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Child of Light

Nintendo Wii U

Child of Light, Covermotiv/Artwork
Wii-Fernbedienung Wii-Fernbedienung & Wii MotionPlus Wii U GamePad Kann über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 01.05.2014, Preis: 13,99€, 1-2 Spieler/innen
Ein junges Mädchen, mit wunderschönen roten Haaren...
...ist gestorben und wacht in einer Art Limbus auf und versucht verzweifelt, in die Welt Lemuria's zu ihrem Vater zurückzukehren. Ja, ich weiß, dass dies sehr düster und traurig klingt. Das trägt aber auch etwas zur Stimmung des Spiels bei, denn sobald ihr Child of Light startet, tauch ihr in eine wundervolle Welt der Phantasie und Poesie ein.
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Der hübsch gezeichnete erste Teil des Spiels, lässt euch anfangs etwas herumlaufen, um mit der Steuerung klarzukommen. Diese entpuppt sich als äußerst einfach, denn während ihr euch mit dem Stick des Gamepads bewegt, könnt ihr mit der A- oder B-Taste zunächst nur springen. Im späteren Verlauf dürft ihr mit euren durch den Wind wehenden Haaren durch die Lüft bewegen und ebenfalls mit der A/B Taste einen Dash Move ausführen.
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Keine Angst, ihr seid nicht alleine unterwegs, schnell bekommt ihr einen Begleiter zugeteilt, der in leuchtendem Blau um euch herumschwirrt. Das kleine Ding nennt sich Igniculus und erinnert von den Funktionen etwas an Murphy aus den Rayman-Games. Igniculus lässt sich per rechtem Stick steuern und per ZL-Taste auslösen, hilft euch bei der Rückkehr zu eurem Vater und dient zur Rätsellösung.
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Child of Light ist ein RPG mit Rätselelementen und einem passenden, innovativen Kampfsystem dazu. In der normalen Welt habt ihr oben links eine LP-Leiste für eure Lebenspunkte und eine MP-Leiste für die Magiepunkte. Igniculus hat außerdemeine eigene Leiste, denn wenn ihr ihn leuchten lasst, verliert er Energie. Ohne Probleme kann diese anhand von leuchtenden Pflanzen in der Welt, welche Kugeln ausspucken, die der Reihe nach davon schweben und eine bestimmt Position einnehmen, wobei die erste orange leuchtet, erneuert werden. Ja hier hat man wohl auch hier etwas bei Rayman gespickelt.
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Bei den Rätseln gilt es zum Beispiel bestimmte Symbole durch Igniculus mit Runen zu beleuchten und somit eine geheime Tür zu öffnen. Das wichtigste Funktion ist aber die Gegner zu blenden. Da Child of Light von einer düsteren Welt handelt, spielt das Licht, wie im Namen, eine entscheidende Rolle.
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Auge um Auge, Zahn um Zahn
Wenn ihr einem Gegner begegnet startet das Kampfsystem, blendet ihr den Gegner zuvor, dürft ihr auch den ersten Schlag ausführen. Der Kampf läuft rundenbasiert, aber nicht in dem, Sinne dass erst ihr dran seid und danach der Gegner, sondern jeder hat eine gewisse Zeit in der er agieren kann. Am unteren Bildschirmrand befindet sich eine Leiste die unterteilt ist in "Warten" und in "Vorbereiten". Jeder Kämpfer ist auf der Liste mit seinem Kopf als Symbol gekennzeichnet, und sobald der Kopf die Vorbereiten-Leiste berührt, macht sich die Person bereit, euch anzugreifen. Während die COM-Gegner den Move natürlich immer selbst aussuchen, bleibt bei euch für dieses Vorhaben die Zeit stehen und ihr dürft euch nun entscheiden was ihr tun wollt. Gruppe, Handeln, Tränke oder Fliehen.
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Zur Gruppe gibt es gleich mehr, aber beim Handeln habt ihr die Möglichkeit, eure Fähigkeiten und Angriffe auszuführen. Manche Angriffe haben gar keine Vorbereitungszeit, manche eine kurze, andere wiederum eine sehr lange. Somit müsst ihr euch klug entscheiden, ob der Gegner nicht sogar schneller ist einen Angriff auszuführen, während eurer noch in Bearbeitung ist. Denn wenn er euch zuerst angreift, kann es sein, dass ihr in der Leiste zurückgeworfen werden und einen Angriff erneut ausführen müsst. Dies funktioniert natürlich auch gegen eure Gegner, die auch in diesem Fall dann keinen Schaden zufügen können.
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Weiterhin steht euch Igniculus wieder zur Verfügung, welcher auch hier ein entscheidendes Element im Kampfsystem darstellt. Denn ihr könnt mit ihm auch hier eure Gegner blenden, wodurch sich ihre Warte- oder Vorbereitungszeit verlängert und ausbremst. Doch greift natürlich nicht immer nur ein Gegner an, sondern meistens zwei oder drei gemeinsam, wodurch das Ausbremsen eine wahre Herausforderung darstellt. Es artet sogar zur Hektik aus, weil drei Gegner schon sehr schwer zu kontrollieren sind und so dann wild umhergesprungen wird. Wem das allerdings zu schnell ist, kann die Kampfgeschwindigkeit natürlich auch in den Optionen mindern.
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Auf eurer Reise findet ihr allerlei Tränke, die eure Gesundheit oder Zauberkraft auch im Kampf auffüllen. Ist euch der Kampf zu heikel, dürft ihr natürlich auch fliehen.
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Gemeinsam sind wir stark
Während des Kampfes ist es aber auch möglich, Kämpfer aus eurer Gruppe ohne Zeitverlust zu wechseln. Ganz genau! Denn neben Igniculus trefft ihr auf weitere Gefährten die sich euch anschließen, da ihr ihnen beispielsweise aus der Patsche geholfen habt. Allerdings könnt ihr immer nur einen Gefährten zurzeit einsetzen. Jeder hat natürlich seine speziellen Fähigkeiten, somit gibt es eine Art Magier, Kundschafter oder Heiler, und jeder ist auf seine Weise speziell. So trefft ihr auf eine Gauklerin, die ihren Bruder sucht, oder einen ängstlichen Zwerg der einen Berliner Dialekt spricht.
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Ubisoft hat so ein wenig Witz hineingebracht und die Zwischensequenzen, in Bilderdialogen dargestellt, laufen alle in Reimen ab. Das erschwert zwar ein wenig, der Story zu folgen bzw. was die denn da genau sagen, denn manche Reime sind sehr konfus. Aber dennoch ist es eine erfrischende Art und Weise das Spiel voranzutreiben. Die Rätsel sind weder richtig fordernd, noch gibt es wirklich schwere Quests, aber dennoch sind die Ideen mancher Endgegner nicht schlecht gestaltet worden.
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Ein Baum mit Ästen
Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, muss man sich leveln und Fähigkeiten verbessern. Steigt ihr durch Erfahrung einen Level auf, bekommt ihr einen Punkt, den ihr in eurem Fähigkeiten-Baum einsetzen dürft. Jeder Baum spaltet sich in drei Ästen auf. Somit sollte man sich gut entscheiden, welche Fähigkeiten man denn nutzen können möchte. Unsere Protagonistin Aurora ist auf Licht-Attacken spezialisiert und kann dadurch natürlich dunklen Kreaturen durch diese Attacken enormen Schaden zufügen. Zwischen den Attacken kann man Wiederstand, Abwehr, Magiepunkte, Lebenspunkte u.v.m. erhöhen.
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Die Gegner sind vielfältig, so gibt es Feuerspinnen, Steingolems, Felsbrocken, Nebelgestalten und jede dieser Kreaturen besitzt eine Schwäche gegen ein Element. Somit könnte natürlich etwa ein Wasserzauber besonders effektiv gegen Feuerspinnen sein. Da Auora keine Wasser-Fähigkeiten hat, gibt es eine weitere Möglichkeitihrer Angriff zu stärken, nämlich durch Oculi. Oculi sind nichts weiter als Edelsteine, die eure Waffe, euren Schild oder Extras verstärken. Edelsteine könnt ihr nach Belieben anbringen und somit auch kombinieren. So werden 3 ungeschliffene Oculi zu einem geschliffenen Oculi mit besseren Werten, aber auch andere Kombinationen führen zu anderen Steinen mit besonderen Fähigkleiten.
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Ein wunderschöne Welt
Child of Light sieht aus, als stamme es aus einem Bilderbuch, denn der Stil ist wie ein gezeichnetes Pastellfarbenbild, was wunderbar für die Welt von Lemuria passt. Ob es nun ein dunkler Wald ist, in den Wolken oder Lavahöhlen spielt, es zieht euch mitsammt der stimmigen Melodie in den Bann. Auroras Haare wehen durch den Wind und die Licht-Effekte von Igniculus sehen toll aus. Per TV-Off-Funktion könnt ihr das Ganze natürlich auch auf dem GamePad spielen, welches eh die ganze Zeit mitläuft. Es gibt auch eine Karte im Optionsmenü, dass euch schnell an alte Orte zurückbringen kann.
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Zweiter Unterstützer
Der Multiplayer ist ein sogenannter Coop-Modus, bei dem ein zweiter Spieler per Wiimote oder WiiMotion Plus ins Spiel einsteigen und die Rolle von Igniculus übernehmen darf. Dies erleichtert die Multitasking-Aufgaben ungemein, aber auf die Unterstützerfunktion muss man natürlich Lust haben. So wiitzig wie in Rayman Legends gestaltet sich das nämlich leider nicht.
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FAZIT
Mit Child of Light ist Ubisoft ein Überraschungstitel gelungen, der, zumindest für mich, bis vor kurzem sehr unscheinbar daherkam. Man wird in die malerische Welt hineingesogen und das Kampfsystem und Aufleveln der Fähigleiten weiß zu begeistern. Leider ist der Titel nicht sonderlich komplex, sowohl in den Quests, als auch beim Umherwandern in der Welt. Ein wenig mehr Abwechslung auch in den Rätseln wäre schön gewesen und der Multiplayer ist wohl mehr ein optionales Beiwerk. Trotzdem findet man sehr viel Liebe zum Detail und bekommt für die €13,99 mehr geboten, als manch andere Spiele zum Vollpreis von 60€ bieten - deswegen Kaufempfehlung.

DStroke *, 8.469 Zeichen, veröffentlicht am 21.05.2014 •
Singleplayer: 87%
Multiplayer: 75%

Für die Bemusterung bedanke ich mich bei Ubisoft
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Releasedate: 01.05.2014, Preis: 13,99€, 1-2 Spieler/innen

Bilder

Child of Light, Screenshot #1 Child of Light, Screenshot #2 Child of Light, Screenshot #3 Child of Light, Screenshot #4 Child of Light, Screenshot #5 Child of Light, Screenshot #6

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