu werden. Aus diesen Werten und der gebrauchten Zeit rechnet sich dann der Highscore zusammen, der pro Level festgehalten und wieder überboten werden kann.
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Hat man alle drei Stufen erfolgreich absolviert, kommt noch eine vierte und zwei neue Level zu jeder Stufe hinzu.
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Zusätzlich zu den insgesamt 28 Leveln lässt sich auch pro Stufe ein Endless-Modus spielen, indem man so lange sammeln kann, bis die Energie erloschen ist. Auch hier werden die errungenen Daten wieder durch einen Highscore erfasst. Im Gegensatz dazu kann man im Wurm-Modus eine endlos lange Kette aus Teilchen bauen. Als weitere Menüpunkte ist ein Regelwerk ersichtlich, das die betreffenden Funktionen kurz und bündig erklärt.
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Fazit: Die Idee ist gut. Anfangs hatte ich Angst, das Spiel könnte ruckzuck durchgespielt sein, aber dem ist nicht so, denn gegen Ende zieht der Schwierigkeitsgrad noch einmal ordentlich an, was ich auch sehr gut finde. Die verschiedenen Modi sind auch nicht schlecht, wobei der Endless und Wurm-Modus schnell eintönig werden und man die Lust verliert. Für Highscoreknacker zwar definitiv etwas, was einen bei Laune halten kann, aber dennoch wäre zum Beispiel ein Mehrspielermodus effektiver gewesen. Da das Spiel vom System her aber eigentlich immer recht gleich ist und die Tentakel oft unkontrollierbar hin- und herschwenken, nicht so, wie man es sich gedacht hat, gibt es hier ein paar Abzüge und PENTA TENTACLES landet bei mir auf Platz 2 der Art-Style-Spiele, hinter CUBELLO.
«Salzklinge» Singleplayer: 73%

Verfasst von «Salzklinge» am 17.06.2010,
bemustert durch Nintendo
für bis zu 1 Person/en
Release am 28.05.2010