Cover: Terror SquidHat sich schon mal einer von euch diesen kleingedruckten Text am unteren Bildschirmrand durchgelesen, der auf so gut wie jedem Startbildschirm auftaucht? Als ich diesen bei Terror Squid überflog, musste ich kurz inne halten. Die caphalorischen Schriften? Der Dienst ihrer Feuchten Majestät? Keine Haftung für verfaulendes Fleisch, wiederkehrende Albträume und spontane Verflüssigung? Alle Rechte vorbehalten. Die Entwickler haben jedenfalls Humor!

Und sie sind Sadisten. Denn grundlegend besteht die Aufgabe des Spielers darin, ein kleines Vektor-Raumschiffchen über einen kleinen, runden Planeten zu steuern. Dabei hinterlässt der eigene Antrieb allerdings Spuren, welche das Schiff bei Kontakt sofort zerstören. Da der Planet wirklich nicht groß ist, kommen meinem Schiff die Kugeln sehr schnell entgegen. Je länger ich also umherfliege, desto mehr Kugeln muss ich ausweichen. Dafür kann ich auf Knopfdruck einen kurzen Sprint aktivieren, der mich temporär vor Kollisionen schützt. Ist eine gewisse Zeit verstrichen, darf ich die jeweilige Ritualphase (so nennen sich die Schwierigkeitsstufen) durch einen Knall beenden. Dieser räumt alle Kugeln im Sichtbereich des Schiffes weg und belohnt je nach Anzahl mit Punkten. Die übrigen Kugeln, welche nicht Teil der Kette sind, bleiben jedoch weiterhin aktiv und fliegen auch in der nächsten Phase durch die Gegend.

Beginnt Terror Squid noch mit einer geraden Linie an Schüssen, kommen in der zweiten Phase wellenförmige Projektilbögen hinzu, die dritte Phase hinterlässt das Raumschiff kleine Explosionen hinter sich und so weiter und so fort. So erschaffe ich im Alleingang meine eigene Kugelhölle und versuche möglichst lange darin zu überleben. Laut der Highscoretabelle mit Online-Bestenliste und den freischaltbaren Siegeln, lassen sich dadurch bis zu 32 Rituale erleben. Für mich selbst war allerdings spätestens bei der achten Stufe Schluss - was einer Spielzeit von maximal zwei Minuten entspricht. Der treibende Beat und die minimalistische Grafik sorgen für ein gutes Gefühl. Auch die schnelle Respawnzeit ist angenehm um nicht aus dem Spielfluss zu kommen.
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FAZIT
Die steile, doch machbare Lernkurve sollte Highscorejägern ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Ohne den Hang zur permanenten Verbesserung und dem Vergleich mit anderen ist Terror Squid allerdings nicht zu empfehlen. Zudem ist ein Abo von Nintendo Switch Online nötig, um das Spiel zu starten. Und aus irgendeinem Grund fühle ich mich nun verpflichtet, einer Tintefischgottheit zu huldigen...
Simon Singleplayer: 50%

Verfasst von Simon am 09.11.2020,
bemustert durch Plan of Attack
für bis zu 1 Person/en
Release am 15.10.2020