Cover: Ayo the ClownAuch wenn Ayo the Clown zunächst wie ein Kinderspiel wirkt, sollte man sich nicht vom Ersteindruck täuschen lassen. Zu groß sind Vielfalt und Abwechslung im Gameplay, als dass man dem Spiel den Stempel "Kinderspiel" aufdrücken könnte. Denn hinter der Kunterbunten Knuddel-Fassade steckt ein äußerst solides Jump 'n Run, das sich nicht hinter seinen großen Vorbildern wie Super Mario verstecken muss.

Der erste Level wirkt noch sehr schlicht und es fehlt die grundlegende Mechanik eines jedes Jump 'n Runs: Das manuelle Springen. Jedoch, auch wenn die Einleitung zunächst sehr beeindruckend scheint, sollte man hier nicht den Controller weglegen, denn bereits binnen kürzester Zeit erwarten euch weitere Mechaniken.

Ihr könnt Waffen in Form eines Schlagstocks oder einer Wasserpistole einsammeln, um die ulkigen Gegner zu vermöbeln, sammelt Power-ups, die euch in einen schwebenden Panzer verwandeln können, erhaltet einen Luftballon, mit dem ihr gediegen über sämtliche Hindernisse schweben könnt oder erhaltet die Fähigkeit, eine Kopfnuss ausführen zu können, um Gegner und Objekte zu zerstören.
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Ihr seht also schon, die Vielfalt ist definitiv in allen Punkten gegeben und das betrifft nicht nur die Auswahlmöglichkeit verschiedenster Abilities, denn auch die einzelnen Level sind durchweg kreativ. In diesen könnt ihr beispielsweise einzelne Mini-Missionen annehmen, um den Bewohnern der Stadt weiterzuhelfen, die das Gameplay grundlegend erweitern.
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Außerdem hat jeder Level zig verschiedene Pfade, wie man es auch aus den alten Sonic-Spielen kennt, in denen es immer wieder kleinere Geheimnisse zu entdecken gibt. Neben den Kristallen finden sich zudem noch allerlei Schätze in Ayo the Clown. Klassische Collectibles eben.
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Doch was darf bei keinem Jump 'n Run fehlen? Richtig, die Endgegner! Wie gewohnt lauern diese am Ende einer jeden Welt und folgen der gewohnten 3-Treffer-Formel. Neben den üblichen Passagen finden sich auch immer wieder kleine Highlights, wie zum Beispiel der zweite Level in Welt 2, in dem ihr eure Kindheitsfreundin in den Arm nehmt und mit ihr kurzerhand einen Ballonflug antretet. Hier gilt es vor allem, allen Hindernissen auszuweichen und die Spitze zu erreichen.
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Wie ihr einen Level letztendlich durchspielt, bleibt euch überlassen, denn ich würde soweit gehen zu behaupten, dass Kinder, wie auch erfahrenere Gamer gleichermaßen Spaß haben können. Sammle ich jeden Kristall ein und suche ich nach jedem versteckten Gegenstand oder möchte ich einfach nur schnellstmöglich den Level beenden? Diese Frage dürft ihr an dieser Stelle selbst beantworten.
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TECHNIK
Ja, zugegeben, auch für mich sah Ayo the Clown in den ersten Spielminuten noch wenig beeindruckend aus, jedoch, achtet man auf alle die Details im Hintergrund, die enorme Gegnervielfalt und das abwechslungsreiche Leveldesign, merkt man schnell, dass hier eine Menge Arbeit hineingesteckt wurde. Der Soundtrack ist dezent und könnte ein wenig mehr Pepp vertragen. Einziger und alleiniger wirklicher Kritikpunkt sind die enormen Ladezeiten, welche gerade bei einem Game Over zu lange dauern.
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FAZIT
Ich hätte es selbst nicht gedacht, doch Ayo the Clown ist wirklich ein fantastisches Spiel, das mir eine Menge Spaß bereitet hat. Für Jump-'n-Run-Fans lohnt sich dieser Geheimtipp trotz größerer Ladezeiten allemal.
Manuel Singleplayer: 78%

Verfasst von Manuel am 05.08.2021,
bemustert durch Plan of Attack
für bis zu 1 Person/en
Release am 28.07.2021