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Valthirian Arc Hero School Story

Nintendo Switch

Valthirian Arc Hero School Story, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 02.10.2018, Preis: 12,99€, 1 Spieler/in
Der Gemahl der Großkönigin von Valthiria hat sich von seinem Posten zurückgezogen und ich übernehme nun an seiner statt die wichtige Aufgabe: Die Leitung der königlichen Akademie. Was zwar als renommierte Schule bezeichnet wird, entpuppt sich als ein großes, leeres Grundstück mit spärlicher Ausstattung und neben mir, nur drei weiteren Angestellten. Aber gut, jeder fängt mal klein an.
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Als neue Führungspersönlichkeit habe ich alle Fäden in der Hand. Ich verwalte die Recoursen, lasse neue Räumlichkeiten bauen, schicke meine Schüler auf Missionen und versorge sie mit Ausrüstung. Außerdem muss ich jedes Halbjahr mindestens einem Schüler seinen Abschluss gewähren um nötige Geldmittel und Ansehen zu erlangen. Dieses Ansehen erhöht dann den Rang meiner Lehrstätte und eröffnet mir weitere, spielerische Verbesserungen.
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Das Dahinscheiden der Großkönigin, noch fast zu Beginn des Spiels, zieht ein politisches Beben im Reich nach sich, welches meine Schule scheinbar ins unmittelbare Ballungszentrum zieht. Und so habe ich die Auswahl für die fünf übrigen Königinnentümer Missionen zu erfüllen und somit meine Gunst in ihren Augen und damit auch ihre politische Macht zu erhöhen. Des Weiteren darf ich die einzige Tochter der Verstorbenen - und somit rechtliche Thronfolgerin - ausfindig machen, sowie einer wohl terroristisch veranlagten, sechsten Partei das Handwerk legen. Als hätte ich in der Schule nicht schon genug um die Ohren...
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Schulalltag
Ich beginne meine Aufgabe mit einem Schlafsaal, einem Klassenzimmer und einer Werkstatt. Auch wenn diese ersten Räume relativ selbsterklärend sind, gibt mir Valthirian Arc Hero School Story zu jedem System eine gut gemeinte Erklärung an die Hand. Zur Not kann ich diese auf Knopfdruck auch erneut aufrufen. Mit den ausreichenden Geldmitteln schaffe ich mir auch eine Caféteria und eine Bibliothek an, sowie weitere Schlafsäle und Klassenzimmer, um mit dem wachsenden Aufkommen lernwilliger Schüler mitzukommen. Durch das Erhöhen meines Ranges bekomme ich Zugriff auf neue Räume, kann bereits Gebautes verbessern und auch die Qualität der Neuanmeldungen nimmt zu. Spezielle Trainingsräume in Kombination mit den passenden, zu rekrutierenden Lehrkörpern lassen mich an potenziellen Schülern einen Klassenwechsel durchführen und sie somit besser spezialisieren.
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Das nötige Kleingeld ist selbstverständlich immer im Auge zu behalten. Steuerliche Abgaben oder Verpflegung sind zum Glück nicht relevant und so kann ich mich mit dem Schulbudget auf die wichtigen Sachen konzentrieren. Namentlich die Erweiterung meiner Einrichtung und die Ausrüstung meiner Studenten. Und diese sollte tatsächlich immer gut im Auge behalten werden. In der Werkstatt kann ich nicht benötigte Waffen und Accesoires verkaufen oder zu Materialien verarbeiten. Diese verwende ich wiederum zum Herstellen von besseren Ausrüstungsgegenständen, die passenden Blaupausen vorausgesetzt. Alles Benötigte finde ich entweder in den Feldmissionen oder ich erstehe es im großen Stil von den gelegentlich vorbeischauenden Händlern.
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All diese Systeme greifen zwar gut ineinander, doch ein wirklicher Flow entsteht leider nicht. Um die Schule selbst kümmere ich mich meist sporadisch bei einem Rangaufstieg, doch das Equipment meiner Schützlinge, die richtige Gruppenaufstellung und ihr Wachstum will ständig aktuell gehalten werden. Das entpuppt sich schon früh als arges Micromanagment und wird im weiteren Spielverlauf immer fordernder. Aufgelockert wird der Schulalltag durch kleine Ereignisse mit Auswahlmöglichkeiten. Doch wenn täglich eine Essenschlacht in der Cafeteria ausbricht, sich jede dritte Schülerin dank ihrer kranken Mutter verspätet oder circa 20 Geldbeutel am Tag im Fundbüro landen, strotzt das nicht vor Abwechslung und schadet der Immersion.
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"Auf, meine Schüler!"
Ganz anders als in der Schule, wo jeder Schritt erklärt wird, sieht es dann in der Wildnis aus. Auf den Missionen, wo ich meine Truppe aus vier Schülern hinausschicke, wird mir relativ wenig gesagt. Glücklicherweise folge ich hier größtenteils den bekannten Regeln von Dungeon Crawlern und Hack-'n-Slays. Besonders zu Beginn stehen alle Gruppenmitglieder nur um einen Gegner herum und stechen mit ihren Messern auf diesen ein. Sobald ich unterschiedliche Klassen freigeschaltet habe, kommt etwas mehr Taktik ins Spiel.
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Die fortgeschrittenen Klassen haben aktive und passive Fähigkeiten und auch die Kampfstrategie kann nach belieben angepasst werden - auch wenn diese nur selten einen Unterschied ausmacht. Jederzeit bin ich in Kontrolle einer der Gruppe und mit dem Steuerkreuz wechsle ich munter zwischen ihnen durch. Die KI macht zwar meist einen guten Job, vereinzelt hängen aber meine Fernkämpfer an Ecken fest und feuern statt auf den Gegner einfach auf die Wand vor ihnen. Obwohl das Ganze ziemlich repetativ ist und mich selten vor wirkliche Herausforderungen stellt: Sich einfach in die Schlacht zu stürzen, führt auf lange Sicht nicht zu Erfolg. Besonders eine Gruppe aus Schülern auf Level 1 reißt in der Regel selbst mit guter Ausrüstung nichts und geht bereits beim ersten Feindkontakt zu Boden. Wenn alle Studenten keine Lebensenergie mehr besitzen, gilt die Mission als Fehlschlag. Die investierte Zeit ist damit verloren, andere Konsequenzen gibt es lobenswerterweise nicht.
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Die Missionen selbst lassen mich unterschiedliche Gegenden aus der isometrischen Perspektive erkunden. Die zufallsgenerierten Abschnitte sind in der Regel recht überschaubar, gelegentlich stößt man auf unsichtbare Wände. Ich erledige dabei hübsch gestaltetes Getier, sammle Gegenstände oder geleite einen NPC zum Zielort. Hin und wieder stehen mir auch Aufträge zur Verfügung. Diese haben ein eigenes Symbol und einen Hinweis im Titel. Dann schicke ich eine meiner drei Schülergruppen ohne mein Zutun los und ein Countdown verkündet ihre Rückkehr. Leider sind diese zu rar gesäht, um immer noch ein paar Schüler nebenbei zu beschäftigen und Erfahrung zu sammeln. Ferner gab es noch ein paar Jagdmissionen, die mir merkwürdig vorkamen. So hatte der beschreibende Text nichts mit der eigentlichen Ausführung zu tun und als ich diese Mission abschloß, bekam ich keinerlei EXP und der Marker verweilte immer noch auf der Karte.
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Jeder Schüler besitzt ein eigenes Levelcap. Anfangs sind die zehn Level zwar noch relativ schnell zu erreichen, mit fortschreitender Spieldauer wächst dieses allerdings beachtlich an. Zwar stehen diesen mehr Fähigkeiten zur Verfügung, doch das Erreichen des Maximallevels verzögert sich erheblich. Und besonders für Absolventen mit erreichtem Maximum bekomme ich beim Abschluss viele Punkte. Gerade dieses System bringt immer frischen Wind in die Riege der Abenteurer. Doch im Verlauf meiner Karriere stehe ich häufig vor der Qual der Wahl, welche Absolventen ich nun aus meinen Reihen verabschiede und die Lücke mit Nachwuchs füllen soll.
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Von den Artworks, über den Chibi-Stil bis hin zum Wuselfaktor in der Akademie ist Valthirian Arc Hero School Story wirklich hübsch anzusehen. Auch Soundeffekte und Musik zählen zu den besseren Werken. Doch bedauerlicherweise wird dieses Spiel von einem unschönen Glitch heimgesucht. An den Screenshots ist vielleicht schon zu erkennen, dass meine eigentlich recht schön und abwechslungsreich gestalteten Schüler unter einer ansteckenden Krankheit leiden. Nach jedem Start des Spiels leiden sie unter dieser grünen Abnormität, welche ihre Augen und Haare darstellen sollten. Wirklich spielentscheidend ist das zwar nicht, stört aber schon das sonst so gute Gesamtbild erheblich. Patch, bitte! :)
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Fazit
Valthirian Arc Hero School Story hat ungemein viel Potenzial, aber leider auch genauso viele Probleme dieses umzusetzen. Die kleinteiligen Aufgaben mit wachsender Komplexität zu jeder gegebenen Spielzeit schaden mitunter dem Spielfluss und arten schnell in Fleißarbeit aus. Der Dungeon-Part fällt leider auch nicht sonderlich innovativ aus. Dazu kommen noch einige Fehler, welche das Spielgefühl stark beeinflussen. Nur mit viel Willen zum Optimieren, Vorausdenken und harter Arbeit lässt sich das Spiel genießen.

Rolf Belmont *, 8.100 Zeichen, veröffentlicht am 12.10.2018 •
Singleplayer: 65%

Für die Bemusterung bedanke ich mich bei PQube
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Releasedate: 02.10.2018, Preis: 12,99€, 1 Spieler/in

Bilder

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