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Captain America: Super Soldier

Nintendo DS

Captain America: Super Soldier, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 15.07.2011, Preis: ca. 35-40€, 1 Spieler/in
Captain America - Ein Mann, eine Legende seit 1941
Mit bloßen Fäusten und Schild kann er jeden besiegen, seien es nun die bösen, deutschen Nationalsozialisten oder die sowjetischen Kommunisten - jeden kann der Vorzeigeamerikaner, der durch ein Experiment übermenschliche Fähigkeiten bekommen hat, besiegen!
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Wie man vielleicht an meiner Einleitung schon herauslesen konnte, handelt es sich bei diesen Superheld um einen Helden, der für reine Propagandazwecke erschaffen wurde. Doch in dieser Rezension geht es nicht darum, einen Helden auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen, sondern um die Nintendo-DS-Version des Spiels zum Film... wobei mir das Schreiben über den Helden selbst wohl mehr Spaß machen würde, als das Schreiben über das Spiel...
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Die bösen Deutschen - mal wieder...
...die Geschichte des Spiels bietet eigentlich nichts Außergewöhnliches; alles findet spielt zu Zeiten des 2. Weltkrieges statt und die Gegner sind - welch Überraschung - natürlich die Deutschen, in Form der Geheimorganisation "HYDRA".
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Doch ganz ehrlich, die Bösen hätten durch jede andere Nationalität ausgetauscht werden können, denn durch die Sprachausgaben, die ich im Übrigen für ein Nintendo-DS-Spiel eigentlich sehr gelungen finde, in welcher die Sprecher der Bösewichte mit deutschem Akzent reden, kommen die Bösen mir wie jede X-beliebige böse Organisation vor. Doch genug der Geschichte, kommen wir nun zum Spiel...
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3 in 1
Nachdem man einen der drei Speicherstände gewählt und ein kleines Turtorial über sich ergehen hat lassen, geht es schon los. Das Gameplay ist drei Arten unterteilt: Zum einen gibt es die Schleichabschnitte, in denen man möglichst unauffällig zum Ausgang gehen soll. Die Wachen, denen man dabei über den Weg läuft, müssen hierbei, wenn sie einem den Rücken zudrehen, mithilfe der Y-Taste erledigt werden.
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Wird man bei diesen Abschnitten von einer Kamera oder einer der Wachen bemerkt, muss man wieder vom Anfang dieses Abschnittes starten, was bei längeren Abschnitten wirklich nervt, vor allem, da man manchmal rein aus Versehen einen falschen Knopf drückt und mit den Schild wirft, dieser Schild dummerweise eine Wache trifft und statt dass sie dadurch ausgeschaltet wird, schlägt sie lieber Alarm und man muss zum Anfang.
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Die zweite Spielart stellt genau das Gegenteil von der ersten dar: Der Captain läuft hierbei in schnellem Tempo durch einen Gang und man hat die Aufgabe, im richtigen Moment zu springen oder die Soldaten auszuschalten. Nebenbei können auch Medaillen gesammelt werden, die Punkte geben, wobei ich mich beim Spielen fragte: Was nützen diese Punkte? Sie werden zwar im Menü gezeigt, doch passiert einfach gar nichts damit, egal, wieviele Punkte man auch erlangt.
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Die Durch-den-Gang-laufen-Abschnitte, oder "Sprintmissionen" , wie sie in der Anleitung genannt werden, hätten so gut werden können - sind sie aber nicht! Der Hintergrund ist in einer Dauerschleife, ähnlich wie in alten Zeichentrickfilmen, die Plattformen sind in immer den gleichen Formationen platziert, d.h. man springt andauernd dieselben in allen Missionen durch... und irgendwie wurde ich beim Spielen dieser Missionen das Gefühl nicht los, dass diese nur im Spiel sind, um es origineller erscheinen zu lassen - schade!
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Die dritte Spielart bildet in etwa 80% des Spiels: Hierbei muss man sich in einer Mischung aus Jump'n'Run und Arcade durch Gegnerhorden prügeln, kleinere Rätsel lösen und von Plattform zu Plattform springen. Diese Spielabschnitte lassen sich von mir persönlich nochmal in zwei Abschnitte unterteilen, da wäre zum Einen...
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...a) Der leichte Anfang
Der Anfang dieses Spieles ist extrem einfach! Der erste Boss ist nach ein paar erfolgreichen Schlägen erledigt, es erscheint nun eine überschaubare Menge von Gegnern und die Rätsel sind leicht und wiederholen sich eigentlich immer wieder (gleicher Raum, fast gleiches Rätsel). Zunächst kann man sich gut mit den unterschiedlichen Moves des amerikanischen Kapitäns vertraut machen, zu denen unter anderem der aus Super-Mario-Spielen berühmte "Wandsprung", ein Schildwurf und natürlich auch normale Schläge zählen.
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Hier sieht man auch zum ersten Mal die Touchscreen-Anwendung, bei welcher man in bestimmten Momenten entweder tippen, wischen oder drehen muss. Nicht schwer, das zu meistern, jedoch ist es ziemlich nervig, dass man immer wieder in den Touchpen rausfummeln muss. Reinstecken, rausholen, rauisholen... Nervt! Zumal diese Touchscreenanwendung für mich persönlich sehr erzwungen wirkt, so, als ob auf "Teufel komm raus" noch irgendwas entwickelt wurde, damit die besonderen Fähigkeiten des Nintendo DS im Spiel kommen...
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Doch trotzdem macht der Anfang noch im gewissem Maße Spaß. Die Prügeleien und die kleinen Rätseleinlagen sind simpel, aber doch irgendwie motivierend... nur leider gibt es noch die andere Seite des Spieles und zwar...
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...b) Das unfaire Ende
Ab ungefähr der Hälfte, macht der Spielverlauf eine 180°-Drehung und es fällt von einem Extrem ins anderen. Das Spiel wird nun extrem schwer; aber nicht schwer im Sinne von "Mega-Man-schwer", sondern im Sinne von unfair-schwer. Warum?
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Nun, Beispiel 1: In späteren Abschnitten wird euch eine grünliche Flüssigkeit begegnen, die euch bei der kleinsten Berührung sofort erledigt. Eigentlich kein Problem, gibt es auch in anderen Spielen, doch der Unterschied ist hierbei, dass bei diesen Passagen derartig fiese Sprungabschnitte vorhanden sind, in denen auch noch diese Flüssigkeit immer weiter nach oben steigt, sodass es fast unmöglich ist, diese zu beenden, ohne dabei mindestens 20Mal draufgegangen zu sein.
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Beispiel 2: Man kennt das ja aus beliebigen Arcade-Games: Man kann erst weitergehen, bis man alle Gegner auf dem Bildschirm vernichtet hat. Schade aber, dass es unmöglich viele sind und diese einfach so mal hinter und vor einem aus dem Nichts erscheinen - und glaubt mir: Wenn man von zwei stärkeren Gegnern umkreist wird, ist man schon erledigt...
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Ich könnte noch weitere Dinge aufzählen, weshalb die zweite Hälfte des Spieles einfach unfair und frustrierend ist, allerdings würde das wohl den Rahmen sprengen... wirklich schade, denn der Anfang hat mir eigentlich, trotz des niedrigen Schwierigkeitsgrads gefallen.
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Sammelobjekte, automatisches Speichern, keine Levelauswahl und die Probleme die sich dabei ergeben
Es gibt fünf verschiedene Sammelobjekte, die man im Spiel finden kann. Zum Einen die "Ampullen", die die Leben wieder auffüllen und wenn man fünf davon gesammelt hat, die Lebensleiste vergrößern. Als Zweites und Drittes gibt es noch Updates der Moveliste sowie für das Schild, und als Viertes und Fünftes noch die Akten, die unter anderem die für die Story interessanten Briefe anzeigt und die gefangenen amerikanischen Soldaten, die einem ein neues Kostüm bescheren, wenn genügend von denen befreit wurden.
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Okay... jetzt kommt die Tatsache ins Spiel, dass das Spiel automatisch speichert (was eigentlich ja was positives wäre) und es keine Levelauswahl gibt. Was kommt dabei raus? Etwas Fürchterliches!! Man muss ALLE Sammelobjekte im ersten Durchgang finden und wenn man ausversehen zuweit geht, eines dieser Sammelobjekte vergessen hat und das Spiel automatisch speichert, bleibt einem keine andere Wahl, als das Spiel komplett von vor zu starten, was aber aufgrund der unfairen zweiten Hälfte wohl kaum einer machen will... ...und schon wieder wurde Potenzial verschenkt!
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FAZIT
Was kann man zusammenfassend über das Spiel sagen? Die "Sprintmissionen" sind langweilig, da sie immer gleich sind, die "Schleichmissionen" sind in Ordnung, jedoch manchmal unfair und der Rest des Spieles ist zweigeteilt in zu einfach und zu unfair.
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Das Einzige was dem Spiel heraushelfen könnte, die Sammelobjekte, motivieren nicht zum Suchen und trotz allem ist das Spiel in ca. fünf Stunden durchgespielt. Es tut weh zu sehen, was man noch alle hätte besser machen können, doch so wie dieses Spiel ist, ist es nicht mal mehr ausreichend... schade!

King Bowser, 7.958 Zeichen, veröffentlicht am 09.08.2011 •
Singleplayer: 29%

Für die Bemusterung bedanke ich mich bei Sega
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 15.07.2011, Preis: ca. 35-40€, 1 Spieler/in

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Bilder

Captain America: Super Soldier, Screenshot #1 Captain America: Super Soldier, Screenshot #2 Captain America: Super Soldier, Screenshot #3

Kommentare

TheUnknown *
TheUnknown
Registriert:
08.05.2010, 09:25:43
Kommentar #1 vom 10.08.2011, 12:15:02 Uhr
Ohje, das klingt ja wirklich bitter! :) Ich frage mich bei sowas immer, ob denn da keiner merkt, dass man da gerade totalen Schwachsinn fabriziert.

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