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Slime-san

Nintendo Switch

Slime-san, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Switch Joy-Con Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 03.08.2017, Preis: 11,99€, 1-2 Spieler/innen
Warum ist alles so grün und blau, weiß und pink? Na, weil ihr ein kleiner Schleim namens Slime-san seid, der sich im Bauch eines sehr langen Wurms befindet. Ziel ist es also, sich durch die Plattformer-Passagen jedes Levels zu schleimen, bis ihr letztendlich den Kopf des Wurms erreicht.
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Von Schwanz bis Kopf
Als ich den Titel das erste Mal einschaltete bekam ich erstmal einen Grafik-Schock, denn die Farben sind extrem seltsam gewählt. Nicht nur dass alles in einem 8-Bit-Stil existiert, der selbst ja recht kritzelig wirkt, nein auch die Farben mit dunklem blau, weißer Umgebung, grünem Darsteller und roten Gefahren sorgen zuerst für Verwirrung. Das Hauptmenü ist eigentlich witzig gestaltet, da die Levelauswahl in Form eines Wurmes angeordnet ist. Level 1 befindet sich direkt am Schwanz des Wurmes und der schlängelt sich weiter nach unten - Level für Level.
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Springen wir doch mal zu den Basics von Slime-san. Generell gibt es nur den Sprungknopf auf der A-Taste, womit ihr euch von Plattform zu Plattform bewegen könnt und das mit sehr präziser Steuerung. Da ihr ein kleiner Schleimer seid, könnt ihr auch an Wänden hochhüpfen, an denen ihr bei Berührung ein wenig kleben bleibt. Eine Technik, um höhere Bereiche zu gelangen. Hinzu kommt die ZL-Taste, die nicht nur eine Slow-Motion-Funktion besitzt, sondern euch durch alles hindurchlässt, was eine grüne Färbung besitzt. So könnt ihr durch bestimmte Wände oder Böden gleiten, aber auch grünen Geschossen ausweichen, in dem ihr einfach hindurch hüpft. Eine weitere Aktion könnt ihr mit der ZR-Taste ausführen - und zwar eine Art Schub, also einen Dash, der in jede Richtung gehen kann. Somit können höher oder entfernt gelegene Plattformen erreicht werden.
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Nun geht es darum, die insgesamt 100 Level mit je 4 Räumen, also ganze 400 Räume, zu meistern! Es müssen Wände erklommen, Schalter in bestimmter Reihenfolge aktiviert, Blöcke verschoben und Gegnern ausgewichen werden. Jedes Level glänzt förmlich durch das geniale Leveldesign der Macher. Mit der ZL-Funktion sorgt man in manchen Leveln für wechselnde Plattformen, die bei gedrückter Taste erscheinen, wohingegen andere allerdings verschwinden. Kurz: Timing ist das A und O! Weswegen man ohne das schnelle Checkpoint-System #in t# nicht überleben könnte. Denn ihr werdet sehr viele Tode sterben, das garantiere ich! Selbst einfache Sprungpassagen können trotzdem schwierig sein, vor allem wenn man zu lange zögert. Denn nach einer gewissen Zeit wird euch die rote Magensäure des Wurms überraschen und schwappt von einer Seite des Bildschirms zur anderen.
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Auch wenn die Passagen immer schnell von Neuem probiert werden können, können sie auch regelmäßig überfordern, insbesondere dann, wenn mehrere Dinge auf einmal gemacht werden müssen. Nach oben Dashen, durchlässig machen, auf Gegnerkugeln aufpassen... da kommt man ganz schön ins Straucheln. Auch wenn es immer mal wieder etwas unfair oder komplex erscheint, wird es euch nicht lange aufhalten, selbst nach 20 Bildschirmtoden dennoch weiter und weiter voranzuschreiten.
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Ihr befindet euch zwar in einem Wurm, die Level sind aber in Welten unterteilt. Jede Welt birgt 20 Level und einen Endboss. Die kreativen Köpfe haben ebenso kreative Endbosse ins Spiel gebaut, die euch ordentlich auf Trab halten werden. Da verrate ich ungern mehr; lasst euch überraschen!
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Das hört ja gar nicht auf!
Nicht nur, dass es 100 Level gibt, nein, es gibt sogar noch das "Game+", den Speedrunning-Modus und den Boss-Rush-Mode. Weiterhin könnt ihr euch in Slumptown tummeln und schräge Charaktere und so einige Sachen entdecken, mitunter drei Arcade-Games. Vom klassischen Pong, über ein Hack'n'Slay-RPG im Zelda-Stil bis hin zum Shoot'em up. Slime-san ist zwar für einen Spieler ausgelegt, jedoch können die Arcade-Games auch zu zweit gespielt werden. Sind jetzt keine Blockbuster-Spiele, aber eine witzige Idee, die dem Retro-Style noch etwas zusätzlichem Flair verleiht, sodass sich das Freispielen dieser "Spiele im Spiel" durchaus lohnt.
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In jedem Level befinden sich 4 Äpfel, pro Abschnitt einer. Sowohl all diese Äpfel zu erwischen, als auch eine Bestzeit am Schluss zu erlangen, bietet weitere Langzeitmotivation für die Highscorejäger unter euch. Mit diesen Äpfeln können weitere witzige Dinge freigekauft werden. So gibt es unterschiedliche etwa Slime-san zur Auswahl. "Evil-san" springt höher, kann weiter dashen, jedoch nicht laufen oder "Daughter-san" kann zweifach springen aber nicht dashen und und und...
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Während die Wahl der Sideart nicht so spannend ist, macht der Shader mehr Laune mit herumzuspielen. Auch wenn dieser eher just for fun statt nützlich erscheint, gibt es lustige Einstellungen wie VirtualBoy-Optik, Gameboy-Grün, LED, oder total abgefahren: der VHS-Shader (siehe letztes Bild). Man sieht die typischen Streifen einer VHS-Kassette und das Bild macht das Spiel nicht besonders gut spielbar, fast wie in guten alten Zeiten. Selbst Soundeffekte und Musik fangen an zu leiern. Das müsst ihr unbedingt ausprobieren, total genial!
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Chip & Tune, die Ritter des Sounds
Wo wir schon beim Klang sind, die Chiptune-Tracks sind phänomenal. Ich bekomme das funkige Lied der ersten Level einfach nicht mehr aus dem Kopf. Über 10 Komponisten darunter Adhesive Wombat, Tiasu, Meganeko, Kubbi, Inverse Phase, Richard Gould haben um die 20 Tracks aufgenommen.
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Dem gegenüber zieht allerdings die Grafik definitiv den Kürzeren. Das Level-Design ist große Klasse, aber das Art-Design trifft sicher bei weitem nicht jedermanns Geschmack. Als ich das Spiel das erste Mal angemacht habe, konnte ich überhaupt nicht entziffern, was ich machen muss oder wo ich mich befinde, und ich habe eine Weile gebraucht, mich an die 5-Farben-Darstellung zu gewöhnen.
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Mir persönlich gefällt es nicht wirklich, weil auch die Umgebung in blau-weiß sehr verwirrend ist. Schön gelöst hingegen finde ich die Unterteilung "grün = gut" und "rot = schlecht". An Farbblindheit wurde auch gedacht und wer noch Spaß mit den Outfits haben will, kann sich außerdem noch ein paar Pixelbrillen, Stirnbänder und sonstigen Nippes kaufen - den man aber auf dem eh so gut wie nicht erkennt. Die Schrift ist extrem klein - aber zumindest auf dem Fernseher etwas ebsser zu sehen.
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FAZIT
Slime-san ist ein weiterer Plattformer im Super-Meat-Boy-Stil, der für sein Geld ordentlich Umfang bietet. Die Level sind fordernd und haben mich immer wieder von Neuem an das Spiel, bzw. in den Bauch des Wurms gesaugt. Der Style ist leider etwas abschreckend, das Gameplay jedoch erste Sahne. Für den Preis sollten Fans des Genres zugreifen.

DStroke *, 6.588 Zeichen, veröffentlicht am 17.08.2017 •
Singleplayer: 85%
Multiplayer: 40%

Für die Bemusterung bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Switch Joy-Con Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 03.08.2017, Preis: 11,99€, 1-2 Spieler/innen

Bilder

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