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Shadow Fight 2

Nintendo Switch

Shadow Fight 2, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG Switch Joy-Con Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 13.09.2018, Preis: 14,99€, 1-2 Spieler/innen
Einst wart Ihr ein mächtiger Krieger und niemand traute sich, sich Euch in den Weg zu stellen. So begabt Euch auf die Reise nach einem würdigen Gegner und gelangt an das Tor zum Reich der Schatten. Als Ihr es öffnet, stürmen die Schatten heraus, berauben Euch Eures Fleisches und Eurer Seele - und Ihr werdet selbst zum Schatten. Von nun an seid Ihr dazu verdammt, die Dämonen, die Ihr befreit habt, zu bekämpfen...
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In der Gestalt von Shadow kämpft Ihr Euch durch das Beat 'em up Shadow Fight 2. Ähnlichkeiten zu Genrerößen wie Street Fighter sind nicht von der Hand zu weisen, dennoch unterscheidet sich das Gameplay in vielen Punkten. Es gibt einen Punch- und einen Kick-Button; natürlich können beide Aktionen jeweils durch Springen, Aufrechtstehen oder Ducken variiert werden, sodass also auch problemlos ein Roundhouse oder Sweep ausgeführt werden kann. Selbst Combos sind möglich, wenn man mit dem richtigen Timing beispielsweise zwei niedrige Kicks eingibt. Später im Spiel kann man einige Waffen auch noch werfen - wie Ninjasterne zum Beispiel.
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Und Timing ist bei Shadow Fight 2 das A und O. Eine Aktion kann nur um eine Winzigkeit danebengehen, und bevor Ihr den Schlag auch nur vollständig durchgeführt habt, gekontert werden. Zu allererst fühlt sich das Gameplay deswegen ungenau, fahrig und, ja, chaotisch an, aber mit jedem Kampf erlernt man das Konzept und versteht es immer besser, sich auch mal bis zum Angriff des Gegenübers zu gedulden, auf die richtige Weise auszuweichen um dann zum Gegenangriff anzusetzen. Kritische Treffer, beispielsweise gegen den Kopf, müssen deshalb im rechten Moment getätigt werden - oder sie passieren ab und zu auch mal rein zufällig. Aber die ultimative Killerattacke gibt es in Shadow Fight 2 nicht. Mit der Art, wie man Prügler wie etwa Street Fighter spielt, kommt man hier keineswegs weiter.
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Dennoch bringt auch selbst die allerbeste Taktik nichts ohne die richtige Ausrüstung. Zunächst kämpft man nur mit seinem nackten Körper. Aber da man für jeden gewonnen Kampf Bares und Edelsteine kassiert, kann man dieses in Waffen wie Sais oder ein Katana ausgeben, sowie in einen Oberkörper- und einen Kopfschutz, wie einen Wams oder ein Helm. So ist man einerseits fähig, mehr Schaden zu erleiden, aber auch, mehr Schaden auszuteilen. Sehr viele Kämpfe, die erst noch als "Höllisch" kategorisiert werden - und auch tatsächlich verflixt hart sind! -, sind nach dem Investieren in eine etwas bessere Rüstung und etwas stärkere Waffen auf einmal in der Kategorie "Einfach".
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Und in der Tat wischt man nun urplötzlich mit der einst schier unüberwindbaren Gestalt den Boden auf. Dabei scheint aber nicht bloß das Einstecken und Austeilen von Schaden eine Rolle zu spielen, denn die KI-Gegner/innen scheinen nun auch weniger clever zu agieren. Das bedeutet nicht, dass man sich nicht theoretisch trotzdem, ohne je ein Upgrade zu kaufen, durch das gesamte Spiel kämpfen könnte. Aber dann müsste man äußerst viel Zeit investieren, um SO gut zu werden. Außerdem hat man eh immer genug Geld und Edelsteine im Säckel, um sich diese oder jene Verbesserung leisten zu können.
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Letztlich verbleibt das Gameplay - so interessant es auch ist, und sehr es auch Spaß macht, sich während eines Kampfes selbst auf Kleinigkeiten zu konzentrieren! - also so, dass man seine gewonnene Kohle in die nächstbesten Upgrades buttert und der nächste Kampf ist schon so gut wie gewonnen. Sicher, man kann es selbst schwer machen und eben nicht allzu viele Upgrade kaufen, doch ist dann der Frustpegel enorm hoch. Und das macht Shadow Fight 2 am Ende auch vorhersehbar. Die Upgrades sollten die nächsten 2-3 Kämpfe etwas mehr ausgleichen, statt den Schwierigkeitsgrad derartig drastisch zu senken. Andernfalls: Ohne Upgrades bekommt man nicht nur eine tüchtige Abreibung, sondern wird derartig weggeputzt - das spottet jeder Beschreibung. Denn wie erwähnt, die Upgrades scheinen nicht bloß etwas am Schadensverhältnis zu ändern, sondern auch am allgemeinen Verhalten der KI.
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Abgesehen von den Bossen, die in der Regel durchaus etwas mehr Stehvermögen erfordern, und häufig auch etwas größer sind. Hier muss stes man schnell agieren und reagieren, ständig wachsam sein - und selbst dann kann es gut sein, dass man schnell auf die Matte geknallt worden ist. Insbesondere der allerletzte Boss, der mich ein wenig an Scorpion erinnert - Ihr werdet sehen, warum, wenn ihr ihm gegenüber steht! -, der hat's in sich. Doch sind die Bosskämpfe nun auch nicht so zahlreich, dass sie das Spielerlebnis ausreichend tragen könnten. Das Gros der Zeit verbringt man mit den Normalo-Gegnern und -Gegnerinnen ...
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Zwar versucht der Titel, durch Storyline-Elemente interessant zu bleiben, aber das alles ist nicht anderes als eine Verpackung für eine Streak von Matches gegen zum Beispiel Leute eines Clans, und erst, wenn die besiegt sind, darf man den Clanführer (also Boss) herausfordern. Selbiges gilt für Turniere, die hin und wieder abgehalten werden, und auch der Ausdauermodus, bei dem man so lange Gegner um Gegner besiegen muss, bis man irgendwann besiegt wurde. Alles das ist in das Abenteuer mit den eben genannten Storyversatzstücken integriert worden. Aber eigentlich kämpft man, gibt Geld für Upgrades aus, kämpft, gibt Geld für Upgrades aus... Das macht man eine Stunde, eventuell auch mal zwei, aber dann langt es wieder.
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Etwas unterhaltsamer ist da der separate Zweispieler-Modus, der alternativ auch gegen eine CPU gespielt werden kann. Beide Seiten wählen aus mehreren vorgegebenen Charakteren je einen aus, und haben anhand deren Ausrüstung einen entsprechend starken oder schwachen Charakter - aber für sich genommen spielen sie sich allesamt gleich. Nach dem Kampf geht es wieder zurück zum Charakter-Auswahlscreen und so weiter... Eine eigentlich gute Methode, den eventuell unterschiedlichen Skill zweier Personen bei dieser Art Game auszugleichen.
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Doch selbst, wenn beide Seiten ein paar echt spannende Matches hatten - irgendwann ist die Luft raus. Was im Abenteuer noch ganz gut funktioniert, weil man durchspielen möchte, klappt im direkten Zweispieler nur sehr bedingt. Hier fehlt es an Abwechslung. Wo nämlich Genrevertreter wie Street Fighter durch unterschiedliche Charaktere (Reichweite, Geschwindigkeit und dergleichen) oder Special Moves für Variation sorgen, geht Shadow Fight 2 durch die im Kern allesamt doch vollkommen gleichen Charaktere die Luft aus.
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TECHNIK
Grafisch ist Shadow Fight 2 trotz seiner eher simplen Züge ein Hingucker. Die Animationen sind butterweich und toll gezeichnet. Das Drumherum, also Menüführung und dergleichen, ist an und für sich hübsch, wirkt aber dennoch sehr zweckmäßig - teilweise verwirren die anwählbaren Menüpunkte sogar, weil man nicht immer auseinanderhalten kann, welcher Punkte gerade angewählt ist und welcher nicht, sodass man sich angewöhnt, in dem geöffnete Untermenü zuerst einmal links oder rechts zu drücken, um sich zu vergewissern, welcher Punkt gerade der aktive ist.
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Die Musik kann mit ihrem rockigen, leicht treibenden Klang voll überzeugen: E-Gitarrenriffs gepaart mit fernöstlichen Instrumenten zur Akzentuierung - das passt zum sowieso asiatischen Anstrich von Shadow Fight 2 wunderbar. Die Soundeffekte sind ebenfalls genau richtig. Schlag-, Tritt oder leise Schnaufer, wenn ein Treffer landet, Waffen klirren, wenn sie aneinander prallen - nichts zu Meckern, alles sitzt da, wo es hingehört.
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Die Steuerung mag man zuerst als unpräzise wahrnehmen - doch ist das genaue Gegenteil der Fall. Man muss sich nur erst ein wenig an das etwas andere Gameplay gewöhnen, bei dem es viel mehr als üblich in diesem Genre auf Beobachtung, Erwartung den richtigen Augenblick ankommt.
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Die Story ist mit rund 12-15 Stunden Umfang gut bemessen. Nur ist es hier leicht möglich, sich durchzuwieseln, sofern man regelmäßig etwas In-Game-Geld in bessere Ausrüstung investiert - dann besiegen sich die Gegner/innen fast von allein. Obendrein gibt es ein Achievement-System, bei dem es die üblichen Verdächtigen gibt: Einen Kampf gewinnen, ohne einmal getroffen worden zu sein, einen Kampf gewinnen, obwohl man selbst kurz vor dem Exitus stand und so weiter...
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FAZIT
Shadow Fight 2 hat ein grandioses Konzept und kann viel Spieltiefe bieten. Kann! Die KI ist ohne wahnsinnig viel Zeitaufwand nicht ohne Upgrades zu besiegen, und mit Upgrades haut man sie locker flockig aus den Latschen. Das ist nur bei den Bossen anders, die aber nur einen kleinen Teil des Abenteuers ausmachen. Der Zweispieler-Modus bringt etwas Abwechslung, aber nicht länger als 30 bis 45 Minuten - dann langt es auch erstmal wieder.
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Wer etwas für "mal was anderes" übrig hat, sollte einen Blick riskieren - und wer eine echte Herausforderung sucht, kann auch gern probieren, es mit möglichst wenig Upgrades zu schaffen. Für alle anderen ist Shadow Fight 2 für eine Stunde hier, eine Stunde da, ein netter Zeitvertreib.

TheUnknown *, 8.904 Zeichen, veröffentlicht am 16.09.2018 •
Singleplayer: 71%

Für die Bemusterung bedanke ich mich bei Nekki
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Bilder

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