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Yoshi's Story

Nintendo 64

Yoshi's Story, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Nintendo 64 Rumble Pak Kann über den Nintendo Wii Shop heruntergeladen werden Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 10.05.1998, Preis: 1000 Nintendo Points (entspricht 10€), 1 Spieler/in
Hurra, hurra, Yoshi ist wieder da!
Yoshi ist zurück! Das sagten damals nicht nur die Freunde des N64, nachdem das tolle SNES-Spiel Yoshi's Island einen Nachfolger spendiert bekam, nein, das sagen auch wir Wii-Freunde jetzt, denn der Titel ist über die Virtual Console erhältlich und ladet zu einem kleinen Hauch Nostalgie ein. Doch ist das Spiel sein Geld wert? Hat Nintendo wieder gewohnt abgeliefert? Kann man sich den einen oder anderen Abend damit vertreiben? Vorweg: Yoshi's erneuter Ausflug stellt keinesfalls auch nur entfernt Konkurrenz für irgendeinen der berühmten Mariotitel seiner Zeit dar, dennoch zählt es zu den Jump'n'Run-Klassikern, die jeder mal (wenigstens an)gespielt haben sollte. Doch lest selbst.
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Es war einmal...
Was die Story angeht, will ich's kurz machen: Die Yoshis (Mario kommt in diesem Spiel übrigens nicht vor) leben glücklich auf ihrer Insel. Besagtes Glück ziehen sie vor allem aus ihrem "Super Happy Tree". Natürlich kommt das Böse daher (dieses Mal in Form von Baby Bowser) und setzt dem "Treiben" des Baumes ein Ende, indem er diesen entführt. Als wäre das noch nicht genug, sperrt er die Welt in ein Klappbuch. Sechs Yoshi-Eier haben dieses Attentat überlebt, woraus dann die sechs Yoshis schlüpfen, deren Rolle man übernimmt, um die Sache mit Baby Bowser "zu regeln". Mit fortlaufendem Erfolg im Storymodus kehrt somit immer mehr Glück zu den Yoshis zurück.
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Abwechslung fürs polygongewohnte Auge
Was war das Revolutionäre am Nintendo 64? Richtig: Die 3. Dimension, welche Nintendo direkt mit Super Mario 64 eindrucksvoll vorführte. Bei Yoshi's Story hingegen entschieden sich die Japaner für ein zweidimensionales Jump'n'Run - zum Glück möchte ich anmerken, denn bei diesem Genre ist der Spielspaß vorprogrammiert, wenn Nintendo am Werk war, wie uns Mario, Donkey Kong und Co. stets bewiesen.
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Ein weiterer Grund dafür könnte die Tatsache gewesen sein, dass man für ein 2D-Spiel weniger Verständnis braucht, um es spielen zu können. Der Verdacht liegt durchaus nahe, denn das gesamte Spiel richtet sich ganz klar an eine jüngere Zielgruppe als beispielsweise die Marioteile (oder Donkey Kong, was ja noch mal etwas schwerer ist). Die Aufmachung (die Knuddelgrafik, das Bilderbuch, die Sounds etc.) und der Schwierigkeitsgrad veranlassen mich jedenfalls zu dieser Vermutung.
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Mal ganz abgesehen von der Dimension ist der N64 dem SNES technisch natürlich in allen Belangen überlegen und so entstand hier ein wunderschönes, "uneckiges" Abenteuer, das nett anzusehen ist und in sich stimmig wirkt.
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Selbst einige ältere Spieler fühlen sich von der Optik und Mechanik des Spiels mitgerissen und fröhlich gestimmt, so fröhlich wie die Yoshis selbst eben. Man sieht ja heutzutage auf der Wii (New Super Mario Bros. Wii, Donkey Kong Country Returns), dass es sich auch auf jeder Konsole NACH dem SNES empfiehlt, 2D-Titel zu entwickeln, da die grafisch dafür umso detaillierter sein können und dynamischer daherkommen.
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"Bleib doch ruhig, Yoshi!"
...hab ich mir anfangs so manches mal gedacht, wenn ich mit einem Yoshi über ein kleines Hindernis springen wollte, dieses aber einen Riesensatz machte und schlimmstenfalls sogar noch gegen einen Gegner oder in einen Abgrund flog, denn der Sprungspeed ist für Mariogewohnte anfangs etwas zu überzogen. Wie bei jedem Spiel arrangiert man sich damit jedoch schnell, zumal es sicherlich stupide wäre, wenn die Steuerung bei jedem Nintendo-Jump'n'Run exakt gleich reagieren würde. Hinzu kommt noch die Möglichkeit des "Strampelns" in der Luft bei erneuter Betätigung des Sprungknopfes, um noch höher gelegene Orte zu erreichen. Mit anderen Worten: Sprungkräftig sind die Yoshis allemal.
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Ein Manko möchte ich noch erwähnen, nämlich die Yoshi-Zunge, zumindest in einigen Spielsituationen. An einer Stelle flogen z.B. immer Bienen vorbei und man musste diese mit der Zunge erwischen und schlucken. Die Zunge kann aber natürlich nur in acht Himmelsrichtungen herausgestreckt werden, nicht 360°, egal, wohin man auch immer mit dem Analogstick hinlenkt. Das hat zur Folge, dass man oft nur "einen Millimeter" an einer Biene vorbeischleckt, diese einen dann trifft und verwundet. Doch will ich hier nicht großartig über eine schwierige Stelle meckern, wo ich das Spiel ja eigentlich für viel zu leicht halte, zumal auch derlei Aufgaben mit etwas Übung irgendwann besser von der Hand gehen.
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Davon abgesehen ist die Steuerung gelungen, speziell das Tauchen im Wasser möchte ich hier mal loben: Die Wasserlevels haben sehr viel Spaß gemacht. So geht's mir nicht unbedingt bei allzu vielen anderen Spielen.
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Yoshi will doch nur spielen
Wie sieht's denn spielerisch aus? Trumpft Nintendo mal wieder mit einigen netten Ideen? Klare Antwort: Ja! Seien es von der Decke baumelnde Spinnen, Shy Guys auf Stelzen oder Fixpunkte, an denen man sich mit der Zunge elegant entlanghangeln kann, die Spielwelt bietet einiges an Abwechslung. Besonders gut gefallen haben mir die Flugschlangen, die - immer, wenn man mit Yoshi springt und wieder auf ihnen landet - die Richtung wechseln. Sehr interessante Idee, die aber etwas Gewöhnung bedarf, da sie anfangs verwirrend ist.
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Die Levels bestechen durch verschiedene Settings und Umgebungen, wie die erwähnten Wasserlevels, die Wolkenlevels in denen besagte Luftschlangen zu finden sind, sowie Waldlevels und, und, und... Nahezu alle sind nett anzusehen und sinnvoll aufgebaut. Einige treiben einen jedoch zur Weißglut. Ziel eines jeden Levels ist es nämlich, eine bestimmte Anzahl Früchte zu sammeln. In vielen Levels sind die üppig gesät, doch in einigen sucht man sich schier dumm und dämlich auf der Suche nach der letzten notwendigen Frucht. Ist vielleicht nicht die beste Lösung, den Schwierigkeitsgrad durch so etwas hochtreiben zu wollen, denn gefühlte 15 Minuten lang in einem Level hin und her zu laufen macht vielleicht schatzsuchenden Piratenfanatikern Spaß, bei dem Otto-Normal-Spieler führt das jedoch eher zu Frustration und Langeweile.
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Die Yoshis haben natürlich einige Fähigkeiten, die es von anderen Genrekollegen abgrenzt. Nebst dem Strampeln in der Luft kann man Gegner mit der Zunge schlucken, mit Eiern schießen, schwimmen, nach Geheimverstecken schnüffeln und Strampattacken vollführen. Hat man mit diesen Fähigkeiten dann in einem Level 30 Früchte gesammelt, gilt dieser als erfolgreich beendet. Neben den sechs Yoshis, die von Anfang an zur Auswahl stehen, findet man gelegentlich noch schwarze und weiße Yoshis, die sich einem anschließen. Diese haben einige Vorteile, doch die sollt ihr mal lieber selbst herausfinden. Eine fiese Sache sei noch erwähnt: Sterben alle Yoshis, ist das Spiel vorbei, denn ein Continue gibt es nicht.
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Aufbau
Yoshi's Story ist ein reines Singleplayerspiel. Im Hauptmenü hat man die Wahl zwischen dem Storymodus (dem eigentlichen Kern des Spiels), einem Trialmodus, in dem man in bereits absolvierten Levels einem Highscore hinterher jagen kann und einem Übungslevel, in dem man sich mit den Feinheiten des Spiels vertraut macht, sofern nötig.
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Der Storymodus widerum gliedert sich in sechs Seiten aus besagtem Klappbuch, in denen jeweils vier Levels angesiedelt sind. Diese steigen bei ihrer fortlaufenden Nummerierung leicht im Schwierigkeitsgrad, sind jedoch nicht alle sofort verfügbar. Man schaltet die Levels 2 bis 4 eines Kapitels nämlich jeweils frei, indem man in der Vorgängerwelt drei geheime große Herzen aufspürt, die die Levels dann aktivieren.
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Fazit
Dem aufmerksamen Leser dürfte stirnrunzelnd aufgefallen sein, dass man nach einer kleinen Kopfrechenaufgabe auf 24 Level kommt. Ihr merkt, der Umfang hält sich stark in Grenzen und wird bestenfalls mal durchs ewig langes Suchen nach der letzten Frucht gestreckt. Dieser Kritikpunkt machte schon damals die Runde und hat sich natürlich auch beim VC-Release nicht in Luft aufgelöst. Diese Tatsache mindert den Kritikpunkt des "permanenten Todes", d.h. Game Over bedeutet auch WIRKLICH Game Over. Hinzu kommt der geringe Schwierigkeitsgrad, der einen gewöhnlichen Spieler das Spiel nicht allzu ernst nehmen lässt und eine Wertung jenseits der 80%-Hürde somit gänzlich verhindert.
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Ich darf nämlich das Resümee ziehen, dass Yoshi's Story spielerisch, sowie im Umfang, hinter seinem Vorgänger auf dem Super Nintendo zurückbleibt. Dennoch sei gesagt, dass man ja nicht mehr wie zu N64-Zeiten den Vollpreis zahlt, sondern den günstigen VC-Preis. Und für diesen möchte ich dann doch eine Kaufempfehlung für das Spiel rausgeben. Allein der Vollständigkeit halber sollte jeder Nintendofan es mal durchgespielt haben. Dauert ja nicht lang. ;)

Tarik *, 8.591 Zeichen, veröffentlicht am 20.02.2011 •
Singleplayer: 74%

Für die Bemusterung bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Durchschnittliche Wertung von 7 User/innen:
Singleplayer: 65,43%
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Bilder

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Kommentare

Yoshiking
Yoshiking
Registriert:
12.11.2011, 22:20:24
Kommentar #1 vom 29.11.2011, 08:11:21 Uhr
Ich hab mir das Spiel von der virtuel Console geholt und dachte es wäre ein gutes Jump,n run Spiel.
Es wirkt für mich heute etwas veraltet aber zur damaligen Zeit war es natürlich ein gutes Spiel.

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