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Trauma Center: Second Opinion

Nintendo Wii

Trauma Center: Second Opinion, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG Wii-Fernbedienung Wii Nunchuk
Releasedate: 10.08.2007, Preis: ca. 35-40€, 1 Spieler/in
Trauma Center: Under The Knife für Nintendo DS dürften bestimmt viele von Euch bereits kennen, oder? In Verkörperung des Derek Stiles habt Ihr in schwierigen Operationen Menschen oft das Leben gerettet. Als 26jähriger Chirurg des Hope-Klinikums habt Ihr Wunden genäht, Tumore entfernt, Bandagen gemacht, und, und, und...
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Was liegt da näher, als sich mit Second Opinion auf Nintendo Wii erneut den weissen Kittel anzuziehen? Eben, eigentlich gar nichts! ;) Denn wie schon auf dem Nintendo DS macht auch dieser Titel eine Menge Spaß. Was man allerdings auf dem kleinen Handheld mit Stylus und Touchscreen tat, wird auf Nintendo Wii mit der Wiimote und Nunchuk erledigt: Das Skalpel führen, eine Wunde mit antiseptischem Gel behandeln, Polypen mit dem Laser entfernen, mit dem Defibrillator einen unterbrochnen Herzschlag wieder regenerieren und vieles mehr.
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Doch damit nicht genug. Es geht in Second Opinion ebenfalls darum, dass man als Arzt nicht nur operiert oder Diagnosen erstellt, sondern auch entsprechend sensibel mit den Patienten umgeht. Statt sie einfach nur kurz und knapp mit den nackten Tatsachen Eurer Diagnose über die Gesundheit deren Körper zu konfrontieren, werdet Ihr lernen, dass zur Genesung eines Menschen mehr gehört, als einfach nur ein Medikament zu verabreichen oder am Blinddarm eine Operation durchzuführen.
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So hat z.B. der 30jährige Elliot Cox, Sänger einer gerade aufstrebenden Heavy-Metal-Band, Polypen am Kehlkopf. Für ihn könnte dies das Aus für seinen Lebenstraum bedeuten, denn er möchte einen Plattenvertrag mit seiner Band ergattern. Die Operation am Kehlkopf könnte vielleicht alles für immer ruinieren. Im Gespräch mit dem Patienten Elliot Cox reagiert Derek teilweise recht taktlos und flößt Elliot somit nur unnötig Angst ein, obwohl der Eingriff bei ihm, aus Sicht eines erfahrenen Arztes, eigentlich ein recht harmloser Fall ist.
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Sich nach dem recht eindringlichen Anpfiff der echauffierten Krankenschwester nun dem Ausmaß seiner Verantwortung bewusst, geht Derek, oder vielmehr Ihr, in den Operationssaal, um Elliot die Polypen am Kehlkopf wegzuoperieren. Dabei spielt Ihr hauptsächlich gegen die Uhr und die Vitalwerte Eures Patienten. Zunächst mit dem antiseptischen Gel die zu öffnende Stelle am Hals desinfizieren und anschliessend mit dem Skalpell entlang der Führungslinie öffnen. Im Laufe der Operation dann mit dem Laser die Polypen einzeln entfernen und zu guter Letzt die Wunde zunähen.
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Was hier aber so simpel und sehr knapp beschrieben wurde, ist je nach Eingriff und Schwierigkeitsgrad (Leicht, Normal oder Schwer) aber beileibe kein Zuckerschlecken. Setzt man z.B. mit dem Skalpell falsch an oder schneidet zu viel, reagiert der Patient mit rapide fallenden Vitalwerten. Das heisst, wenn es ganz eng wird, droht Ihr sogar, den Patienten zu verlieren. Also sind Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um den Patienten zu stabilisieren, damit die Operation erfolgreich fortgeführt werden kann.
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Wieviele Arbeitsschritte für den erfolgreichen Abschluss einer Operation nötig sind und wie präzise sie ausgeführt werden müssen, hängt vom gewählten Schwierigkeitsgrad ab. Während man auf Leicht eher rudimentäre Schritte zu befolgen hat, ist es auf Schwer schon viel mehr, was Ihr beachten müsst. Selbstverständliche Dinge, wie z.B. Desinfektionen, werden hier also viel häufiger mal verlangt, bevor Ihr mit dem eigentlich nächsten Schritt fortfahren könnt. Nach Abschluss einer Operation, erhaltet Ihr eine Einschätzung, wie effizient, effektiv und korrekt Ihr operiert habt und die Rahmen-Handlung erzählt die Geschichte des Derek Stiles fort; meist in Form von Dialogen mit dem Kollegium oder Patienten.
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Grafisch ist Second Opinion auf gutem Wii-Nievau anzusiedeln. Die zu operierenden Körper, deren Organe und Innereien oder auch deren Blut sind zwar stets gut auszumachen, aber immer auch ein ganz ordentliches Stück weit abstrakt und leicht schemenhaft dargestellt, damit das ganze nicht zu realistisch aussieht, oder für sensible Naturen gar abschreckend sein könnte. Auch die Animationen bei Bedienung der chirurgischen Instrumente sind gelungen. Der Anime-Style passt sehr gut und auch sonst gibt's hier nichts zu meckern. Optisch ist das Gesamtbild einfach gut gemacht.
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Die Musik, insbesondere während der Operationen, erinnert stark an einen Soundtrack für die heute typischen Krankenhaus- und Arztserien (Emergency Room, etc.), was aber nicht negativ zu verstehen ist, denn klanglich verbreitet sich somit durchaus eine spannende Note, die dem/der Spieler/in vermittelt, dass eine Operation keine Larifari-Angelegenheit ist, sondern Konzentration erfordert. Die Soundeffekte sind auch gut und unterstreichen die recht spannende Atmosphäre. Das Piepsen der medizinischen Apparate, Fremdkörper, die beim Fallen in die Schale leise klimpern, etc. Akustisch ist Second Opinion daher sehr stimmig, spannungsfördernd und niemals störend oder gar nervig!
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Mein Fazit für Trauma Center: Second Opinion lautet also: Eine gute Operations-Simulation, die Spaß macht und ausserdem spannend, unterhaltend sowie lehrreich ist. Leider mangelt es hier und da ein bisschen an Abwechslung, weil sich manche Arbeitsschritte und Operationen etwas ähnlich sind. Schön wäre vielleicht auch eine etwas interaktivere Rahmenhandlung gewesen, denn letztendlich laufen die Sequenzen zwischen den Operationen von allein und man drückt nur gelegentlich den denn zu lesenden Text aus dem Bild. Nicht unbedingt ein Gehört-in-jede-gut-sortierte-Sammlung-Titel, aber definitiv ein Sollte-man-auf-jeden-Fall-mal-angespielt-haben!
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Für Besitzer/innen der DS-Version Under The Knife sei aber noch erwähnt, dass Second Opinion eine beinahe Adaption jenes Titels ist; nur mit dem Unterschied, dass man Stylus und Touchscreen gegen Wiimote und Nunchuk eintauscht. Gespielt haben solltet Ihr trotzdem beide Versionen, denn durch das unterschiedliche Kontroll-Schema erlebt man die Operationen etwas anders; zumindest ging es mir so! Das Wii-Pendant ist zwar einen kleinen Tick leichter zu bewältigen, als der DS-Vertreter, aber dennoch ist es nicht so, dass man hier einfach nur mal eben ein paar Handgriffe tätigen muss, denn Geschick und Konzentration wird auch hier noch mehr als genug von Euch verlangt.

TheUnknown *, 6.247 Zeichen, veröffentlicht am 23.02.2008 •
Singleplayer: 82%

Für die Bemusterung bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG Wii-Fernbedienung Wii Nunchuk
Releasedate: 10.08.2007, Preis: ca. 35-40€, 1 Spieler/in

Bilder

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