Cover: Glory Days: Tactical DefenseBauen, verbessern, reparieren. Das sind die drei Worte, die ein sogenanntes "Tower Defense"-Game wohl am ehesten beschreiben. Denn was tut ihr dort? Ihr baut Geschütztürme oder ähnliches, um euer Lager/eure Basis oder in diesem Fall euer Land vor feindlichen Angriffen zu schützen. Dies kann je nach Spiel und Schwierigkeitsgrad unterschiedlich herausfordernd sein, das Grundprinzip bleibt jedoch dasselbe. Schauen wir uns "Glory Days" also im Detail an. Was macht es besser oder schlechter? Wie unterscheidet es sich von anderen? Und die wohl wichtigste Frage: Ist es verschwendete Zeit oder einen Blick wert?

Filmreif
Fangen wir beim Grundgerüst an. Tower-Defense-Games sind in der Regel so aufgebaut, dass ihr einen kleinen Grundbetrag an Geld habt, den ihr für ein paar Geschütze ausgeben könnt, bevor die erste Welle bzw. Runde an Gegnern beginnt. Euer Ziel lautet, so wenige Gegner wie möglich, am besten gar keine, den kompletten Weg entlang durchzulassen und alle mithilfe eurer am Rand stehenden Geschütze zu eliminieren, bevor diese am Ende des Weges gelangt sind. Denn lasst ihr zu viele hindurch, ist das Spiel für euch vorbei.

Bis hierhin sticht auch Glory Days soweit eigentlich nicht sonderlich heraus. Was mir jedoch auffiel und worauf auch direkt beim Starten des Spieles aufmerksam gemacht wird, ist die musikalische Untermalung. Mit jeder etwa zehnten Welle an Gegnern ändert sich auch die Hintergrundmusik und passt sich dem steigenden Schwierigkeitsgrad an, indem sie z.B. schneller und lauter wird oder weitere Instrumente eingebaut werden, um es insgesamt etwas dramatischer und hektischer zu gestalten. Wie in einem guten Film. ;) Die Musik ist außerdem zu keiner Zeit wirklich störend, ganz im Gegenteil - Klingt wirklich super und passt hervorragend zum Spielgeschehen. Hut ab!
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Was häufig bei derartigen Spielen auch nervt, ist dass vor jeder einzelnen Runde erstmal eine Überschrift mit "Runde XY" angezeigt wird. Hier wurde das etwas anders gelöst, man merkt später sogar kaum noch, wann neue Runden starten. Sie zählen auf dem unteren Bildschirm ganz unauffällig mit und je nachdem, wie viele ihr eben geschafft habt, fällt eure Punktzahl dementsprechend aus.
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Weniger ist nicht immer mehr
Wenn ihr viele Runden übersteht und eine hohe Punktzahl erreicht, schaltet ihr die nächste Map (insgesamt gibt es drei) und einen höheren Schwierigkeitsgrad auf der gerade gespielten Map frei. Ob drei verschiedene Level/Maps viel sind, darüber lässt sich sicher streiten, man sollte aber nie vergessen, dass es hierbei "nur" um ein DSiWare Spiel handelt.
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Die Steuerung ist übrigens simpel und behindert so gut wie gar nicht, höchstens eine Sache fehlte mir etwas. Sobald es später die ersten Einheiten schaffen, durch eure Verteidigung zu brechen und vorzustoßen, müsst ihr weiter hinten weitere aufbauen, um auch die letzten, verbliebenen Gegner noch zu erwischen. Teilweise fällt es schwer, noch rechtzeitig etwas aufzubauen. Es wäre schön gewesen, wenn der Cursor noch etwas schneller scrollen würde.
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Fazit
Auch Glory Days: Tactical Defense unterscheidet sich nicht stark merklich von anderen Spielen seiner Art, weiß dafür aber prima, seine Aufgabe zu erfüllen und ist durch seine Kompaktheit auf dem Handheld zudem für unterwegs geeignet. Es besitzt eine Pause-Funktion, sodass ihr zur Not auch mal eben stoppen und später weitermachen könnt. Zwei Euro könnten kaum besser angelegt sein - zuschnappen!
Angela Singleplayer: 75%

Verfasst von Angela am 10.02.2012,
bemustert durch Nintendo
für bis zu 1 Person/en
Release am 04.02.2011