Cover: UNOJeder kennt UNO - es ist das meistverkaufte Kartenspiel der Welt und wurde sicherlich von jedem, der diesen Text hier liest, mindestens einmal gespielt. Ich persönlich bin ein Fan von diesem Spiel, da es simpel ist, aber es dennoch viel Köpfchen braucht, um zu gewinnen. Als ich das Spiel erhalten habe, war ich mir jedoch nicht ganz so sicher, ob dieses Spielprinzip auch als Videospiel etwas taugt... ob meine anfängliche Skepsis begründet war, könnt ihr nun gleich nachlesen...

UNO!!
Anfangs möchte ich jedoch genau erklären, wie UNO eigentlich funktioniert: Das Spiel kann mit 2 bis 6 Personen gespielt werden. Diese Personen ziehen je sieben Karten, die Karten sind entweder rot, blau, gelb, grün oder neutral. Am Anfang des Spiels wird eine Karte vom Nachziehstapel auf den Ablagestapel gelegt und das Spiel fängt an; die Spieler müssen nun reihum Karten ablegen, die entweder die selbe Zahl oder Farbe wie die ausgelegte Karte hat, wenn man weder das eine noch das andere besitzt, kann man auch eine der neutralen schwarzen Karten spielen, sollte man davon auch keine besitzen, muss eine Karte vom Nachziehstapel gezogen werden.

Die farbigen Karten sind von 0 bis 9 nummeriert; zusätzlich existieren noch die "+2" und die "Aussetzen"-Karten: Bei "+2" muss der darauffolgende Spieler zwei Karten ziehen und bei der "Aussetzen"-Karte muss der nächste Spieler aussetzen. Von den vorher erwähnten schwarzen Karten gibt es zwei verschiedene Arten: Bei der ersten kann man sich nur die Farbe wünschen, mit welcher weiter gespielt werden wird bei der zweiten muss der nächste Spieler vier Karten ziehen und zusätzlich trifft der Effekt der zuerst beschriebenen schwarzen Karte in Kraft.
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Sollte man irgendwann im Laufe des Spiels nur noch eine einzige Karte auf der Hand haben, muss man den Ausruf "UNO" von sich geben - sollte dieser Ausruf in diesem Moment vergessen werden, muss man zwei Karten nachziehen.
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Nun genug der Regelerklärung, lasst uns nun zum eigentlichen Spiel kommen!
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Kartenspiel im Singleplayermodus
Als kleines Kind habe ich manchmal gegen mich selbst Karten gespielt, der Vorteil davon war, dass ich immer gewann... darauf muss ich zum Glück dieses Mal nicht zurückgreifen ;). Nachdem man sich für einen Mii entschieden und sein Profil erstellt hat, kann man entweder gleich ein schnelles Spiel machen, indem man "Freies Spiel" drückt, oder ein "Turnier" starten.
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Wenn man sich, so wie ich bei meinem ersten Spiel, gleich mal eben ein schnelles Spiel spielen will, anstatt an langen Turnieren teilzunehmen, merkt jedoch gleich, dass man doch nicht so schnell starten kann, denn man muss sich entscheiden, mit welchen Regeln gespielt werden soll und hier kann man wirklich fast jede der zusätzlichen Regeln auswählen, die im Laufe der Zeit für das Spiel dazu kamen: Wie z.B., dass bei einer 0 die Handkarten an den rechten Nachbarn weiter gegeben werden und man bei einer 7 die Handkarten mit einer Person nach Wahl tauschen soll...
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Nachdem man sich nun da durch geklickt hat und das Spiel beginnt, merkt man, dass es wirklich UNO ist, in welchem anstelle menschlicher Gesichtsausdrücke Miis gezeigt werden, wie sich die CPUs beim Spielzug fühlen, was wirklich witzig aussieht.
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Zusätzlich zu dem Freiem Spiel gibt es noch den Turnier-Modus, hierbei muss man sich durch 15 Runden kämpfen, in denen die Regeln vom Spiel vorgegeben werden. Anfangs noch relativ einfach, wird es im Laufe der Zeit, vor allen durch die oben erklärte "SEVEN-0"-Regel immer mehr zum Glücksspiel und man ertappt sich ständig beim Fluchen, wenn die Mara dir dein UNO wegnimmt und dich mit fünf Karten stehen lässt, die Mara aber die Karte von Leo geklaut bekommt und dieser mit dem Blatt gewinnt - äußerst nervig das Ganze!
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Doch Aushaltevermögen wird belohnt und man erhält nach erfolgreichem Bestehen der Runden Trophäen, neue Kartenrücken oder Hintergründe für das Spielfeld. Beim letzten der genannten Belohnung muss auch angemerkt werden, dass für jeden der Hintergründe eine individuelle Hintergrundmusik existiert, d.h., dass nicht nur optische, sondern auch musikalische Abwechslung geboten wird.
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Doch genug vom Singleplayermodus, der zwar kurz unterhalten kann, aber auf die Dauer aufgrund von fehlender Interaktion zwischen den Spielern langweilig wird, vorallem, wenn man häufig nur auf die CPU-Mmitspieler warten muss... Darum kommen wir zu dem, wozu Kartenspiele eigentlich gemacht werden...
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Multiplayermodus - Ich schaue Dir in die Karten
Der Multiplayermodus existiert sowohl in der lokalen, als auch in der Variante über das Internet. In der lokalen Variante ist das Problem gegeben, dass man auf dem Fernseher nicht die Karten vor seinen menschlichen Spielern verstecken kann, wie es ja im echten Spiel möglich und auch nötig ist - und so kann man jeweils die Karten des menschlichen Spielers sehen, der gerade dran ist.
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Das lokale Spielen macht an sich Spaß, es ist halt UNO, aber irgendwie fehlt der Reiz daran, dieses Spiel im Multiplayer lokal miteinander zu spielen, besonders wenn man Spiele wie New Super Mario Bros. Wii oder Mario Kart Wii im Spielregal stehen hat und meistens ist es so, dass, wenn man in einer Runde zusammensitzt und Lust auf UNO hat, doch lieber auf das verstaubte und abgenutzte Kartenspiele aus dem Schrank, als auf eine virtuelle Version zurückgreift, da es das bessere Flair bietet.
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Im Multiplayermodus über das Internet kann man entweder weltweit gegen zufällige Gegner antreten oder mit Freunden den zwölfstelligen Freundescode austauschen und mit denen spielen. Im Spiel gegen fremde Gegner wird, ähnlich wie es die meisten wohl aus Mario Kart Wii kennen, über vorgegebene Sätze miteinander kommuniziert, während beim Spiel mit Freunden Wii Speak unterstützt wird und man sich auch mit echten Worten ein paar Fäklien an den Kopf schmeißen kann. ;)
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FAZIT
Was kann ich zu diesen Spiel sagen? Ich fühle mich hin- und hergerissen: Es gibt wirklich wenig Negatives an diesem Spiel, doch stört besonders im lokalen Multiplayer gewaltig, dass man die Karten der anderen menschlichen Mitspieler einsehen kann und dass die CPUs manchmal etwas zu lange brauchen, und mit diesem fetten Minuspunkt wird noch viel deutlicher, dass man dann lieber die Kartenspiel-Version bevorzugen sollte.
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Andererseits ist das Spiel ist eine perfekte Konsolen-Umsetzung von UNO und für alle empfehlenswert, die gern UNO spielen, aber im Bekanntenkreis nicht immer Leute um sich haben, die jederzeit bereit für eine Partie sind, denn jetzt gibt es im Internet ja genug Leute, die mit einem spielen - und hier punktet diese UNO-Fassung ganz besonders. Ansonsten aber gebe ich dem Kartenspiel immer den Vorzug, weshalb ich diese WiiWare-Version eher als (Internet-)Ergänzung statt als Ersatz sehen würde.
«King Bowser» Singleplayer: 69%
Multiplayer: 72%


Verfasst von «King Bowser» am 06.08.2011,
bemustert durch Nintendo
für bis zu 4 Person/en
Release am 06.11.2009